Gladiator WindSUP 10’7 SC Test
Das Gladiator WindSUP 10’7 SC ist die kleinere Ausgabe des WindSUP Konzepts: ein Allroundboard mit Mastfuß, an dem sich ein Windsurf-Rigg montieren lässt.
Mit 328 x 81 x 12 cm ist es kürzer, schmaler und dünner als das 11’6 SC. Damit ist es das handlichere Board von beiden, trägt dafür weniger.
Wer es kauft, kauft in erster Linie ein normales Allroundboard und nimmt die Segeloption als Zugabe mit. In dieser Reihenfolge macht das Modell Sinn.
In diesem Testbericht steht, was das Board leistet, wo die Grenzen liegen und wann sich das größere Schwestermodell mehr lohnt.
Wenig Zeit? Hier ist das Wichtigste
Das WindSUP 10’7 SC ist ein klassisches Allroundformat. 328 cm Länge und 81 cm Breite sind die Maße, mit denen die meisten Menschen ihr erstes Board fahren, und sie funktionieren aus gutem Grund: stabil genug zum Lernen, kurz genug zum Wenden.
Die Dicke von 12 cm ist der auffälligste Unterschied zum größeren Modell mit 15 cm. Weniger Dicke heißt weniger Auftrieb, aber auch eine tiefere Standposition und damit ein ruhigeres Fahrgefühl.
Die Traglast liegt bei 120 kg. Das reicht für einen Fahrer samt Ausrüstung, nicht aber für zwei Erwachsene.
Gebaut ist das Board doppellagig in Fusion-Bauweise mit 1000 Denier Gewebe, zugelassen bis 26 PSI. Gladiator gibt 36 Monate Garantie.
Im Set sind Paddel, Pumpe, Leash, Rucksack, Reparaturset und zwei US-Box-Finnen. Rigg, Mastfuß und Kajaksitz kommen separat.
- handliches Allroundmaß mit zusätzlicher Windsurf-Option
- doppellagige Fusion-Bauweise mit 1000 Denier Gewebe
- 36 Monate Garantie ab Werk
- zwei abnehmbare US-Box-Finnen
- Kajaksitz montierbar
- günstiger als das 11’6 SC bei gleicher Grundidee
- Rigg, Mastfuß und Kajaksitz sind nicht enthalten
- 120 kg Traglast, damit kein Board für zwei Personen
- 12 cm Dicke geben unter Segel weniger Reserve als 15 cm
Das Gladiator WindSUP 10’7 SC im Überblick
Im zweiten Teil des Berichts gehen wir auf Bauweise, Traglast, Segelbetrieb und Fahreigenschaften ein. Danach folgen die häufigsten Fragen.
Falls deine Frage offen bleibt, hinterlasse gerne einen Kommentar. Wir antworten so schnell wie möglich.
Produktspezifikationen
| Boardtyp | Aufblasbar |
| Marke | Gladiator |
| Skill | Anfänger, Fortgeschrittene |
| Preiskategorie | durchschnittlich |
| Einsatzgebiet | SUP-Windsurf, Allround |
| Maximales Paddlergewicht | bis 120 kg |
| Länge | 328 cm (10’7″) |
| Breite | 81 cm (32″) |
| Dicke | 12 cm (4,75″) |
| Volumen | 245 Liter |
| Gewicht | 9,5 kg |
| Maximaldruck | 26 PSI |
| Garantie | 36 Monate |
| Zubehör | Rucksack, Paddel, Leash, zwei US-Box-Finnen, Pumpe, Reparaturset |
Bauweise
Die Konstruktion ist doppellagiges PVC in Fusion-Bauweise auf einem Gewebe mit 1000 Denier. Die Denier-Angabe beschreibt die Feinheit der Fäden im Trägergewebe. Ein höherer Wert steht für dickere Fäden und damit für ein robusteres, aber auch schwereres Tuch.
1000 Denier ist ein solider Wert für Boards dieser Preisklasse. Er erklärt, warum das Board Kies und Steg verträgt, ohne dass sofort etwas nachgibt.
Fusion heißt hier wie bei allen Gladiator Modellen: Die zweite Lage wird unter Wärme aufgebracht statt geklebt. Das Ergebnis ist leichter und dauerhafter als eine reine Klebeverbindung.
Mit 12 cm Dicke bleibt das Board unter dem Maß des 11’6 SC. Das ist beim reinen Paddeln kein Nachteil, im Gegenteil: Ein dünneres Board liegt tiefer im Wasser und fühlt sich stabiler an. Unter Segel fehlt dafür etwas Reserve, weil das Rigg zusätzliches Gewicht an einer einzigen Stelle einbringt.
Der zulässige Druck von 26 PSI ist großzügig. Für den Segelbetrieb sollte man das Board fester aufpumpen als beim Paddeln, 18 PSI sind eine gute Größe.
Traglast
Gladiator gibt 120 kg als Maximum an. Das ist für ein Board dieser Größe ein normaler Wert und deckt den allergrößten Teil der Fahrer ab.
