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Blog SUP Größe ermitteln: Anleitung für Anfänger, Kinder & Pros

SUP Größe ermitteln: Anleitung für Anfänger, Kinder & Pros

Keine Frage…Stand Up Paddling ist auf dem besten Weg zum Breitensport! Während man in der Anfangszeit lediglich die Entscheidung treffen musste, ob man sich ein aufblasbares SUP Board (iSUP) kauft oder nicht, ist die Auswahl des richtigen Modells mittlerweile eine echte Herausforderung. Vor allem als Anfänger steht man oft hilflos vor einer unüberschaubaren Masse von vielfältigen Angeboten.

Gerade die Auswahl der richtigen SUP Größe ist entscheidend, damit dein Board zu deiner Statur, deinem Gewicht und zum gewünschten Einsatzgebiet passt. Nicht selten sieht man, wie sich Paddler auf zu kleinen oder zu großen SUP Boards abmühen. Damit du auch ohne Vorerfahrung in der Lage bist, die richtige Größe für dich zu bestimmen, habe ich diese Anleitung für dich geschrieben, in der ich sämtliche Aspekte des Themas beleuchte!

SUP Größenangaben: Zentimeter/Meter vs. Inch/Feet

Wenn du dich schon mal durch die Angebote der verschiedenen Hersteller geklickt hast, ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass es Unterschiede bezüglich der verwendeten Maßeinheiten gibt. Während einige Firmen die Abmessungen der Boards in Zentimeter bzw. Meter angeben (“metrisches System”), geben Hersteller aus dem englischsprachigen Raum die Maße ihrer Boards grundsätzlich in Inch (“) und Feet (‘) an. Bei unseren Board-Reviews rechnen wir die Angaben natürlich immer in das für dich gängige Maß um.

Damit du aber auch selbst in der Lage bist, die angegebenen Abmessungen von Inch/Feet in Zentimeter/Meter umzurechnen, verrate ich dir hier die passenden Formeln.

Ein Inch (auch oft “Zoll” genannt) entspricht 2,54 cm. Ein Feet (auf Deutsch: Fuß) ist gleich 30,48 cm. Die Länge von SUP Boards wird oft aus einer Kombination von Inch und Feet angegeben, während die Breite und die Dicke in Inch beziffert wird.

Hier ein Berechnungsbeispiel für ein Allround-Board mit Standard-Maßen:

Viele Allrounder haben die Abmessungen 10’6″ x 32″ x 6″ (Länge x Breite x Dicke)…du musst also zur Umrechnung folgendermaßen Vorgehen:

  • Länge: 10 x 30,48 cm (304,8 cm) + 6 x 2,54 (15,24 cm)…insgesamt beträgt die Länge also 320,04 cm!
  • Breite: 32 x 2,54 cm = 81,28 cm
  • Dicke: 6 x 2,54 cm = 15,24 cm

Natürlich werden in der Praxis diese krummen Werte auf ganze Zahlen gerundet. Das bespielhafte Allround-Board hat also folglich die Maße von: 320 x 81 x 15 cm.

Selbstverständlich rechnen heutzutage die wenigsten Menschen selbst, sondern überlassen diese Aufgabe lieber Google. Unter dem Suchbegriff “Fuß Inch in cm umrechnen” findest du zahlreiche Seiten die dir das Umrechnen in Sekundenschnelle abnehmen!

Typische SUP Größen

Boardtyp  Länge in cm
Allrounder  305 cm bis 330 cm
Touring  > 350 cm
Cruising  330 cm bis 350 cm
Racing  > 390 cm

Die richtige SUP Breite: Stabilität vs. Geschwindigkeit

Die Breite deines SUP Boards beeinflusst vor allem 2 wichtige Faktoren: die Kippstabilität und die Gleitfreudigkeit.

Je breiter dein Modell ist, desto stabiler ist seine Lage im Wasser. Gerade als Anfänger ist es deshalb von Vorteil, wenn dein Board eher breiter ausfällt. Wie du sicher weißt, ist die erste große Hürde auf dem Weg zum SUP Profi das Halten der Balance…erfahrungsgemäß sind Werte um die 80 cm für Einsteiger gut geeignet.

