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Blog Haben SUP Boards eine Gewichtsbegrenzung?

Haben SUP Boards eine Gewichtsbegrenzung?

Wenn du dich schon ein wenig mit SUP Boards beschäftigt hast, dann ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass von den Herstellern bei den technischen Daten auch grundsätzlich eine Angabe zur Traglast des Boards genannt wird.

Manchmal findest du sogar 2 verschiedene Werte, nämlich die maximale Traglast und das empfohlene Benutzergewicht. Teilweise gehen diese Angaben weit auseinander, obwohl die Vergleichsmodelle ganz ähnliche Abmessungen haben.

Gerade für Anfänger ist es sehr schwierig, aus der Vielzahl der angebotenen Komplett-Sets für Einsteiger das passende Board zu finden. Um gute Laufleistungen zu gewährleisten, ist es dabei besonders wichtig, dass du ein für deine Größe und dein Gewicht geeignetes Board wählst.

Damit du in Zukunft in der Lage bist, die Gewichtsgrenze eines SUP Boards realistisch einzuschätzen, habe ich diesen kleinen Ratgeber für dich geschrieben. Welche Faktoren hierbei entscheidend sind und was du unbedingt beachten solltest, werde ich dir im folgenden Artikel ganz genau erklären.

Wenn du darüber hinaus noch weitere Fragen oder Anregungen zum Thema hast, kannst du mir sehr gerne einen Kommentar hinterlassen. Ich werde versuchen dir möglichst schnell zu antworten!

1. Welche Faktoren sind ausschlaggebend für die Belastbarkeit eines SUP Boards?

Die wichtigsten Merkmale eines SUP Boards, um gute Fahreigenschaften unter Belastung zu erreichen, sind eine solide Steifigkeit und hohe Auftriebswerte. Die Zielsetzung jedes aufblasbaren SUP Boards (iSUP) ist, in diesen Bereichen möglichst nahe an die Werte der Vorbilder aus festen Werkstoffen (Hardboards) heran zu kommen. Je höher die Steifigkeit und der Auftrieb sind, desto besser ist das grundsätzliche Gleitverhalten eines Boards.

Die Auftriebswerte deines SUP Boards werden, rein physikalisch betrachtet, durch das Volumen bestimmt. Je mehr Luft in dein Board passt, desto höher ist sein Auftrieb und somit die maximale Traglast. Dementsprechend haben größere Boards auch grundsätzlich eine höhere Belastbarkeit als kleinere Exemplare.

Für die Steifigkeit deines Boards ist in erster Linie die Materialauswahl und die Herstellungstechnik entscheidend. Mittlerweile wird der Kern der allermeisten SUP Boards im sogenannten „Dropstitch-Verfahren“ hergestellt. Das bedeutet, dass im Inneren sehr viele Polyesterfäden eng miteinander verwoben werden und dadurch eine hohe Festigkeit erreicht wird.

Bei der Fertigung der Außenhülle gibt es aber nach wie vor große Unterschiede. Es gibt Modelle mit einlagigem Aufbau („Single-Layer“) und qualitativ hochwertigere Ausführungen mit 2- oder sogar mehrlagigem Aufbau („Double-Layer“ bzw. „Multi-Layer“). Grundsätzlich gilt: Je mehr PVC-Schichten miteinander verklebt wurden, desto besser ist die Steifigkeit des Boards.

2. Was passiert, wenn SUP Boards zu stark belastet werden?

Das Wichtigste vorweg: Dein Board geht auch bei starker Belastung bzw. Überladung nicht kaputt. Jedoch verliert es bei steigender Beladung zunehmend seine guten Gleiteigenschaften. Um also die bestmögliche Performance aus deinem Board zu holen, ist es enorm wichtig, die Grenze der Traglast zu kennen und diese zu beachten.

Wenn du also mehr wiegst als dein Board tragen kann, sinkt es zunächst mal tiefer in das Wasser und hat dementsprechend einen wesentlich höheren Wasserwiderstand. Falls die Steifigkeit nicht hoch genug für dein Gewicht ist, hängt das Board zusätzlich in der Mitte durch und verliert im Bereich der Boardspitze (Nose) und des Hecks den Kontakt zum Wasser. Sämtliche, prinzipiell guten Laufeigenschaften sind dann dahin.

Damit ein SUP Board seine Gleiteigenschaften behält, muss der Auftrieb hoch genug sein, damit es eher über das Wasser gleitet und nicht zu tief eintaucht. Die Steifigkeit gewährleistet dabei, dass es sich nicht verformt, sondern eine gleichmäßige Auflagefläche auf dem Wasser hat. Jede Abweichung von diesen idealen Grundvoraussetzungen bedeutet spürbare Einbußen hinsichtlich des Laufverhaltens.

