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Blog SUP gegen Strom: 11 Tipps für Stand Up Paddling & Strömung

SUP gegen den Strom: 11 Tipps für Stand Up Paddling & Strömung

Gegen den Strom zu schwimmen ist nicht nur beim Stand Up Paddling eine mühselige Angelegenheit. Vor allem auf Fließgewässern und in Küstenabschnitten sind starke Strömungen eher die Regel als die Ausnahme. Aber auch ein ruhiger See kann sich an windigen Tagen in eine reißende Diva verwandeln.

Damit das kein Kampf gegen Windmühlen wird, gibt es einiges zu beachten. Abgesehen von den grundlegenden SUP Sicherheits-Tipps, die natürlich auch bei Strömungen gelten, geben wir dir hier einige zusätzliche Ratschläge, damit du auch bei dieser Herausforderung immer die Oberhand behältst und vor allem sicher an dein Ziel kommst.

Tipp 1: Das beste Board bei Strömung

Wenn du in deinen SUP-Revieren häufig mit stärkeren Strömungen konfrontiert bist, dann solltest du das schon bei der Auswahl des passenden Boards miteinkalkulieren. Kurze und breit geschnittene Modelle haben bei diesen Bedingungen glasklare Vorteile.

Zum einen ist eine hohe Grundstabilität sehr wichtig und zum anderen habe kürzere Boards wesentlich weniger seitliche Angriffsfläche und lassen sich leichter drehen bzw. zielgenauer steuern.

Spezialisierte Whitewater-Boards sind auf diese Bedingungen perfekt zugeschnitten, aber auch jeder andere kompakte Boardtyp hat im Vergleich zu langen Modellen die besseren Fahreigenschaften für das Paddeln in Strömungen. Die besten Whitewater Boards ansehen.

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Tipp 2: In Ufernähe gegen die Strömung paddeln

Aus zwei Gründen ist die Nähe des Ufers beim Paddeln gegen die Strömung entscheidend:

  1. Meistens sind die Strömungsbereiche in Ufernähe weniger stark ausgeprägt, vor allem die Fließgeschwindigkeit ist hier oft deutlich niedriger.
  2. Falls doch mal etwas schiefgehen sollte und du ins Wasser fällst, ist es von Vorteil, wenn du nur eine kurze Strecke bis ans rettende Ufer zurücklegen musst.

Tipp 3: Hardboard oder iSUP gegen den Strom?

Damit dein Board solide und kippstabil im Wasser liegt und sich auch in Strömungen gut steuern lässt, ist die Steifigkeit enorm wichtig. In diesem Punkt sind Hardboards mit ihrer Konstruktion aus festen Werkstoffen natürlich das Maß der Dinge.

Moderne und hochwertige, aufblasbare SUP Boards (iSUPs) sind aber mittlerweile ebenfalls sehr fest und belastbar. Ein weiterer Faktor der aber ebenfalls für die Hardboards spricht, ist die geringere Dicke, somit ist die seitliche Angriffsfläche deutlich geringer.

Tipp 4: Bei Wind im Knien oder Liegen SUPen

Starker Wind führt oft auf Stillgewässern zu vermehrten Strömungen und Gegenwind kann dich schnell die letzten Kraftreserven kosten. Um den Widerstand in diesen Situationen zu reduzieren, musst du deine eigene Angriffsfläche möglichst stark reduzieren.

Bei mäßigem Wind kann es bereits ausreichen, wenn du deine Körperhaltung etwas mehr nach vorne beugst bzw. etwas mehr in die Knie gehst.

Je stärker der Wind aber bläst, desto mehr musst du deinen Schwerpunkt in Richtung Board verlagern. Im Knien hast du eine gute Stabilität und kannst dein Paddel noch nutzen. Falls du dafür noch Zeit hast, solltest du das Paddel kurz einstellen, falls nicht, umfasst du es mit beiden Händen auf der passenden Höhe des Schafts.

