Der Black Friday 2026 fällt auf Freitag, den 27. November.
Für Stand Up Paddler ist das ein zwiespältiger Termin. Zubehör und Elektronik werden an diesem Tag tatsächlich günstig, komplette Boards dagegen fast nie, weil Ende November niemand ein SUP kauft und der Handel seine Boardlager längst im September geräumt hat.
Dieser Artikel sagt dir, welche Rabatte am Black Friday nachweislich zustande kommen, worauf du bei SUP Angeboten achten musst und in welchen Wochen des Jahres Ausrüstung wirklich billiger ist.
Wann ist der Black Friday 2026?
Der Black Friday liegt immer am Freitag nach Thanksgiving. Thanksgiving ist der vierte Donnerstag im November.
| Tag | Datum 2026 |
|---|---|
| Thanksgiving | Donnerstag, 26. November 2026 |
| Black Friday | Freitag, 27. November 2026 |
| Small Business Saturday | Samstag, 28. November 2026 |
| Cyber Monday | Montag, 30. November 2026 |
In der Praxis ist der Freitag nur noch der Höhepunkt einer Aktionswoche. Amazon startet die „Black Friday Woche“ seit Jahren rund eine Woche vorher, viele Markenshops ziehen mit. Wer erst am Freitagabend schaut, sieht bei etlichen Artikeln bereits ausverkaufte Größen.
Der Name ist frei: die Marke Black Friday wurde gelöscht
Bis 2024 war „Black Friday“ in Deutschland eine eingetragene Wortmarke. Sie war seit 2013 beim Deutschen Patent- und Markenamt registriert, und die Inhaberin mahnte ab 2016 Händler ab, die mit dem Begriff warben.
Der Weg durch die Instanzen dauerte acht Jahre:
| Datum | Entscheidung |
|---|---|
| 26.09.2019 | Bundespatentgericht ordnet Teillöschung an (Az. 30 W (pat) 26/18) |
| 27.05.2021 | BGH bestätigt die Löschung für Werbedienstleistungen (Az. I ZB 21/20) |
| 15.04.2021 | LG Berlin: Verfall wegen Nichtbenutzung (Az. 52 O 320/19) |
| 14.10.2022 | Kammergericht Berlin ändert das Urteil teilweise ab (Az. 5 U 46/21) |
| 29.06.2023 | BGH weist die letzte Beschwerde zurück (Az. I ZR 184/22), damit rechtskräftig |
| 09.08.2024 | DPMA löscht die Marke im Register |
Praktisch heißt das: Seit August 2024 darf jeder Shop den Begriff verwenden. Die früher üblichen Umschreibungen wie „Black Week“ oder „Schwarze Woche“ waren juristische Vorsicht, keine Marketingidee.
Wie groß der Black Friday in Deutschland ist
Der Handelsverband Deutschland lässt jedes Jahr vom IFH Köln erheben, wie viel Umsatz an Black Friday und Cyber Monday zusammen erwartet wird:
| Jahr | Erwarteter Umsatz | Veränderung |
|---|---|---|
| 2023 | rund 5,8 Mrd. Euro | plus 6 Prozent |
| 2024 | rund 5,9 Mrd. Euro | auf Vorjahresniveau |
| 2025 | rund 5,8 Mrd. Euro | minus 2 Prozent |
2025 war das erste Jahr seit Beginn der Erhebung 2016, in dem der HDE einen Rückgang erwartete. Davor lagen die jährlichen Zuwächse regelmäßig bei 20 Prozent und mehr. Rund 1,6 Milliarden Euro entfallen jeweils auf vorgezogene Weihnachtseinkäufe.
Das sind Prognosen aus einer Umfrage unter rund tausend Onlinekäufern, keine gemessenen Umsätze. Eine amtliche Ist-Zahl für den deutschen Black Friday gibt es nicht.
Wie hoch die Rabatte tatsächlich ausfallen
Das ist die entscheidende Zahl, und sie ist unbequem. Wer nicht gegen die UVP misst, sondern gegen den Preis desselben Produkts vier Wochen vorher, landet im einstelligen Prozentbereich.
| Untersuchung | Basis | Durchschnittliche Ersparnis |
|---|---|---|
| idealo 2024 | über 10.000 Produkte, 100 beliebteste Kategorien | 7 Prozent, 73 Prozent der Produkte überhaupt günstiger |
| idealo 2025 | 9.733 Produkte | rund 6 Prozent, 66 Prozent günstiger |
| guenstiger.de 2022 | stark nachgefragte Produkte | 10 Prozent |
| guenstiger.de 2023 | stark nachgefragte Produkte | 5 Prozent |
| guenstiger.de 2024 | rund 240 Produkte, über 3.500 Shops | 3 Prozent, 24 Prozent der Produkte sogar teurer als im Oktober |
Bei idealo kam 2025 nur etwa jedes zehnte Produkt auf 20 Prozent Nachlass oder mehr. Smartphones lagen im Schnitt bei 2 Prozent. Bei guenstiger.de waren 62 Prozent der untersuchten Produkte im Dezember teurer als am Black Friday, im Mittel um 5 Prozent. Wer also am Black Friday nicht kauft, zahlt in der Weihnachtszeit meist drauf, ohne dass der Black Friday deswegen ein gutes Geschäft gewesen wäre.
