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Blog Trockenanzug mit oder ohne Füßlinge / Stiefel: Was ist besser?

Viele am Stand Up Paddling (SUP) Interessierte denken, dies sei eine sportliche Betätigung, die sich ausschließlich im Sommer, also in der warmen Jahreszeit, abspielt. Doch wie viele andere Wassersportarten auch kann man selbstverständlich auch im Herbst, im frühen Frühjahr und auch im Winter aufs Board.

Man muss nur richtig angezogen sein, nämlich warm und trocken. Dies lässt sich mit einem so genannten Trockenanzug am besten gewährleisten. Womit sich natürlich die Frage stellt, welches denn der beste Trockenanzug ist bzw. worauf beim Kauf zu achten wäre. Und dann stellt sich natürlich noch die Frage, ob man diesen mit oder ohne Füßlinge erstehen sollte.

Wissen, was wichtig ist

Die Winterausrüstung für das SUP ist sehr wichtig, da man auch an milderen Tagen auf dem Wasser schnell auskühlen kann. Wird man noch dazu nass, ist die nächste Erkältung vorprogrammiert. Deshalb sollte bei der Anschaffung eines Trockenanzuges der finanzielle Aspekt nur bedingt im Vordergrund stehen. Sicherlich sollte der Anzug das eigene Budget nicht sprengen. Aber andere Kriterien sind bei der Auswahl ganz einfach wichtiger:

  • Material
  • Passgenauigkeit
  • An- und Ausziehen
  • Wasserdichtheit
  • Design und Farbe

Schauen wir uns diese Punkte einmal genauer an.

Das Material

Für die Herstellung von SUP Trockenanzügen werden wasserdichte Materialien benötigt. Für gewöhnlich wird zu Gore-Tex, Nylon oder Polyester gegriffen. Sicherlich haben alle drei Materialien ihre Berechtigung. Doch ist Gore-Tex besonders zu empfehlen. Denn es ist extrem atmungsaktiv.

Dies schlägt sich allerdings auch im Preis nieder. Nylon-Trockenanzüge, die sich ebenfalls einer großen Beliebtheit sicher sein können, sind diesbezüglich günstiger. Sie werden aus mehreren Schichten gefertigt, was den Trockenanzügen eine große Langlebigkeit verleiht.

Die Passgenauigkeit

Die Trockenanzüge dürfen nicht zu eng sitzen. Denn es ist notwendig, dass man wärmende Unterkleidung trägt. Die Trockenanzüge selber wärmen nämlich nicht. Sie halten nur trocken! Deshalb muss ausreichend Platz für einen Trockenanzug-Unterzieher vorhanden sein, ohne dass die Beweglichkeit beeinträchtigt wird.

Grundsätzlich sollte man schauen, dass die gewählte Größe der eigenen Konfektionsgröße am nächsten kommt. Bist Du Dir nicht sicher, lass Dich von einem erfahrenen Stand Up Paddler beraten. Er kann Dir sagen, ob der Bewegungsspielraum tatsächlich ausreicht.

Ein Modell mit Füßlingen muss ein wenig anders bewertet werden als eines ohne. Denn bei Bücken oder Beugen der Knie kann der Trockenanzug ohne Füßlinge nach oben rutschen. Mit Füßlingen muss diesbezüglich ein längeres Modell eingeplant werden. Manchmal müssen einige Modelle mehr ausprobiert werden, bis es passt.

In Bezug auf die mögliche Konfektionsgröße haben es die kleinen Personen wie üblich auch hier einfacher. Denn nicht alle Hersteller produzieren auch die großen Größen.

Das An- und Ausziehen

Gerade in den kalten Monaten des Jahres möchte man sich nicht allzu lange mit dem Umziehen aufhalten müssen. Damit dies einfach und schnell vonstattengehen kann, ist ein großer Reißverschluss, entweder an der Vorder- oder Rückseite, sehr wichtig.

Sicherlich stellt dieser in Bezug auf die Dichtigkeit eine Schwachstelle dar. Allerdings konnte in jahrelanger Erfahrung festgestellt werden, dass Modelle aus Hartplastik oder Metall am besten geeignet sind. Sie überzeugen mit einer langen Lebensdauer. Auf diese Weise ist es leicht möglich, den Anzug alleine anzuziehen. Dies ist auch bei Modelle mit Füßlingen nicht anders.

Die Wasserdichtheit

Sie ist der wichtigste Punkt. Schließlich soll dieser Anzug gewährleisten, dass der SUP-Sportler nicht nass wird. Dabei ist es egal, wie lange er sich auf dem Wasser befindet. Natürlich soll er gleichzeitig aber auch nicht im Anzug schwitzen, sodass er am Ende der Tour vollkommen aufgeweicht ist.

