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Blog SUP 10 cm: Warum du kein 10 cm SUP Board kaufen solltest

Die Auswahl an SUP Boards hat in den letzten Jahren massiv zugenommen, es gibt mittlerweile Angebote wie Sand am Meer. Vor allem im günstigen Preissegment gibt es kaum einen Hersteller aus dem Sport- und Freizeitbereich, der keine SUP Boards unter eigenem Namen vertreibt. Allerdings sind die sehr preisgünstigen Boards meist von schlechter Qualität, billig verarbeitet und haben oft eine Dicke von nur 10 cm.

Aufgrund der steigenden Beliebtheit des Stand-Up-Paddling will jedes Unternehmen sein Stück vom Kuchen abhaben. Selbst Baumärkte und Discounter haben mehrmals im Jahr sehr günstige Boards im Angebot. Gerade für Anfänger ist die Auswahl dementsprechend schwer, der billige Preis lockt und eine realistische Einschätzung der Qualität gelingt den wenigsten Einsteigern.

In diesem Blog-Beitrag möchte ich dir erklären, warum du beim Kauf eines Boards auf die Stärke achten solltest und was gegen die Anschaffung eines SUP Boards mit nur 10 cm Dicke spricht!

Wenn du noch weitere Fragen zum Thema hast, kannst du mir sehr gerne einen Kommentar hinterlassen, ich werde dir schnellstmöglich antworten.

Hintergrund zu den 10 cm SUP Boards

Vor einigen Jahren, als das Stand-Up-Paddling noch ein Nischensport und wenig bekannt war, gab es noch häufig SUP Boards mit 10 cm Dicke. Das Know-how war noch nicht sehr groß und es gab wenig Erfahrung bzgl. der Fahreigenschaften der neuen, aufblasbaren Boards. Relativ schnell wurde aber deutlich, dass die Dicke des Boards elementar wichtig ist, um gute Auftriebswerte und bessere Laufleistungen möglich zu machen.

Infolgedessen konnten sich die dünneren 10 cm SUP Boards immer weniger durchsetzen und wurden zunehmend von Boards mit größerem Durchmesser verdrängt. Mittlerweile liegt die durchschnittliche Dicke von SUP Boards für Erwachsene eher bei 15 cm. Die Hauptprobleme der 10 cm SUP Boards sind folgende:

Problem #1: Sehr niedrige maximale Traglast

Die Dicke ist in erster Linie verantwortlich für die maximale Traglast eines SUP Boards. Mit zunehmendem Durchmesser steigt das Volumen und erhöht somit die Auftriebswerte sowie die Belastbarkeit. Je höher der Auftrieb ist, umso besser liegt das Board auf dem Wasser und erreicht dadurch ein wesentlich besseres Gleitverhalten mit weniger Wasserwiderstand.

10 cm SUP Boards verfügen über ein vergleichsweise geringes Volumen und sind daher unter realistischen Bedingungen meist für eine Traglast von ca. 60 kg ausgelegt. Das wäre halb so schlimm, wenn die Hersteller dies auch so kommunizieren würden. Leider ist das aber selten der Fall, 10 cm Boards werden oft mit einer Traglast bis 100 kg angegeben und beworben.

Sicherlich trägt ein 10 cm SUP Board auch 100 kg ohne zu sinken, aber sämtliche Fahreigenschaften sind bei dieser Belastung dahin. Die dünnen Boards verformen sich unter dem Gewicht und hängen durch wie eine Banane. Sie bieten dann nur wenig Standsicherheit und gleiten sehr schlecht, der Spaß bleibt schnell auf der Strecke.

Problem #2: Sehr niedrige Steifigkeit

Die Zielsetzung eines aufblasbaren SUP Boards (iSUP) ist, eine vergleichbar hohe Steifigkeit wie die Boards aus soliden, festen Werkstoffen zu erreichen. Nur durch eine steife Konstruktion können gute Gleiteigenschaften erzielt werden. Die 10 cm Exemplare erreichen diese gewünschte Festigkeit oft nicht.

Sie verlieren schon weit unterhalb der Belastungsgrenze ihre Form und verbiegen sich unter dem Gewicht des Paddlers. Die Folge ist eine geringe Standsicherheit und deutlich verschlechterte Laufeigenschaften. Der Frust, vor allem bei Anfängern, ist damit vorprogrammiert.

Hier siehst Du, wie sehr sich ein 10 cm dickes Board durchbiegt. Ein dickeres Board wie das Bluefin Cruise hätte dieses Gewicht locker getragen.

Wer zum ersten Mal auf einem 10 cm SUP Board steht und keinerlei Vorerfahrung und Vergleichsmöglichkeiten hat, sucht die Schuld dann sicherlich bei sich. Dabei sind nicht die mangelnden Fähigkeiten das Problem, sondern die schwache Konstruktion des Boards!