Die Breite ist aber auch ausschlaggebend für die Geschwindigkeit, die du beim Paddeln erreichen kannst. Je breiter dein Board ist, desto größer ist der Wasserwiderstand den du überwinden musst. Dabei spielt nicht nur die maximale Breite des Boards eine Rolle, sondern auch die Breite und Form der Boardspitze (Nose).

Bei Allround-Boards ist die Nose meistens breit und rundlich geschnitten, dementsprechend gleitet es nicht ganz so geschmeidig durchs Wasser wie ein Touring– oder Racing-Board mit spitz zulaufender Nose. Die Grenzen der verschiedenen Boardtypen sind aber in der Praxis mittlerweile oft fließend.

Die richtige SUP Länge: Geradeauslauf vs. Drehfreudigkeit

Ein weit verbreitetes Sprichwort in der SUP-Szene lautet: “Länge läuft”! Das bedeutet, dass längere Boards wesentlich besser gleiten als kürzere Exemplare. Vor allem auf ziemlich geraden Strecken sind lange SUP Boards wesentlich spurtreuer unterwegs.

Durch den besseren Geradeauslauf kannst du auch wesentlich mehr Paddelschläge setzen, bevor du die Seite wechseln musst. Dieser schnellere Rhythmus ermöglicht spürbar höhere Geschwindigkeiten.

Am Beispiel der gängigen Boardtypen lassen sich die Auswirkungen der unterschiedlichen Länge besonders gut veranschaulichen:

Touring- und Race-Boards sind in der Regel ziemlich lang konstruiert. Bei diesen Boardklassen stehen optimale Laufeigenschaften und eine hohe Spurtreue im Vordergrund, da sie meist auf langen und geraden Strecken eingesetzt werden und eine hohe Geschwindigkeit erwünscht ist.

Den besten Kompromiss stellen die Allround-Boards dar. Sie sind auf abwechslungsreiche Einsatzgebiete ausgelegt und deshalb etwas kürzer als die Touring- und Racing-Modelle.

Die mit Abstand kürzesten Vertreter sind die sogenannten Wave– bzw. Whitewater Boards. Dieser Typ ist auf Wendigkeit ausgelegt, um bei Wellen und in teilweise reißenden Strömungen das Board zielsicher steuern zu können. Ein langes Board wird bei diesen Bedingungen aufgrund der Angriffsfläche zum Spielball der Fluten.

Wie gesagt gibt es mittlerweile auch viele Boards die in ihrer Länge vom Standard des Boardtyps abweichen. So gibt es zum Beispiel sowohl kürzere Touring- und Racing-Boards als auch sehr lange Allround-Boards. Die genannten Auswirkungen der Länge gelten aber grundsätzlich für jede Boardklasse.

Klick dich am besten mal in Ruhe durch folgende Reviews, damit du einen guten Überblick über verschiedene Board-Längen und -Shapes (Silhouetten) bekommst:

SUP Größe und Gewicht

Die Größe des Boards spiegelt sich natürlich auch in seinem Gewicht wider. Das SUP Eigengewicht aber auch abhängig vom Aufbau der Außenhülle (“Single- oder Double-Layer”) und der verwendeten Material-Stärke. Dennoch lässt sich allgemein sagen, dass ein größeres Board auch mehr wiegt, als ein kleineres Exemplar.

Der Materialaufwand ist bei großen Boards in der Regel höher und das treibt neben dem Boardgewicht auch die Kosten in die Höhe, sodass bei vergleichbarer Qualität kleinere Boards meistens etwas günstiger sind.

Die Größe deines Boards hat aber nicht nur Auswirkungen auf das Eigengewicht, sondern muss auch zu deinem Körpergewicht passen. Entscheidend hierfür ist die Auftriebskraft, welche in erster Linie vom Volumen des SUP Boards abhängig ist. Eine ganz entscheidende Rolle spielt dabei die Dicke des Modells, vor allem, wenn die restlichen Maße gleich sind.