Nicht nur das eigentliche Material, aus dem der Anzug gefertigt wurde, ist für die Wasserdichtheit verantwortlich. Auch der wasserdichte Abschluss am Hals, den Handgelenken sowie den Fußgelenken ist elementar. Optimal wäre ein Abschluss aus Neopren. Auf diese Weise ist ein sehr enges Abschließen des Anzuges möglich. Wasser kann hier nicht mehr eindringen.

Wie bereits erwähnt, ist ein Reißverschluss zwar in diesem Punkt immer eine Schwachstelle. Aber ohne ist es schwierig, den Trockenanzug anzuziehen. Zudem werden extra große Krampen verwendet, die weniger schnell verkannten.

Design und Farbe

Ein Trockenanzug ist für gewöhnlich ein Einteiler. Dieser ist mit oder ohne Füßlinge erhältlich. Beim Design sollte darauf geachtet werden, ob er genügend Bewegungsfreiraum bietet und man dennoch eine akzeptable Figur darin abgibt.

In Bezug auf die Farben sollte man sich eher für helle, grelle, auffallende und vor allem reflektierende entscheiden. Auf diese Weise wird man nicht nur im Falle eines Unfalls schneller gesehen, sondern auch während der Fahrt.

Was spricht für Füßlinge am Trockenanzug?

Der erste Vorteil liegt klar auf der Hand: Die Füße sind genau so trocken wie der restliche Körper. Und warm sind sie auch, denn man kann im Trockenanzug mit Füßlingen die Socken einfach anbehalten. Auch wird ein Rutschen in den Schuhen mit Füßlingen vermieden. Käme es zu einem Sturz, wäre die Wahrscheinlichkeit des Wassereindringens an diesem Punkt gebannt.

Leider gibt es aber auch Nachteile. Denn der Tragekomfort ist beim Füßling-Modell doch ein wenig eingeschränkt. Außerdem müssen die Anzüge zum Austrocknen vollständig umgedreht werden. Sie sind pflegeintensiver und weisen eine geringere Lebensdauer auf als Modelle ohne Füßlinge.

Es ist zu beachten, dass das Anziehen der Füßlinge immer ein wenig fummelig ist. Sollte dies kein Problem für Dich darstellen, sind die Anzüge mit Füßlingen aber bestens für Dich geeignet.

Was spricht für Trockenanzüge ohne Füßlinge?

Bei diesen Modellen kannst Du immer die Schuhe verwenden, die dem Wetter entsprechen, leichte im Sommer, warme Wintermodelle in der kalten Jahreszeit. Und wenn Du entscheidest, barfüßig zu fahren, kannst Du dies auch mit einem Trockenanzug ohne Füßlinge! Da die Füßlinge nicht umgekrempelt werden müssen, ist die Pflege des fußlosen Trockenanzuges auch recht einfach.

Kommt es zum Sturz oder einem anderweitigen Wassereinschlag, kann durch die Grenze zwischen Trockenanzug und Schuh / Stiefel immer ein bisschen Wasser eindringen. Dies kann natürlich zu feuchten / nassen Füßen führen.

Die Kostenfrage

Der durchschnittliche Preis für einen günstigen Trockenanzug liegt bei etwa 500 €. Mit Füßlingen zahlst Du immer einen höheren Preis. Da ein guter Trockenanzug durchaus eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren hatte, sollte man nicht zum günstigsten Modell greifen.

Ob Du Dich für einen Trockenanzug mit oder ohne Füßlinge entscheidest, ist neben den oben genannten Kriterien natürlich von Deinem persönlichen Empfinden abhängig.

Stören Dich nasse Füße auch über einen längeren Zeitraum nicht und hast Du keine Probleme, barfuß auf dem Board zu stehen, ist ein Modell ohne Füßlinge absolut ausreichend. Bevorzugst Du allerdings trockene Füße und einen gewissen Halt auf dem Board durch die Sohlen der Füßlinge, solltest Du nicht zögern, Dich für den Trockenanzug mit Füßlingen zu entscheiden.

Tipps: Wichtig ist auch, dass Du Deinen Trockenanzug nach der Nutzung richtig trocknest. Bei wärmeren Temperaturen kannst Du natürlich auch zu einem Neoprenanzug greifen – wann welcher Anzug gewählt werden sollte, erfährst Du hier. Einen gebrauchten Trockenanzug solltest Du definitiv nicht kaufen. Auf unserem Blog stellen wir auch die besten Trockenanzüge für SUP vor. 


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