Beim Segelbetrieb zählt das Rigg mit. Ein Einsteigersegel samt Mast und Gabelbaum bringt sechs bis acht Kilogramm auf die Waage. Ein Fahrer mit 90 kg ist damit schon nah an der Grenze.
Als Board für zwei Personen ist es nicht gedacht. Wer das braucht, nimmt das 11’6 SC mit 140 kg oder ein reines Tandemboard.
Einsatzgebiete und Fahreigenschaften
Als Allroundboard macht das 10’7 SC alles, was man von diesem Format erwartet. Es dreht willig, es lässt sich auf engem Wasser bewegen, und es verzeiht Fehler beim Stehen.
Die 328 cm sind kurz genug, um auf kleinen Seen und in Kanälen Freude zu machen. Für lange Strecken fehlt der Geradeauslauf, den ein Touringboard mit 381 cm mitbringt. Wer regelmäßig mehr als eine Stunde am Stück paddelt, merkt das.
Unter Segel ist es ein Lernboard mit Grenzen. 81 cm Breite geben ausreichend Stand, um das Segel aufzuholen, aber das größere 11’6 SC mit 86 cm ist dabei merklich ruhiger. Wer weiß, dass Windsurfen der Hauptzweck sein wird, sollte das breitere Board nehmen.
Für gelegentliche Segeltage auf einem See mit drei bis vier Windstärken reicht das 10’7 aus. Alles darüber ist bei einem aufblasbaren Board dieser Größe kein Vergnügen mehr.
Die zwei US-Box-Finnen halten die Spur in beiden Betriebsarten. Beim Segeln verhindern sie das seitliche Wegrutschen, das ohne Finnen sofort einsetzt.
Material und Gewicht
Die Außenhaut besteht aus zwei PVC-Lagen auf einem 1000 Denier Träger. Das ist die haltbare Variante, und sie ist der Grund, warum solche Boards nach Jahren noch dieselbe Steifigkeit haben.
Das Boardgewicht liegt laut Gladiator bei 9,5 kg. Das ist derselbe Wert wie beim größeren 11’6 SC, denn das kürzere Board ist zwar kleiner, aber genauso doppellagig aufgebaut. Wer nach dem Tragegewicht entscheidet, findet hier also keinen Unterschied, wohl aber beim Packmaß.
Die 36 Monate Garantie sind für ein aufblasbares Board ein guter Wert. Zwei Jahre sind die gesetzliche Norm, drei sind ein Bekenntnis des Herstellers zur eigenen Verklebung.
Design
Das Deckpad reicht über den größten Teil der Standfläche und ist strukturiert, damit der Fuß auch nass hält. Beim Segeln ist das keine Nebensache: Dort steht man quer zur Fahrtrichtung und mit deutlich mehr seitlicher Kraft als beim Paddeln.
Die Mastfußaufnahme sitzt mittig und ist verstärkt eingelassen. Im Paddelbetrieb ist sie flach genug, um nicht zu stören.
Verarbeitung
Die beiden US-Boxen sind eingeklebt und verschraubt, nicht gesteckt. Ersatzfinnen sind überall verfügbar, weil das System aus dem Surfsport stammt.
Die D-Ringe sind aufgeschweißt. Sie tragen das Gepäcknetz, die Leash und wahlweise den Kajaksitz.
Für den Mastfuß gilt dasselbe wie beim großen Modell: Ein Fuß mit Kardan-Gelenk gehört dazu. Ein starrer Fuß leitet jeden Ruck direkt in die Verklebung, und genau dort will man keine Punktlast.
Weitere Features
- Mastfuß-Aufnahme: Verstärkt und mittig eingelassen, für gängige Windsurf-Riggs.
- Kajaksitz-Halterung: Über D-Ringe auf dem Deck, Sitz separat erhältlich.
- Zwei US-Box-Finnen: Abnehmbar und verschraubt.
- Gepäcknetz am Bug: Spanngurt über vier D-Ringe.
- Zentraler Tragegriff: Gepolstert, in der Mitte des Decks.
Zubehör
- SUP Rucksack: Nimmt Board, Pumpe und Paddel auf.
- Verstellbares Paddel: Dreiteilig und zerlegbar, in der Länge anpassbar.
- Leash: Knöchelleine für den Paddelbetrieb, am Heck-D-Ring zu befestigen.
- Doppelhub-Pumpe: Mit Manometer und Umschaltung auf Einzelhub.
- Reparaturset: Patches, Kleber und Ventilschlüssel.
- Nicht enthalten: Windsurf-Rigg, Mastfuß und Kajaksitz.
Anschaffungskosten
Das Set liegt aktuell bei 479 Euro und damit nur zehn Euro unter dem größeren 11’6 SC. Das ist der schwierigste Punkt an diesem Modell.
Bei zehn Euro Unterschied entscheidet nicht der Preis, sondern der Zweck. Wer vor allem paddelt und ein handliches Board mit gelegentlicher Segeloption sucht, nimmt das 10’7. Wer ernsthaft Windsurfen lernen oder zu zweit fahren will, nimmt das 11’6.
Als reines Allroundboard ohne Segelambitionen ist es zu teuer. Dafür gibt es günstigere Boards ohne Mastfuß, etwa in der Origin Serie.