Wenn das aber auch nicht mehr ausreicht, dann bleibt dir nur noch die Bauchlage, in der du deine Hände als Paddel nutzt (“Prone-Paddling”).

Das SUP Paddel musst du dann aber am Board sichern, nutze dafür falls vorhanden den Paddelhalter oder das Gepäcknetz. Wenn dein Board nichts davon besitzt, kannst du es auch einfach unter deinem Körper fixieren, indem du dich darauflegst.

Das Stand Up Paddling bei Wind hat ganz besondere Herausforderungen zu bieten, deshalb findest du hier einen eigenen Ratgeber zu diesem Thema.

Tipp 5: Paddel-Stil bei Strömungen

Beim Paddeln auf ruhigen Strecken versuchen wir ja meistens sehr raumgreifende Paddelzüge zu setzen, um möglichst gut ins Gleiten zu kommen. Das ist in Strömungen aber der falsche Weg.

Kurze und kräftige Schläge mit schnellem Rhythmus sind hier besonders wichtig, um in der Phase zwischen 2 Zügen (“Recovery”) nicht zu weit abgetrieben zu werden.

Tipp 6: Gewässerkenntnis nutzen

Vor allem bei sehr herausfordernden Bedingungen und dazu zählen Strömungen zweifellos, ist es wichtig, dass du im Vorfeld möglichst viele Informationen über ein Gewässer, dessen Struktur und Eigenheiten in Erfahrung bringst. Nutze dafür jede Quelle, die du finden kannst.

Auf unseren SUP Karten findest du beispielsweise wertvolle Informationen zu vielen SUP Spots in Deutschland, Österreich und der Schweiz! Plane deine Strecke genau und bedenke dabei auch immer das “worst-case Szenario”.

Mögliche Ausstiegspunkte sind dabei besonders wichtig, damit du auch in der Lage bist, deine SUP Tour abzubrechen, wenn es doch mal zu gefährlich oder zu anstrengend wird.

Tipp 7: Die Strömung “lesen” und umsichtig Paddeln

In den allermeisten Fällen zeigen sich Strömungen bereits an der Wasseroberfläche, so dass du mit etwas Erfahrung ohne Probleme ruhige und gefährliche Zonen unterscheiden kannst.

Vor allem auf Fließgewässern gibt es einige brenzlige Phänomene (Strudel etc.), denen du durch gezielte Richtungswechsel frühzeitig aus dem Weg gehen kannst.

Außerdem solltest du immer vorausschauend und umsichtig Paddeln, damit du Hindernisse rechtzeitig erkennst und nicht von der Strömung darauf zu getrieben wirst.

Tipp 8: Schwimmweste für SUP gegen den Strom

Die Gefahr des Kenterns ist bei starken Strömungen ungleich größer. Deshalb solltest du am besten immer eine Rettungsweste tragen. Im Gegensatz zu einer Schwimmweste haben diese Modelle einen deutlich höheren Auftrieb und halten deinen Kopf sogar bei einer möglichen Ohnmacht über Wasser.

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Eine weitere Möglichkeit, um deine Sicherheit in starken Strömungen zu erhöhen sind die Restubes. Diese kleinen und trotzdem sehr starken Auftriebskörper kannst du in einer kleinen Tasche an der Hüfte tragen.

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Im Bedarfsfall musst du nur die Leine ziehen und der Restube bläst sich binnen Sekunden mit Hilfe einer CO²-Gaskartusche automatisch auf.

Tipp 9: Leash mit Notfallauslöser für SUP in Strömung

Eine Leash (Sicherungsleine) gehört grundsätzlich zur standardmäßigen Sicherheitsausrüstung. In starken Strömungen sind sie allerdings mit Vorsicht zu genießen und können sogar lebensgefährlich werden.

Wenn sich dein Board oder die Leash selbst irgendwo verfängt und du mit der Strömung abtreibst, kann es passieren, dass du unter Wasser gedrückt wirst und dich nicht mehr befreien kannst.

