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Blog SUP Kleidung Winter: Richtige Kleidung für SUP im Winter

Viele Stand Up Paddler wissen die besondere Atmosphäre beim SUP im Winter zu schätzen.

Die Gewässer sind allgemein ruhiger und weniger von anderen privaten Wassersportfreunden besiedelt.

Auch die Luft ist im Winter noch mal eine ganz andere und man steigt nach einer ordentlichen Portion kalter Winterfrischluft ganz anders vom SUP Board als bei hohen Temperaturen.

Damit das Paddeln im Winter aber nicht zum Gesundheitsrisiko wird, muss dafür Sorge getragen werden, dass man sich beim SUP im Winter richtig kleidet.

Das gilt nicht nur, um der kalten Luft gut ausgestattet bestehen zu können, sondern auch dem äußerst kalten Wasser, was im Winter gefährlich niedrige Temperaturen erreicht.

Sollte es doch einmal zum Sturz vom SUP Board kommen, sorgt die richtige Kleidung für den sicheren Kälte- und Nässeschutz.

Warum kaltes Wasser gefährlicher ist, als es sich anfühlt

Bevor es um einzelne Kleidungsstücke geht, gehört eine Sache vorweg, weil sie die ganze Auswahl bestimmt: Nicht die Unterkühlung ist beim Sturz ins kalte Wasser das erste Problem, sondern der Kälteschock.

Unter etwa 15 Grad Wassertemperatur reagiert der Körper beim plötzlichen Eintauchen mit einem unwillkürlichen Einatemreflex und danach mit einer Minute unkontrollierter, schneller Atmung. Wer in diesem Moment mit dem Kopf unter Wasser ist, atmet Wasser ein. Das passiert unabhängig von Fitness, Schwimmabzeichen und guten Vorsätzen.

Das zweite Problem folgt wenige Minuten später: In kaltem Wasser lässt die Kraft in Händen und Armen rapide nach. Nach etwa zehn Minuten gelingt es vielen nicht mehr, sich auf ein Board zu ziehen oder eine Leine festzuhalten. Erst danach, nach einer halben Stunde und länger, wird die Unterkühlung selbst zum Thema.

Daraus folgen die drei Dinge, um die es in diesem Artikel geht: eine Kleidung, die den Kälteschock abmildert, ein Auftriebsmittel, das ohne Handgriff funktioniert, und eine Leash, die das Board bei dir hält. Das Board ist im Winter dein größter Schwimmkörper, und wer es einmal im Wind davontreiben lässt, holt es nicht mehr ein.

Und eine Regel, die keine Ausrüstung ersetzt: Im Winter paddelt man nicht allein, bleibt in Ufernähe und sagt jemandem, wohin man fährt und wann man zurück ist. Das Handy gehört wasserdicht an den Körper, nicht ins Gepäcknetz.

Der richtige Anzug für SUP im Winter

Im Winter reicht normale Sportbekleidung natürlich nicht aus. Sie hält die Kälte beim Sturz ins Wasser überhaupt nicht ab.

Schafft man es im Winter mit Sportbekleidung nicht sofort zurück aufs SUP Board, tritt ein ernstes Risiko ein.

Schafft man es trotzdem, muss man mit nasser Kleidung weiter paddeln, und der Fahrtwind kühlt einen dann schneller aus als das Wasser selbst. Mit einem Trockenanzug kann man die bequeme Sportbekleidung aber anbehalten und sich Winter-konform vor dem kalten Nass schützen.

Trockenanzug für Stand Up Paddler

Ein Trockenanzug besteht aus äußerst hochwertigen Materialien und wird über die Sportbekleidung gezogen.

Der Anzug selbst wärmt nicht, daher sollte man die Kleidung darunter entsprechend der kalten Jahreszeit wählen.

Was man drunter zieht, ist im Grunde aber egal. Die Kleidung sollte warm halten und bequem sein. Fällt man mit einem Trockenanzug ins Wasser, bleiben die Kleidung darunter und damit der Körper trocken.

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Im Halsbereich, an den Handgelenken und an den Knöcheln sind Trockenanzüge mit Neopren verarbeitet.

Damit sind sie an den empfindlichen Stellen zum einen weich und komfortabel, zum anderen, und das ist der wichtigste Aspekt, dringt hier kaum bis kein Wasser ein.