Mittlerweile hat sich bei vielen Exemplaren eine durchschnittliche Dicke von 15 cm (6″) etabliert und bewährt. Dieser Wert ist eine optimale Voraussetzung für eine solide Steifigkeit und gute Auftriebswerte. Wenn du mehr zum Thema Board-Dicke erfahren möchtest, empfehle ich dir folgenden Ratgeber: “SUP 10 cm: Warum du kein 10 cm SUP Board kaufen solltest

Die Auswirkungen der Board-Größe auf das SUP Eigengewicht, den Preis und die empfohlene, maximale Traglast möchte ich dir am Beispiel des Bluefin Cruise nochmal genauer erklären. Dieses Board ist die Nummer 1 unserer Bestenliste und in verschiedenen Größen erhältlich!

Wenn wir uns die beiden beliebtesten Größen 10’8″ (325 cm) und 12′ (366 cm) anschauen, wird deutlich, dass das Gewicht, die maximale Traglast und der Preis mit zunehmender Größe steigen:

Das 325 cm Modell wiegt ca. 12,6 kg und hat eine Traglast von 130 kg. Das 366 cm Exemplar bringt 14 kg auf die Waage und trägt bis 140 kg. Das kleinere Bluefin Cruise 10’8″ ist folgerichtig auch etwas günstiger als sein großer Bruder der 12′ Klasse!

Die richtige SUP Größe für Anfänger

Für die meisten SUP-Anfänger hat sich eine Boardgröße im Bereich von 10′ – 12′ x 31″ – 32″ x 6 ” (320 – 366 cm x 79 – 81 cm x 15 cm) in der Praxis bewährt. Der beliebteste Boardtyp ist dabei nach wie vor das Allround-Board und das Cruising-Board, welche eine Mischform aus Allrounder und Touring-Board darstellt.

Sportlich ambitionierte Beginner können aber auch durchaus direkt mit einem Touring-Board starten. In diesem Segment gibt es einige Modelle mit erweiterter Breite und guter Kippstabilität. Lediglich von sehr schmalen Racing-Boards solltest du ohne Vorerfahrung lieber Abstand nehmen!

Die richtige SUP Größe für Fortgeschrittene

Mit zunehmender Erfahrung greifen fortgeschrittene Paddler eher zu längeren und schmaleren Boards. Wenn du deine Balance-Fähigkeiten gut trainiert hast, rücken flotte und sportliche Laufleistungen zunehmend in den Vordergrund. Hier haben Boards mit einer Länge von 12.6′ (366 cm) und mehr, sowie einer schmaleren Breite zwischen 29 – 30″ (74 – 76 cm) eindeutig die Nase vorn.

In Sachen Gleitfreudigkeit sind die Racing-Boards das absolute “Non plus ultra”. Die Länge dieser Exemplare liegt meist bei 14′ (427 cm) und die Breite teilweise deutlich unter 29″ (74 cm). Diese Boards erfordern allerdings auch sehr gut trainierte Fähigkeiten!

Die richtige SUP Größe für Kinder

Für den SUP-Nachwuchs eignen sich kleinere Boards am besten. Diese dürfen deutlich kürzer und schmaler ausfallen als die Exemplare für Erwachsene. Kinder sind deutlich kleiner und leichter und benötigen deshalb weniger auftriebsstarke Boards.

Außerdem haben kompaktere SUP Boards ein geringeres Eigengewicht und lassen sich aufgrund der reduzierten Maße wesentlich einfacher steuern. Das Handling gelingt Kindern dadurch besser. Eine Länge zwischen 9′ und 10′ (270 – 300 cm) ist für die meisten Kids passend.

