Skip to main content
#1 größte SUP Seite in Deutschland
300+ SUP Board Tests
Mehr als 4.000 Youtube Abonnenten

Blog SUP bei Wind: 8 Tipps für sicheres Stand Up Paddling

Stell dir vor, du gleitest entspannt auf deinem SUP Board über das Wasser, und plötzlich zieht Wind auf.

Kannst du weiterhin sicher paddeln?

Keine Panik!

In unserem Artikel erwarten dich 8 Tipps für Stand Up Paddling bei Wind.

Mit diesen Ratschlägen wirst du auch bei windigen Bedingungen souverän auf dem SUP Board unterwegs sein.

Tipp 1: Leash nutzen

Die Leash ist eines der wichtigsten Hilfsmittel, um die Sicherheit beim Stand Up Paddling zu erhöhen.

Am Heck des SUP Boards angebracht, verbindet sie den Paddler per Knöchelmanschette mit dem SUP Board und sorgt so jederzeit für eine sichere Verbindung zwischen Fahrer und Board. Auf stehendem Gewässer gehört sie ans Fußgelenk. Auf Flüssen und überall dort, wo Strömung steht, ist stattdessen eine Hüftleash mit Schnellverschluss Pflicht, die du im Notfall mit einer Hand öffnest. Eine am Knöchel verhakte Leine im fließenden Wasser ist lebensgefährlich.

Sollte man also einmal versehentlich ins Wasser stürzen, treibt das SUP Board nicht weg und man kann sich wieder zurück retten. Eine Leash sollte bei allen Wetter- und Paddelverhältnissen genutzt werden.

Vor allem aber bei Wind und der Gefahr, die Balance zu verlieren, ist sie besonders wichtig.

Meine Empfehlung

FLOWERUN Surf Leash 5mm für SUP,
Mit dem Link kaufst du zum gleichen Preis ein, aber wir erhalten eventuell eine Provision.

Tipp 2: Im Knien paddeln

Wenn Wind aufkommt und man nicht ausreichend Sicherheit im Stehen auf dem SUP Board hat, sollte man sofort in die Knie gehen. Der Wind hat damit eine geringere Angriffsfläche, man hat mehr Halt und ist damit sicherer unterwegs.

Wichtig ist dabei zu beachten, dass man sich bis wie im Stehen auch bis mittig auf dem SUP Board platziert, um nicht zu kippen. Sollte das SUP Board einen Tragegriff in der Mitte des Decks haben, ist dieser ein guter Anhaltspunkt.

Die Knie befinden sich dann rechts und links von diesem. Dabei können die Knie auch ruhig etwas weiter auseinander platziert werden, der Schritt also etwas größer sein.

So erhöht man das Gleichgewicht auf den Knien zusätzlich. Wer ein höhenverstellbares Paddel hat, kürzt es im Knien um etwa 15 bis 20 Zentimeter. Bei einem festen Paddel rutschst du mit der oberen Hand einfach vom Griff auf den Schaft. Beide Hände nebeneinander an den Schaft gehören sie nicht, damit verlierst du die Kontrolle über das Blatt.

Wird auch das Paddeln auf den Knien zu unsicher, kann man sich hinsetzen, also den Po einfach auf den Fersen ablegen.

Sollte diese Position weiterhin zu unsicher sein, kommt man in der Extremsituation vom Sitzen schließlich in eine Liegeposition, um die Angriffsfläche des Winds nochmals zu verringern und das Gleichgewicht besser zu verteilen.

Dabei ist es ratsam, die Bauchlage der Rückenlage vorzuziehen, um die Umgebung im Blick und mehr Kontrolle über den eigenen Körper zu haben.

Zudem kann man sich aus der Bauchlage heraus auch besser rechts und links an den Seitenwänden des SUP Boards festhalten.

Tipp 3: Windschutz suchen

Sollte Wind beim Stand Up Paddling kommen, kann man auf dem Gewässer nach einem natürlichen Windschutz suchen.

Grundsätzlich ist es ratsam, nicht so weit vom Ufer weg zu paddeln, da dort der Wind nicht so stark ist wie in den freieren Gebieten auf dem Wasser.

Außerdem bieten Bäume in Ufernähe einen guten Windschutz. Hier muss darauf geachtet werden, dass man sich auf der richtigen Seite befindet, dass diese auch den Schutz in der entsprechenden Windrichtung bieten.