FAQ
Hier beantworten wir die häufigsten Fragen zum Gladiator WindSUP 10’7 SC. Ist deine Frage nicht dabei, schreib uns einen Kommentar.
Fazit
Das Gladiator WindSUP 10’7 SC ist ein gut gebautes Allroundboard mit einer zusätzlichen Möglichkeit. Doppellagige Fusion-Bauweise, 1000 Denier Gewebe und 36 Monate Garantie sind ordentliche Werte für diese Klasse.
Der schwierige Punkt ist der Abstand zum größeren Schwestermodell. Zehn Euro Preisunterschied bei deutlich mehr Board sprechen in den meisten Fällen für das 11’6 SC, sofern das Mehrgewicht beim Tragen keine Rolle spielt.
Für alle, die ein wendiges Board für kleines Wasser wollen und den Mastfuß nur ab und zu nutzen, ist das 10’7 aber genau richtig dimensioniert.
Die weiteren Modelle stehen in unserer Übersicht der Gladiator Boards.
Gladiator WindSUP 10.7 Alternativen
Einige SUP Boards schnitten in unserem SUP Board Test besonders gut ab und sind daher sehr gute Alternativen zum Gladiator WindSUP 10.7.
| Platz 1 | Platz 2 | Platz 3 | |
|---|---|---|---|
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis 2024
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Bestes günstiges SUP Board 2024
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Bestes günstiges SUP Komplettset 2024
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| Modell | Bluefin Cruise | Decathlon Itiwit X100 11′ | Goosehill Sailor |
| Typ | Aufblasbar | Aufblasbar | Aufblasbar (iSUP) |
| Marke | Bluefin | Decathlon | Goosehill Sport |
| Skill | Einsteiger, Fortgeschrittene | Einsteiger | Anfänger |
| Einsatzgebiet | Allround, Touring | Touring | Allround-Board (Allrounder) |
| max. Paddlergewicht | 9.8: 70 - 80 kg | 10.4: 80 - 90 kg | 10.8: 100 - 110 kg | 12.0: 120 - 130 kg | ca. 120 kg | ca. 100 kg |
| Länge | 295 cm (9'8") | 315 cm (10'4") | 325 cm (10'8") | 366 cm (12'0") | 335 cm (11') | 320 cm (10'6") |
| Breite | 9'8: 76 cm (30") | 10'4: 79 cm (31") | 10'8 + 12': 82 cm (32") | 86,5 cm (34") | 81 cm (32") |
| Gewicht | 9,18 kg (9'8) | 10,41 kg (10'4) | 11,2 kg (10'8) | 12,38 kg (12') | 10,5 kg | 9,58 kg |
| Zubehör | Handbuch (Deutsch), SUP Rucksack, 3-teiliges Glasfaser-Paddel, 3 abnehmbare Finnen (Smartlock-System), umschaltbare Doppelhub-Luftpumpe mit Druckanzeige (Manometer), Coiled-Leash (spiralförmige Sicherungsleine), wasserdichte Handyhülle, Repairkit | Anleitung, Rucksack, abnehmbare Einzelfinne (Stecksystem), Leash (Sicherungsleine), Reparaturflicken und Ventilschlüssel | SUP Rucksack, 3-teiliges und stufenlos verstellbares Paddel, umschaltbare Doppelhub-Luftpumpe, abnehmbare Mittelfinne (Stecksystem), Coiled-Leash (spiralförmige Sicherungsleine), Repairkit inkl. Ventilschlüssel |
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Alternative #1: Bluefin Cruise
Das Bluefin Cruise hat uns auf ganzer Linie überzeugt.
Das Board ist erstklassig verarbeitet, extrem steif und kommt in einem umfangreichen Set mit viel hochwertigem Zubehör. Besonders das leichte Paddel aus Fiberglas fällt positiv auf.
Das Highlight ist allerdings die unglaubliche fünfjährige Garantie, die Bluefin auf das Cruise 10'8 gibt.
Mehr Informationen zum Bluefin Cruise findest du hier
Alternative #2: Decathlon Itiwit X100 11'
Auch eine tolle Wahl sind die Decathlon Boards.
Die Itiwit SUPs sind von richtig guter Qualität und kosten wenig Geld.
Im Lieferumfang ist aber wenig Zubehör enthalten. Wer schon Pumpe und Paddel hat (oder sich diese organisieren kann), fährt mit dem Einsteiger SUP Decathlon Itiwit X100 11′ am besten.
Mehr Informationen zum Decathlon Itiwit X100 11' findest du hier
Alternative #3: Goosehill Sailor
Wer nach einem günstigen SUP Komplettset sucht, sollte sich hingegen das Goosehill Sailor anschauen.
Das breit gebaute Board bietet viel Stabilität.
Vor allem für Gelegenheitspaddler und Familien kommt das kostengünstige Sailor in Frage.
Mehr Informationen zum Goosehill Sailor findest du hier
Ähnlich getestet: Gladiator WindSUP 11’6 SC, Gladiator Origin 12’6, Gladiator ONE Kid 10’6







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