Aber natürlich kommt es auch bei dieser Zielgruppe auf die individuelle Statur an. Für größere Jugendliche gelten dann zunehmend die gleichen Kriterien wie für Erwachsene.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Tendenziell schon, allerdings spielen auch die Materialauswahl und das Verarbeitungs-Niveau eine entscheidende Rolle bei der Preisgestaltung eines SUP Boards. Außerdem gibt es auch unterschiedliche Preisklassen zwischen den Herstellern. Auch bei SUP Boards gibt es namhafte Marken, die grundsätzlich etwas teurer sind. Mehr Informationen zu den SUP Board Größen findest du hier.
In der Regel ist das SUP Eigengewicht bei größeren Boards auch automatisch etwas höher als bei kleineren Modellen (siehe Bluefin Cruise). Allerdings gibt es große Unterschiede durch die Konstruktion der Außenhülle und die Qualität des verwendeten Materials. Exemplare mit 1-lagiger Außenhülle (“Single-Layer”) haben ein niedrigeres Gesamtgewicht als “Double-Layer-Boards” mit 2-lagigem Aufbau. Der technische Fortschritt bringt auch in der Fertigungstechnik von SUP Boards immer wieder Neuerungen mit sich. Ein relativ neues und innovatives Herstellungsverfahren ist beispielsweise das sogenannte “Thermo-Fusion-Verfahren”. Bei diesem werden dünnere PVC-Schichten mit Hilfe von Hitze und Druck miteinander verschmolzen. Dadurch reduziert sich das Boardgewicht um bis zu 20%, ohne dass du dabei auf Steifigkeit und Belastbarkeit verzichten musst. Beispiele hierfür sind unter anderem folgende Boards: Penguin Coast RunnerMakaio Hamani 10.6 V2 und  Makaio Kula Nui 11.5 V2. Mehr Informationen zu den SUP Board Größen findest du hier.
Tendenziell ja. Das liegt zum einen daran, dass der Kern von Hardboards aus wasserbeständigem Hartschaum auftriebsstärker ist und deshalb die Maße (Dicke und Breite) flexibler gestaltet werden können. Zum anderen sind Hardboards grundsätzlich eher auf erfahrene, sportliche Nutzer ausgelegt. Dementsprechend müssen die Boards stromlinienförmig designt sein, um dem Wasser weniger Widerstand zu bieten. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel, denn es gibt sowohl breiter geschnittene Hardboards (z.B. Aztron Eclipse) als auch sehr schmale aufblasbare Boards (z.B. Aztron Meteorlite). Mehr Informationen zu den SUP Board Größen findest du hier.

Fazit

Wie du siehst, gibt es bei der Auswahl der richtigen SUP-Größe einige Faktoren, die du unbedingt beachten solltest. Es ist sehr wichtig, dass dein Board zu deiner Statur und vor allem zum gewünschten Einsatzgebiet passt. Wenn du die beschriebenen Punkte berücksichtigt, kannst du die Performance deines SUP Boards optimal nutzen und hast bestimmt jede Menge Spaß auf dem Wasser.

Wenn du dir trotz der Lektüre dieses Artikels im Einzelfall nicht sicher bist, ob ein spezielles Board gut zu dir und deinem Anforderungsprofil passt, kann ich dir nur unsere vielfältigen Board-Reviews  empfehlen. Nutze auch die Suchleiste auf der Startseite von stand-up-paddling.org, um bestimmte Modelle zu finden.

Wir geben uns bei jeder Board-Beschreibung größte Mühe, damit du auch ohne Erfahrung beurteilen kannst, ob ein Board das Richtige für dich sein könnte. Ganz besonderen Wert legen wir dabei auch immer auf eine realistische Einschätzung der maximalen Traglast und geben wichtige Hinweise für wen sich das beschriebene Board besonders gut eignet!

Wenn du weitere, individuelle Fragen hast, kannst du uns auch gerne einen Kommentar hinterlassen. Wir werden versuchen dir schnellstmöglich weiterzuhelfen!


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Kommentare

Pauline 28. Januar 2021 um 10:06

Hallo Saskia! Eine super Anleitung 🙂 Ich finde immer die Umrechnung von Inch und Feet in Zentimeter besonders verwirrend, aber das hast Du hier sehr verständlich erklärt! Auch die Unterteilung in Anfänger, Fortgeschrittene und Kinder ist sehr hilfreich. So bekommt man einen echt guten Überblick!

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