Tipp 4: Ablandigen Wind erkennen

Das ist der Punkt, an dem aus einem windigen Nachmittag ein Notfall wird. Ablandiger Wind weht vom Ufer aufs offene Wasser hinaus. Am Einstieg merkst du davon fast nichts, das Wasser dort ist glatt und geschützt, und hinaus geht es fast von allein. Erst weiter draußen steht der Wind voll, und dann musst du dieselbe Strecke dagegen zurück, mit müden Armen.

So erkennst du ihn, bevor du auf dem Wasser bist: Wenn das Wasser direkt am Ufer spiegelglatt ist und weiter draußen Schaumkronen stehen, weht der Wind ablandig. Auch Fahnen, Rauch und die Richtung, in die sich Schilf oder Bäume neigen, verraten es in Sekunden.

Zwei Regeln folgen daraus. Erstens: Paddel die erste Hälfte der Tour immer gegen den Wind, dann hast du ihn zurück im Rücken, wenn die Kraft nachlässt. Zweitens: Bei ablandigem Wind bleibst du auf einem See in Ufernähe und paddelst parallel zum Ufer, statt hinauszufahren. Kommst du gegen den Wind nicht mehr an, leg dich bäuchlings aufs Board und paddel mit den Armen. Liegend bietest du dem Wind kaum noch Fläche und kommst damit gegen deutlich mehr Wind an als stehend.

Tipp 5: Rückenwind nutzen

Gegen den Wind zu paddeln ist äußerst anstrengend und kann dazu besonders für Anfänger zu einer wackligen Angelegenheit werden.

Nutzt man hingegen den Rückenwind aus, kann das sogar den Paddelspaß erhöhen.

Dabei kann man sogar auf dem SUP Board stehen bleiben, denn der Rückenwind hat so mehr Angriffsfläche und das SUP Board wird mühelos vom Wind nach vorne getrieben.

Wer Spaß an höheren Geschwindigkeiten beim Stand Up Paddling hat, weiß Rückenwind zu schätzen.

Eine Einschränkung gehört aber dazu: Jeder Meter mit Rückenwind ist ein Meter, den du gegen den Wind zurückpaddeln musst. Dreh deshalb spätestens um, wenn du die Hälfte deiner Kraft verbraucht hast, und nicht erst, wenn die Landschaft schöner wird.

Ist der Rückenwind aber zu stark und man fühlt sich besonders als Anfänger nicht sicher genug, gilt auch hier: in die Knie gehen, hinsetzen oder im Extremfall hinlegen.

Tipp 6: Ufer im Auge behalten

Ist bereits abzusehen, dass die Tour etwas windiger werden könnte, sollte man besonders an diesen Tagen darauf achten, nicht zu weit vom Ufer weg zu paddeln.

In Ufernähe ist der Wind immer schwächer und erhöht seine Geschwindigkeiten erst auf dem freien Gewässer so richtig. Zieht der Wind während der Tour auf, sollte sofort Richtung Ufernähe gepaddelt werden.

Tipp 7: Abbruch

Ist man schlicht zu unsicher und Angst steigt auf, das SUP Board im Wind nicht ausreichend beherrschen zu können, sollte sich immer für einen Abbruch der Paddeltour entschieden werden.

Stand Up Paddling soll Spaß machen und man sollte auch bei dieser Sportart niemandem etwas auf Kosten der eigenen Gesundheit beweisen wollen.

Tipp 8: Vorbereitung

Wer mit dem SUP Board aufs Wasser möchte, sollte zur eigenen Sicherheit vorab immer die entsprechende Wetterlage prüfen.

Je kurzfristiger die Vorhersage, desto verlässlicher ist sie. Ein Blick am Vorabend taugt zur Planung, entscheidend ist aber der Blick ein bis zwei Stunden vor dem Start.

Schau dabei nicht nur auf die mittlere Windgeschwindigkeit, sondern auf die Böen. Die stehen in jeder Wetter-App als eigener Wert, und sie sind es, die dich vom Board holen. Genauso wichtig ist die Windrichtung im Verhältnis zu deinem Einstieg.

Je nach Erfahrungslevel sollte man sich dann entweder dafür entscheiden, die Paddeltour zu vertagen oder sich dementsprechend mit den theoretischen Sicherheitstipps auseinandersetzen, damit es zu keinen bösen Überraschungen kommt.

