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Blog Was zieht man unter einem Trockenanzug an?

Wenn man sich mit dem Thema Isolation beschäftigt, dann hat das meistens damit zu tun, dass der Herbst bzw. Winter vor der Tür steht. Natürlich kann man den Trockenanzug das ganze Jahr über tragen, jedoch wird das Thema rund um die Wärmeisolation besonders an kalten Tagen überlebenswichtig.

Grundsätzlich wollen wir natürlich nicht frieren, wenn wir uns auf eine Session freuend auf’s Board schwingen.

Auch wenn du ein SUP’ler bist, der schnell bzw. früher fröstelst, so können wir dich jetzt schon am Anfang des Artikels beruhigen: Der Trockenanzug ist hier genau das richtige Produkt, damit du das ganze Jahr über mit einem angenehmen Gefühl paddeln kannst.

Hält ein Trockenanzug warm?

Bei der Beantwortung der Frage, ob ein Drysuit warm ist, muss man die Antwort differenzieren. Wenn wir den Drysuit als einzelnes Produkt betrachten, kann man sagen, dass dieser grundsätzlich nicht warm ist.

Betrachtet man jedoch das Konzept eines Trockenanzugs als Ganzes, so kann man sagen, dass der Trockenanzug warm und sogar noch viel variabler als ein Neoprenanzug ist – der Drysuit ist das Chamäleon unter den SUP Anzügen.

Durch die individuelle Gestaltung der verschiedenen Layer unter dem Anzug kann man sich mit dem Kälteschutz nahezu an jede Wetterbedingung anpassen. Wenn wir den Hochsommer einmal ausklammern, so kann man behaupten, dass ein Trockenanzug ein idealer Anzug für das ganze Jahr ist.

Ein weiterer Vorteil des Drysuits ist, dass man in den kalten Jahreszeiten eine höhere Überlebenschance im kalten Wassert hat, sofern man die nachstehenden Unterziehaspekte im Sinne des Zwiebelprinzips berücksichtigt.

Damit der volle Kälteschutz und die komplette Funktionalität gegeben sind, darf der Trockenanzug keine Materialschäden aufweisen. Neben dem Material am Trockenzug selbst, solltest du auch darauf achten, dass die Manschetten am Hals, an den Füßen und an den Armen in einem Top Zustand sind.

Das „Zwiebelprinzip“

Das „Zwiebelprinzip“ kennen sicherlich viele Sportler aus dem Winterurlaub bzw. Outdoor-Bereich. Man variiert die unterschiedlichen Lagen Kleidung in der Lagenanzahl bzw. in der Materialauswahl.

Durch diese Anpassung kann man sich flexibel und ideal an die jeweiligen Wetterbedingungen anpassen. Dieses Prinzip wendet man auch beim SUP im Trockenanzug an, damit der Spaß auch weiterhin an erster Stelle stehen kann.

Wovon hängt die richtige Kleidung unter dem Trockenanzug ab?

Damit du den größtmöglichen Kälteschutz erlangst, raten wir dir, dass du ausschließlich Kleidung aus Polyester unter deinem Trockenanzug anziehst.

Würde man Kleidung aus Baumwolle verwenden, so würde dies den Körperschweiß aufsaugen und diese Feuchtigkeit nicht vom Körper wegtransportieren. Dies hätte den Abkühlungseffekt als Konsequenz, den wir natürlich vermeiden wollen.

Der Vorteil bei Polyesterkleidung ist, dass das Gewebe keine Feuchtigkeit aufnimmt bzw. diese durch das Gewebe transpirieren lässt. Die Feuchtigkeit sammelt sich also zwischen der Unterziehkleidung und dem Trockenanzug.

Kleidung unter dem Trockenanzug

Wie bereits oben genannt, bedient man sich bei der Kleidung unter dem Drysuit am Zwiebelprinzip mit mehreren Lagen, um so die Wärmeisolation individuell zu regulieren. Damit du einen Überblick erhältst, zeigen wir dir nun die verschiedenen Schichten unter deinem Trockenanzug.

Die Grundschicht:

Von der Grundschicht spricht man, wenn man die Kleidung direkt auf der Haut meint. Diese Isolierschicht sollte aus atmungsaktiver Unterwäsche aus dem Ski- und Outdoor-Bereich bestehen.