Dazu kommt eine europäische Prüfung: Die EU-Kommission hat Ende 2025 mit den nationalen Verbraucherschutzbehörden 314 Unternehmen untersucht. 94 Prozent warben mit Rabatten, in mindestens 30 Prozent der Fälle gab es Beanstandungen. Nur knapp 40 Prozent nannten korrekte Referenzpreise, und fast jeder zweite Rabatt lief so lange, dass der angebliche Normalpreis seinen Realitätsbezug verlor.
Lohnt sich ein SUP Board am Black Friday?
In den meisten Fällen nicht, und das hat einen nüchternen Grund. SUP ist Saisonware. Der Lagerdruck bei Boards ist im November am niedrigsten, weil die Saison seit zwei Monaten vorbei ist und die neuen Modelljahre erst im Frühjahr kommen.
Was am Black Friday realistisch günstig wird:
- Elektronik: Actioncams, wasserdichte Bluetooth-Lautsprecher, Powerbanks, Smartwatches mit Wassersport-Tracking. Das sind die Zugpferde des Tages.
- Kleinzubehör: Leashes, Drybags, wasserdichte Handyhüllen, Pumpen. Hohe Stückzahl, echte Aktionspreise.
- Bekleidung aus der abgelaufenen Saison, vor allem Neopren.
- Einsteigersets im niedrigen dreistelligen Bereich, die über Amazon laufen. Diese Ware muss aus dem Lager, hier gibt es tatsächlich Nachlässe.
Was selten günstig wird:
- Aktuelle Modelle der laufenden Reihe bei Bluefin, MOAI, Red Paddle, Starboard oder Fanatic. Die Marken halten die Preise bis Februar.
- Carbonpaddel und Race-Ausrüstung. Kleine Stückzahlen, kein Lagerdruck.
Wann SUP Ausrüstung wirklich am günstigsten ist
| Zeitraum | Was passiert | Wofür geeignet |
|---|---|---|
| August bis September | Saisonende, der Handel räumt die Boardlager | bestes Fenster für ein komplettes Board-Set |
| Februar bis März | Modellwechsel, Vorjahresmodelle im Abverkauf | technisch fast identisch zum Nachfolger, spürbar billiger |
| Juni oder Juli, Prime Day | Amazon räumt vor der Hochsaison | Einsteigersets und Zubehör |
| Ende November | Black Friday und Cyber Monday | Zubehör, Elektronik, Bekleidung |
Der Prime Day 2026 lief vom 23. bis 26. Juni und damit erstmals im Juni statt im Juli. Für Wassersport ist er der relevantere Termin als der Black Friday, weil er mitten in der Saison liegt.
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Fünf Prüfschritte vor dem Klick
- Preisverlauf statt UVP. Das Produkt in einem Preisvergleich mit Verlaufsdiagramm nachschlagen. Nur ein Preis unter dem Niveau der letzten Monate ist ein Angebot.
- Modelljahr prüfen. Bei Boards steht es oft nur im Kleingedruckten. Ein reduziertes Board aus dem Vorvorjahr ist normaler Abverkauf, den es im Februar genauso gibt.
- Set gegen Einzelteile rechnen. Komplettsets werden gern über den Zubehörwert schöngerechnet. Ein Aluminiumpaddel mit angeblichem Wert von 99 Euro kostet im Handel rund 35 Euro.
- Versand und Rückgabe. Ein Board zurückzuschicken ist sperrig und teuer. Bei Anbietern ohne EU-Lager kann die Rücksendung mehr kosten als der Rabatt. Prüfe vorher, ob es überhaupt ein Lager in der EU gibt.
- Garantie lesen. Die Garantiezeiten reichen von einem Jahr bis fünf Jahren, und viele Hersteller gewähren die lange Frist nur bei Direktkauf oder nach Registrierung. Ein am Black Friday über einen Drittanbieter gekauftes Board kann deshalb weniger Garantie haben als dasselbe Board im Herstellershop.
FAQ
guenstiger.de kam für 2024 auf durchschnittlich 3 Prozent. 24 Prozent der untersuchten Produkte waren am Black Friday sogar teurer als im Oktober.
Die besseren Zeitfenster sind der Abverkauf am Saisonende im August und September und der Modellwechsel im Februar und März. Wer im November trotzdem kaufen will, sollte den Preisverlauf des konkreten Modells prüfen statt den Rabattbalken.
Bei Marken, die nur über den Fachhandel verkaufen, entscheidet der Händler. Und bei Direktimporteuren ohne EU-Lager solltest du vor dem Kauf klären, wohin eine Reklamation geht.
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