Für Notfälle sollte außerdem eine Rettungs- oder Schwimmweste getragen oder zumindest mitgenommen werden.

Der Unterschied ist wichtig: Ohnmachtssicher sind erst Rettungswesten ab 150 Newton Auftrieb, die einen Bewusstlosen auf den Rücken drehen und das Gesicht über Wasser halten. Die beim SUP üblichen Schwimmhilfen mit 50 Newton können das nicht. Sie tragen sich deutlich angenehmer und schränken beim Paddeln kaum ein, setzen aber voraus, dass du bei Bewusstsein bist.

Meine Empfehlung

NOARD Schwimmhilfe – Black
Mit dem Link kaufst du zum gleichen Preis ein, aber wir erhalten eventuell eine Provision.

Wer stattdessen eine kleine Lösung sucht, kann sich eine Schwimmboje wie die Restube Active mitnehmen.

Sie enthält eine CO₂-Patrone und wird im Wasser von Hand ausgelöst, indem du am Griff ziehst. Automatisch bläst sie sich nicht auf. Und sie ersetzt keine Weste: Sie hält dich über Wasser, solange du bei Bewusstsein bist und dich festhältst.

Restube Active Schwimmboje

FAQ

Grundsätzlich kann man durchaus auch bei Wind Stand Up Paddeln. Das gilt aber wirklich nur für Wind und keine stürmischen Windverhältnisse. Wichtig ist, sich vorab mit der Wettervorhersage auseinanderzusetzen und sich zumindest theoretisch bereits mit den Sicherheitstipps zu Verhaltensweisen auf dem SUP Board bei Wind beschäftigt zu haben. Nur so ist man ausreichend vorbereitet, auch wenn es unerwartet windig werden könnte.
Als Anfänger sollte man sich grundsätzlich überlegen, ob man bei Wind unbedingt auf das SUP Board steigen muss. Es ist ratsam, ohne Erfahrung auf das Stand Up Paddling bei Wind zu verzichten. Als grobe Orientierung: Bis etwa 10 km/h (Windstärke 2) merkt man kaum etwas. Zwischen 10 und 20 km/h (Windstärke 3 bis 4) wird es für Anfänger anstrengend, aber beherrschbar, wenn man in Ufernähe bleibt. Ab etwa 20 bis 25 km/h (Windstärke 4 bis 5) entstehen Schaumkronen, und dann gehört ein SUP Board für die meisten nicht mehr aufs Wasser. Entscheidend sind dabei die Böen und die Windrichtung, nicht der Mittelwert: Ablandiger Wind ist schon bei 15 km/h gefährlicher als auflandiger bei 25.
Bleibt man in Ufernähe, geht auf die Knie und hält das Board möglichst schmal zum Wind, treibt man deutlich weniger ab. Auf offenem Wasser hilft zusätzlich, sich hinzuknien oder zu legen. Ganz verhindern lässt sich das Abtreiben nicht, deshalb zählt vor allem, gar nicht erst weit vom Ufer wegzukommen, wenn der Wind auflandig aufs offene Wasser steht.

Fazit

Stand Up Paddling kann auch bei Wind seinen Reiz haben.

Wer gerne mit höheren Geschwindigkeiten auf seinem SUP Board unterwegs ist, wird Wind bis zu einem gewissen Grad sogar zu schätzen wissen.

Ist man Anfänger, sollte man seine SUP Tour bei windigen Wetterverhältnissen besser vertagen.

Befindet man sich aber bereits auf dem Wasser und der Wind zieht auf, kommt man auch als Anfänger in der Regel gut zurecht, wenn man ein paar Regeln beachtet.

Wer in Ufernähe bleibt, rechtzeitig auf die Knie geht und die erste Hälfte der Tour gegen den Wind paddelt, kommt auch bei Wind sicher zurück an Land. Die eine Frage, die vor dem Ablegen zählt: Weht der Wind vom Ufer aufs offene Wasser hinaus? Dann bleibt das Board besser im Auto.

Grundsätzlich gilt, sich auf dem SUP Board niemals selbst zu überschätzen und Sicherheit zu jedem Zeitpunkt vorgehen zu lassen. Ein Abbruch der SUP Tour sollte daher immer die erste Wahl sein.


Durchschnittliche Bewertung 5 bei insgesamt 3 Stimmen

Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Neuste
Älteste Meist gevoted