Die allgemeine Grundaufgabe dieser Schicht ist der Transport der vom Körper entstehenden Feuchtigkeit an die mittlere Schicht. Würde die Grundschicht z.B. aus Baumwolle bestehen, so würde der Feuchtigkeitstransport nicht stattfinden und es käme so zum Auskühlungseffekt während der SUP Session.

Die mittlere Schicht:

An kälteren Tagen macht es Sinn neben der Grundschicht auch eine mittlere Schicht zu tragen. Diese mittlere Schicht sollte aus einer zweiten Lage atmungsaktiver Unterwäsche bestehen. Diese Schicht verstärkt die Wärmeisolierung und verlängert somit den Ausflug auf’s Wasser.

Die äußere Schicht:

Die äußere Schicht ist an besonders kalten Tagen im Jahr von Bedeutung. Hier gibt es zwei Varianten, um einen besseren Kälteschutz zu erhalten.

Variante 1:

Man benutzt atmungsaktive Westen, um so den Körperkern vor einer Auskühlung zu schützen. Durch die Weste sichert man mit dem warmen Oberkörper, dass sowohl die Hände als auch die Füße warm bleiben.

Variante 2:

In der zweiten Variante benutzt du einen Overall als äußerste Schicht, um so deinen Kälteschutz zu maximieren. Der Vorteil an dieser Variante ist, dass diese Overalls eine wasserundurchlässige Außenschicht haben.

Da der Schweiß vom Körper über die Grundschicht durch die mittlere Schicht und durch die äußere Schicht transportiert wird, verhindert man durch die wasserundurchlässige äußere Schicht, dass die Feuchtigkeit zurückgelangen kann.

Dadurch liegt die Feuchtigkeit nun zwischen dem Overall und dem Trockenanzug. Es kann sein, dass du das Gefühl bereits kennengelernt hast – es fühlt sich so an als wenn der Trockenanzug nicht komplett wasserdicht wäre – eine Art gefühlte Feuchtigkeit.

Dies ist jedoch, sofern wirklich kein Wassereinbruch vorhanden ist, normal, da man so verhindert, dass der Körper durch den Rücktransport auskühlt.

Weitere Kurztipps:

Nachdem wir nun unseren Körper mit Wärme versorgt haben, bleibt ohne weiteren Schutz ein Wärmeverlust am Kopf, an den Händen und an den Füßen.

Da wir über unseren Kopf einen großen Teil an Körperwärme verlieren, ist es hier ratsam, dass man diesen mit einer Neoprenmütze oder einer Neoprenhaube schützt. Eine Wollmütze hat hier auch wieder den Nachteil, dass nach einem eventuellen Sturz ins Wasser, der enorme Wärmeverlust vorhanden wäre.

An den Händen sind wir relativ flexible, da wir nicht, wie z.B. andere Wassersportler, die ganze Zeit Wasserkontakt haben und so dicke Neoprenhandschuhe nehmen können. Alternativ gibt es auch hier die Möglichkeit von wasserdichten Handschuhen mit einem Unterzieher an den Händen.

Gleiches gilt für die Füße, die entweder mit dicken Neoprenschuhen und Neoprensocken warm gehalten werden können oder je nach Ausführung mit Thermosocken eine zusätzliche Schicht erhalten.

Fazit

Am Ende musst du natürlich selbst entscheiden, wie dein Kälte- bzw. Wärmeempfinden ausfällt. Grundsätzlich ist das Zwiebelprinzip die beste Variante, da du so auf die unterschiedlichen Wetterbedingungen flexibel reagieren kannst und somit deine Zeit bzw. Spaß auf deinem SUP maximierst.

Sofern du darauf achtest, dass du die richtige Unterziehkleidung verwendest und auf andere Materialien wie z.B. Baumwolle verzichtest, ist der Kälteschutz somit gewährleistet.

Unabhängig davon, ob du eine Frostbeule oder ein heimlicher Wikinger bist – du kannst die Isolation deines Trockenanzugs individuell und selbst bestimmen, indem du mehr oder weniger Lagen unter deinem Drysuit anziehst.


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