Für diesen Zweck gibt es deshalb spezielle Leashs mit Notfallauslöser(Quick-Release). Diese Modelle werden mit einem Gurt um die Hüfte befestigt. Im Notfall kannst du sie mit einer Hand problemlos und schnell öffnen.

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Tipp 10: Handy für Notfälle mitnehmen

Grundsätzlich ist dieser Tipp absolut allgemeingültig. Denn es empfiehlt sich immer ein Handy parat zu haben, um im Zweifelsfall Hilfe rufen zu können. Achte darauf, dass du es wasserdicht verpackst, im Handel gibt zahlreiche sehr gute Hilfsmittel dafür.

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Außerdem solltest du sicherstellen, dass der Akku möglichst voll geladen ist und die Ortung (“Standort”) eingeschaltet ist. Denn es gibt leider auch Fälle, in denen du nicht mehr in der Lage bist selbstständig einen Notruf abzusetzen.

Tipp 11: Gemeinsam paddeln

Davon abgesehen, dass Stand Up Paddling zu zweit oder in der Gruppe wesentlich mehr Spaß macht, ist Gesellschaft immer noch die beste Lebensversicherung. Ihr könnt aufeinander aufpassen und euch im Ernstfall gegenseitig helfen.

Das Paddeln in Strömungen ist ohne Frage gefährlich als bei ruhigen Bedingungen, deshalb ist es umso wichtiger, dass du im Notfall nicht alleine bist.

Wenn du dich dennoch dazu entscheidest, auf eigene Faust durch die Fluten zu steuern, dann erzähl auf jeden Fall einer Vertrauensperson von deinen genauen Plänen und melde dich am besten vor und nach deiner Session bei ihr. Du kannst sogar deinen Standort teilen, um im Notfall schneller gefunden zu werden.

Auch in diesem Fall ist ein Handy in einer wasserdichten Handyhülle und mit eingeschalteter Ortung (“Standort”) das Mindeste was du für deine Sicherheit tun solltest!

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Ja, mit dem richtigen Equipment (passendes Board, Sicherheitsausrüstung etc.) kann das sogar richtig Spaß machen. Bei SUP Touren auf langsam fließenden Flüssen ist es sogar eher die Regel, dass der Hin- oder Rückweg dich stromaufwärts führt. Gegen den Strom zu paddeln ist aber immer wesentlich anstrengender, deshalb solltest du deine Grenzen kennen, deine Fähigkeiten nicht überschätzen und dich keinesfalls in gefährliche Situationen bringen. Zu Trainingszwecken bevorzugen sportlich ambitionierte Paddler sogar das Fahren gegen den Strom, da durch die höhere Belastung das “Workout” deutlich intensiver wird. Mehr erfahren.
Das lässt sich nur schlecht verallgemeinern, denn Strömung ist nicht gleich Strömung. Auf gemächlich dahinfließenden Flüssen ist die Herausforderung z.B. nicht so groß, wie im Wildwasser-Bereich. Prinzipiell bedeutet das Paddeln bei Strömung aber immer zusätzliche Gefahren, deshalb solltest du die Basics des Stand Up Paddlings auf jeden Fall sicher beherrschen, bevor du dich in reißende Fluten begibst. Für Anfänger sind immer ruhige Gewässer die besten Übungsplätze, um die grundlegenden Fähigkeiten (Balance halten, richtiger Paddelschlag etc.) ausgiebig zu trainieren. Mehr erfahren.
Eine Leash (Sicherungsleine) ist grundsätzlich auch beim Paddeln in Strömungen empfehlenswert. Allerdings gibt es hierfür spezielle Modelle mit Notfallauslöser (Quick-Release), die du im Ernstfall auch schnell loswerden kannst. Lieber dein Board verlieren, als dein Leben! Denn mit einer normalen Leash besteht die Gefahr, dass sie oder das Board sich irgendwo verfangen können und du mit der Strömung abgetrieben wirst. Im schlimmsten Fall kannst du so unter Wasser gezogen werden und es besteht unmittelbar Lebensgefahr! Mehr erfahren.

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