Bei manchen Boards wird sowohl ein Wert für die maximale Traglast, als auch für das empfohlene Benutzergewicht angegeben. Die Angabe der maximalen Traglast gibt dann Auskunft über die Grenze der Schwimmfähigkeit des Boards und der niedrigere Wert des empfohlenen Benutzergewichts bezieht sich auf den Erhalt der Laufeigenschaften.

3. Maximale Traglast von SUP Boards

Da ich aufgrund der Vielzahl der verfügbaren Boards an dieser Stelle unmöglich auf jede Variante eingehen kann, möchte ich dir die Sachlage am Beispiel der mit Abstand beliebtesten Klasse, den Allround-Boards, genauer erläutern. Bei den Allroundern liegt die gängige Länge der Boards meist im Bereich von 320 cm.

Bei diesen SUP Boards hat sich eine Traglast von ca. 80 kg als realistisch erwiesen. Voraussetzung hierfür ist aber eine Dicke von 15 cm, damit ausreichend Volumen vorhanden ist. Die Dicke von 15 cm hat sich bei vielen Typen mittlerweile, aus gutem Grund, als Standardwert etabliert.

Bedenke deshalb bitte immer, dass die Größe und somit das Volumen eines Boards grundsätzlich der wichtigste Faktor für die Traglast ist. Wenn du deutlich mehr als 80 kg auf die Waage bringst, empfehle ich dir deshalb dringend, dich für ein größeres Board mit höherem Volumen zu entscheiden! Leider sind die Angaben der Hersteller oft nicht realistisch, was mich zum folgenden Punkt bringt:

4. Richtigkeit der Angaben zur maximalen Nutzlast

Bis auf wenige Hersteller tendieren die meisten leider dazu, wesentlich übertriebene Angaben zur maximalen Traglast ihrer Boards zu machen. Als löbliche Ausnahme möchte ich hier Decathlon (Itiwit) und Bluefin nennen. Diese Hersteller treffen realistische Aussagen bezüglich der maximalen Nutzlast der angebotenen SUP Boards.

Ehrlich gesagt ist mir manchmal schleierhaft, warum die Unternehmen an dieser Stelle fast durch die Bank zu hohe Angaben machen. Wahrscheinlich versuchen sie dadurch, eine hohe Qualität zu suggerieren und versprechen sich somit eine größere Zielgruppe ihrer Produkte. Die Gefahr die Kunden zu enttäuschen, ist dabei, meiner Meinung nach, aber letztlich sehr hoch!

Egal welche Gründe dafür verantwortlich sind, empfehle ich dir prinzipiell von der angegebenen maximalen Traglast ca. ⅓ abzuziehen. Am Beispiel der genannten Allround-Boards mit 320 cm Länge erkennst du, dass dieser kleine Trick sehr hilfreich für eine realistische Einschätzung ist: Die allermeisten der angebotenen Boards dieser Klasse sind mit 120 kg Traglast beschrieben, wenn du also 40 kg (⅓) abziehst, dann landest du bei den genannten 80 kg.

Ich will damit nicht sagen, dass die Boards keine 120 kg tragen können, aber die Laufeigenschaften verschlechtern sich unter dieser Belastung mit Sicherheit immens. Wenn du also dein SUP Board zum Fahren und nicht als bessere Luftmatratze benutzen möchtest, solltest du die Angabe in den meisten Fällen um ⅓ reduzieren!

5. Die besten SUP Boards für schwere Fahrer

Um dir die Entscheidung bei SUP Boards für schwerere Paddler etwas zu erleichtern, habe ich hier einige empfehlenswerte Modelle für dich in der Übersicht:

Bluefin Cruise

ab 599,00 € 619,00 €

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Stemax Wild Dog

746,00 €

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Aztron Nebula

733,95 €

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Outzone Such die Karibik I

349,00 €

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Aqua Marina Super Trip

489,00 €

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Aqua Marina Monster SUP Board

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Fit Ocean Magic Glide

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6. Fazit

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem kleinen Ratgeber weiterhelfen, damit du das passende SUP Board für dich findest. Das Thema Traglast ist enorm wichtig, damit dein Board zu dir und deinen Bedürfnissen passt. Investiere bei diesem Punkt ruhig etwas mehr Zeit in die Recherche, bevor du dich für ein Modell entscheidest.

Lies dich durch die Rezensionen der einzelnen Boards oder schau bei uns von stand-up-paddling.org nach Board-Reviews. Wir haben jede Menge SUP Boards detailliert für dich getestet und geben dir in jeder Boardvorstellung realistische und praxiserprobte Angaben an die Hand.

Denn wenn die Traglast deines SUP Boards zu niedrig ist, wirst du Schwierigkeiten in der Benutzung haben. Angefangen bei einer zu weichen und wackligen Standfläche, bis hin zu schlechtem Gleitverhalten kann dir eine zu niedrige Belastbarkeit den Spaß am Stand-Up-Paddling ganz schön vermiesen. Lass es also erst gar nicht so weit kommen.


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