Und das unterscheidet die zwei Vertreter der Trockenanzüge leicht voneinander: die sogenannten Drysuits von den SUP Suits.

Die Neoprenbereiche sind bei Dry Suits enger als bei SUP Suits, sodass wirklich gar kein Wasser eintritt. Daher empfehlen sich Dry Suits, wenn man beim SUP grundsätzlich mit mehr Wasserkontakt rechnet, wie beim Wildwasser SUP.

Bei SUP Suits ist das Ganze nicht ganz so eng, sodass bei Wasserkontakt minimal Wasser an den Stellen eintreten kann. Die Menge ist aber derart gering, sodass hier nichts in Sachen Nasskälte zu befürchten ist.

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Neben den Trockenanzügen kann man auch zu Neoprenanzügen greifen.

Hier ist zwar nicht wirklich Platz für Sportbekleidung darunter, das ist aber auch gar nicht so gedacht. Denn Neoprenanzüge haben eine andere Funktionsweise.

Neoprenanzug für Stand Up Paddler

Anders als beim Trockenanzug wird man beim Neoprenanzug durchaus nass, wenn man ins Wasser fällt.

Die Wirkungsweise ist hier, dass sich das eingetretene Wasser durch die Körperwärme erwärmt und man damit nicht durchweg frierend unterwegs ist.

Die Neoprenanzüge liegen eng am Körper, weshalb sie vorzugsweise über wenig Bekleidung, wie Badesachen, gezogen werden.

Sie haben von ihrer Beschaffenheit her grundsätzlich einen wärmenden Effekt, daher kommt man unter Neopren auch schnell ins Schwitzen.

Und genau der Schwitzeffekt kann beim regulären Stand Up Paddeln nachteilig sein. Ist man einmal ins Wasser gefallen, bleibt der Körper nass und man paddelt den Rest der Tour in der kalten Winterluft weiter.

Neopren ist daher prinzipiell eher sinnvoll, wenn man sehr viel Wasserkontakt befürchtet, wie beim Surfen, Kite Surfen oder Wildwasser SUP.

Hier kommt der Zweck von Neopren zu einhundert Prozent zum Einsatz, weil man nicht dauerhaft bei nasser Haut nur schwitzt.

Wichtig ist dabei die Materialstärke. Ein Shorty mit 2 Millimetern, wie er im Sommer reicht, ist im Winter nutzlos. Für Wassertemperaturen um 10 Grad und darunter beginnt der sinnvolle Bereich bei 5/4 Millimetern, und dazu gehören dann auch Haube, Neoprenhandschuhe und Neoprenschuhe, weil sonst genau die Stellen auskühlen, die man zum Paddeln und zum Wiederaufsteigen braucht.

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Warme Füße beim SUP im Winter

Die Füße werden beim SUP im Winter ebenfalls schnell empfindlich kalt. Gerade die Füße bekommen durch den Seitenwechsel der Paddelzüge und kleine Spritzer über die Kanten ständig Nässe ab.

Im Winter dauert es nicht lange, bis das erste Taubheitsgefühl eintritt. Das ist mehr als unangenehm: Über die Füße läuft ein guter Teil deines Gleichgewichtssinns, und wer die Standfläche nicht mehr spürt, fällt eher ins Wasser. Genau das will man im Winter vermeiden.

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Daher, Füße nicht vergessen und sich gerade im Winter bei eisigen Temperaturen mit Neoprenschuhen oder Neoprensocken versorgen.

Beim SUP im Winter die Hände schützen

Die Hände sind beim Paddeln dauerhaft nass, weil das Wasser am Schaft entlang nach unten läuft, und dazu kommt der Fahrtwind. Nasse Haut plus Wind kühlt schneller aus als alles andere am Körper.

Das ist nicht nur unangenehm, sondern der Punkt, an dem eine Tour kippt: Klamme Finger können den Schaft nicht mehr sauber führen, und im Notfall greifen sie weder die Leash noch den Auslöser einer Schwimmboje. Handschuhe beim SUP im Winter sind daher fast ein Muss.

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Wenn nicht direkt angezogen, zumindest für den Fall im Gepäck.

Neben dem Wärmeschutz bringen Handschuhe aber auch noch den Zusatzeffekt in Form von Schutz vor Striemen oder Aufreiben mit.