Problem #3: 10 cm SUP Boards kommen häufig mit minderwertigem Zubehör

Der absolute Großteil der SUP Boards wird in China hergestellt. Die Boards mit 10 cm Dicke sind dabei die mit Abstand günstigsten Modelle im Einkauf. Um die Gewinnspanne trotz des niedrigen Verkaufspreises attraktiv zu halten, wird in der Herstellung an allen Ecken und Enden gespart. Dies betrifft nicht nur die Materialauswahl des Boards, sondern auch die Auswahl des Zubehörs.

Ausgerechnet die billigsten Angebote werden oft mit umfangreichem Zubehörpaket angeboten. Dies lässt sich nur durch eine massiv reduzierte Qualität realisieren. Auch hier wird die Unwissenheit von Anfängern teilweise ausgenutzt, da sie in der Regel die Qualität noch nicht einschätzen können.

Die Probleme mit billigem Zubehör sind vielfältig:

  • Paddel: Die mitgelieferten Paddel sind oft schwere Modelle mit Aluminium-Schaft, sind teilweise nur in vorgegebenen Stufen verstellbar und nicht (dauerhaft) schwimmfähig.
  • Luftpumpe: Die Pumpe ist meistens eine billige, wenig effiziente Variante mit Einhub-Betrieb. Das bedeutet, dass du nur beim Runterdrücken Luft in das Board pumpen kannst. Im Gegensatz zu (umschaltbaren) Doppelhub-Luftpumpen verlängert sich die Pumpzeit wesentlich.
  • Rucksack: Der Rucksack der Komplett-Sets ist häufig ebenfalls aus dem günstigsten Preissegment und oft schlecht verarbeitet.

Problem #4: 10 cm SUP Boards werden meistens von branchenfremden Händlern verkauft

Wie bereits erwähnt, findet man heutzutage auch in Baumärkten und Discountern immer wieder SUP Boards im Angebot. Vor allem diese branchenfremden Händler bieten die sehr günstigen 10 cm Modelle an. Es handelt sich dabei nicht selten um billigste Ware, die in großen Stückzahlen geordert und unter eigenem Namen vertrieben wird.

Dass bei diesen Händlern die fachliche Expertise und das Know-how im Bereich von SUP Boards fehlt, dürfte jedem einleuchten. Es gibt aus gutem Grund spezialisierte und renommierte SUP-Hersteller, bei denen die Produktqualität im Vordergrund steht. Fachfremde Händler interessieren sich wenig für ein durchdachtes Gesamtpaket und hohe Verarbeitungsqualität, solange die Gewinnspanne stimmt.

Beim Thema Garantie werden diese Unterschiede mehr als deutlich. Günstige 10 cm SUP Boards findet man sehr selten mit einer Herstellergarantie, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht. 2 Jahre Gewährleistung klingt erstmal toll, allerdings musst du schon nach 6 Monaten nachweisen können, dass der Mangel von Anfang an bestanden hat…das ist praktisch unmöglich!

Spezialisierte Hersteller, die wirklich hinter der eigenen Produktqualität stehen, geben hingegen bis zu 5 Jahren Garantie auf Material und Verarbeitung (z.B. Bluefin auf das Modell Cruise). Wenn man bedenkt, dass Probleme meist nicht im ersten Jahr auftreten, kann dir eine solche Herstellergarantie bares Geld sparen.

Fazit

Die sehr günstig angebotenen 10 cm SUP Boards sind in der Regel nicht empfehlenswert. Es muss der Vollständigkeit halber erwähnt werden, dass auch namhafte Hersteller noch Modelle mit dieser Dicke vertreiben. Allerdings wird bei diesen die geringe Traglast (für Kinder und Jugendliche) in der Regel offen kommuniziert und die Boards sind viel hochwertiger aufgebaut und verarbeitet.

Erwachsene Paddler sollten die SUP Boards mit 10 cm aus den genannten Gründen eher meiden. Vor allem bei Allround-Boards hat sich die Dicke von ca. 15 cm mittlerweile als Standardwert etabliert. Die dickeren Boards sind in Sachen Stabilität, Steifigkeit und Belastbarkeit den dünneren Varianten spürbar überlegen. Wir haben bereits in einem anderen Artikel über die besten 15 cm SUP Boards geschrieben.

Vor allem die Materialqualität und die Verarbeitung der günstigen 10 cm Modelle und dem mitgelieferten Zubehör lässt sehr zu wünschen übrig und kann dir schnell den Spaß verderben. Mein Rat ist deshalb, lieber ein wenig mehr Geld in ein hochwertiges Board mit solider Dicke zu investieren. Auf Dauer lohnt sich der Mehrpreis auf jeden Fall.

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