Besonders im Winter sind die Hände durch die Luft trockener, was beim Paddeln in Verbindung mit Kälte schnell unangenehm werden kann.

Die beste Kopfbedeckung für SUP im Winter

Dass man den Großteil seiner Körperwärme über den Kopf verliert, ist ein hartnäckiger Irrtum. Der Kopf ist einfach das, was bei den meisten als Einziges unbedeckt bleibt, und was unbedeckt ist, kühlt aus.

Auf dem Wasser ist das trotzdem ein Thema, weil man hier nicht zwischen Häusern läuft, sondern ungeschützt im Wind steht. Und wer im Winter mit dem Kopf ins Wasser fällt, spürt den Unterschied zwischen Mütze und Neoprenhaube sofort: Die Haube dämpft genau den Kältereiz, der den Einatemreflex auslöst.

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Zum ausreichenden Wärme- und Wasserschutz gibt es verschiedene Mützen, die sich für das SUP im Winter eignen. Das können zum Beispiel Neopren oder Acryl-Oberstoffe sein. Hier die besten SUP Mützen ansehen.

Die richtige Schwimmweste für SUP Touren

Egal zu welcher Jahreszeit sollte man eine Schwimmweste für die eigene Sicherheit immer am Körper tragen. Im Winter ist sie kein Zubehör mehr, sondern die Ausrüstung, an der alles andere hängt.

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Vor allem aber im Winter kann ein Verzicht gefährlich werden. Hier sind weitaus weniger bis im Zweifel gar keine Helfer anzutreffen, die einen rettenden Notruf absetzen oder selbst Hilfe leisten können.

An dieser Stelle gehört ein Hinweis her, den viele Ratgeber unterschlagen. Eine Schwimmboje ist keine Schwimmweste. Modelle wie die Restube werden mit einer Handbewegung ausgelöst, und genau diese Handbewegung ist das, was im Kälteschock und mit klammen Fingern als Erstes ausfällt. Sie ist ein gutes Rettungsmittel für jemanden, der handlungsfähig ist, und im Winter der schwächste Punkt der Kette.

Der zweite Unterschied betrifft die Auftriebsklasse. Eine Schwimmhilfe mit 50 Newton, wie sie an Binnengewässern üblich ist, hält dich über Wasser, solange du dich selbst hältst. Ohnmachtssicher ist erst eine Rettungsweste ab 100 Newton, die den Kopf auch bei bewusstloser Person nach oben dreht. Wer im Winter allein oder weiter vom Ufer weg unterwegs ist, sollte diesen Unterschied kennen und die Entscheidung bewusst treffen.

Wer sich für einen weiter geschnittenen Trockenanzug entschieden hat und partout keine Weste tragen möchte, greift zumindest auf eine Schwimmboje zurück, und übt das Auslösen einmal an Land, bevor er es im Ernstfall zum ersten Mal versucht.

Der Hersteller Restube bietet dazu Modelle, wie beispielsweise die Restube Active, die man als eine Art Gurt an der Hüfte trägt und die in der Gefahrensituation aufgeblasen werden.

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Die Leash ist im Winter Pflicht, nicht Zubehör

Ein aufblasbares Board hat mehr Auftrieb als jede Weste. Solange es bei dir ist, hast du eine Insel; treibt es weg, hast du nichts mehr. Und es treibt schneller weg, als man schwimmen kann, weil es als Segel im Wind liegt, während der Körper fast vollständig unter Wasser hängt.

Deshalb gehört im Winter immer eine Leash ans Board, und zwar die richtige. Auf stehendem Gewässer ist die gewendelte Leash am Fußgelenk der Standard. Auf fließendem Wasser gehört sie nicht ans Bein, sondern an einen Hüftgurt mit Schnellverschluss, weil sich eine Fußleash an einem Hindernis unter Wasser verfangen kann und man sie dort mit klammen Fingern nicht mehr aufbekommt. Den Schnellverschluss einmal an Land auslösen, damit die Bewegung im Ernstfall sitzt.

Ersatzkleidung für Winter SUP Touren

Besonders beim SUP im Winter gehört Ersatzkleidung mit aufs SUP Board.

Für den Fall, dass man doch unangenehm mit dem eisigen Wasser in Berührung gekommen ist oder man sich doch zu dünn gekleidet hat, kann man auf die Zusatz- und Ersatzkleidung zurückgreifen.

Auch ein Handtuch und eine Mütze gehören dazu, und zwar in der Reihenfolge, in der man sie braucht: Nasses runter, trockenes drauf, Kopf zuerst. Wichtig ist, den Drybag auch wirklich zu verschließen, also den Rollverschluss drei Mal umschlagen und die Schnalle zu. Ein offen im Netz liegender Sack voll nasser Wäsche ist keine Ersatzkleidung. Natürlich gehört das alles wasserdicht verstaut, zum Beispiel in einer Drybag.

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Aufwärmen bei SUP Touren im Winter nicht vergessen

Im Winter steigt man naturgemäß schon etwas kälter aufs SUP Board. Was sich bei allen Temperaturen empfiehlt, erfüllt seinen Zweck beim SUP im Winter umso mehr.

Die Aufwärmung verhindert, dass man sich durch kalte und unvorbereitete Muskulatur unangenehme Zerrungen zuzieht.

Das kann vor allem im Schulter- und Rückenbereich durch die Belastung bei den Paddelzügen passieren.

Geeignet sind hier zum Beispiel langsames Schulterkreisen in beide Richtungen oder Übungen zur Schulter- und Brustkorböffnung sowie Rückendehnung.

Dazu streckt man beide Arme im Stehen langsam und gerade im 90 Grad Winkel nach hinten, geht in ein leichtes Hohlkreuz, zieht den Brustkorb nach vorne und bringt die Arme in der Gegenbewegung schließlich nach vorne wieder zusammen, während man den Rücken dabei rund macht.

Das Ganze am besten ein paar Mal wiederholen.

Proviant für die SUP Tour im Winter

Wenn man vorhat, länger unterwegs zu sein, ist Proviant im Gepäck immer eine gute Idee.

Beim SUP im Winter ist die Auswahl an ufernahen Biergärten oder praktisch gelegenen offenen Restaurants manchmal aber nicht mehr so groß wie im Sommer.

Im Winter lohnen sich hier warme Getränke wie Tee in der Thermoskanne und kleine Snacks wie beispielsweise Müsliriegel.

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FAQ

Bei regulären SUP Touren ohne bis minimalen Wasserkontakt ist man am besten mit ausreichend warmer Kleidung plus SUP Trockenanzug obendrauf unterwegs. Dazu gehören im Winter auch vorsichtshalber geeignete SUP Schuhe an die Füße, eine Mütze auf dem Kopf und SUP Handschuhe zumindest für den Fall im Gepäck. Außerdem gehören eine Schwimmweste und eine Leash unbedingt dazu. Eine Schwimmboje ist der Notbehelf, keine gleichwertige Alternative, weil sie von Hand ausgelöst werden muss.
Lassen es die Befahrungsregeln auf dem jeweiligen Gewässer in den kalten Monaten zu, steht dem SUP im Winter nichts im Weg. Ein Muss ist hier aber die richtige Kleidung, Schwimmweste und im besten Fall auch ein warmes Getränk und Ersatzkleidung im Gepäck.
Der Kalender ist dafür der falsche Maßstab, die Wassertemperatur der richtige. Als Faustregel gilt: Unter 15 Grad Wassertemperatur gehört Kälteschutz an den Körper, egal ob draußen die Sonne scheint und der See voll ist.

Praktisch heißt das, dass ein Trockenanzug oft bis weit in den Mai hinein sinnvoll ist. Binnenseen brauchen nach dem Winter Wochen, um sich aufzuwärmen, und ein warmer Apriltag ändert an acht Grad Wassertemperatur nichts. Wer sich unsicher ist, hält vor dem Ablegen die Hand hinein: Wenn es weh tut, ist es zu kalt für Badehose.

Fazit

Im Winter mit dem SUP Board auf dem ruhigen Wasser und in der besinnlichen Natur unterwegs zu sein ist wirklich toll.

Auch, wenn man an Land im Winter aber manchmal gar nicht das Gefühl hat, dass es wirklich unangenehm kalt ist, kann es das auf dem SUP Board aber sehr schnell werden.

Nicht nur die kalte Luft, vor allem das eisig kalte Wasser erfordern ein paar Vorkehrungen in Sachen Kleidung und Equipment mehr, um die Sicherheit auch im Winter zu garantieren und sich keinem Gesundheitsrisiko auszusetzen.


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