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Blog SUP Sicherheit: 13 Sicherheitstipps für Stand Up Paddler

Mit dem Stand Up Paddling verbinden die meisten begeisterten Nutzer in erster Linie Spaß und unbeschwerte Stunden auf dem Wasser.

Damit du die schönen Seiten dieser Sportart sorglos erleben kannst, solltest du dir aber im Vorfeld ein paar Gedanken zu deiner Sicherheit machen.

Bei jeglichem Wassersport kannst du leider auch schnell in gefährliche Situationen geraten, umso wichtiger ist es daher bestmöglich darauf vorbereitet zu sein.

In diesem kleinen Ratgeber verrate ich dir die wichtigsten Grundlagen, um jederzeit sicher mit deinem SUP Board unterwegs zu sein.

Wenn du diese 13 Tipps wirklich beherzigst, hast du einen Großteil der Gefahren bereits ausgeschlossen und kannst das Stand Up Paddling in vollen Zügen genießen.

Abgesehen von den folgenden Punkten ist verantwortungsvolles und vorausschauendes Verhalten jedoch immer die wichtigste Grundvoraussetzung, um riskante Erlebnisse zu vermeiden!

Von besonderer Bedeutung ist, dass du dich und deine Fähigkeiten realistisch einschätzen kannst.

Natürlich gelingt dir das mit zunehmender Erfahrung besser, deshalb solltest du dich als Anfänger wirklich strikt an die folgenden Ratschläge halten. Selbstüberschätzung ist auf dem Wasser grundsätzlich fehl am Platz!

Tipp 1: Schwimmfähigkeit beachten

Die wichtigste Fähigkeit, die dich vor allem im Notfall vor Schlimmerem bewahrt, ist das Schwimmen.

Du solltest unbedingt gut schwimmen können, ganz besonders, wenn du mit deinem SUP Board fernab des Ufer unterwegs bist. Bei diesem Punkt kommt auch wieder das Thema Selbsteinschätzung ins Spiel.

Die meisten Menschen überschätzen ihre Schwimmfähigkeiten deutlich. Selbst wirklich gute Schwimmer sind im Zweifelsfall oft erstaunt, wie mühsam es ist, im offenen Gewässer lange Strecken schwimmend zurückzulegen.

Ohne Hilfsmittel (Schwimm- oder Rettungsweste) solltest du mit deinem Board nur so weit rausfahren, dass du ohne Probleme wieder an Land schwimmen kannst.

Grundsätzlich kann jeder noch so erfahrene Paddler, von Zeit zu Zeit, einen Sturz ins Wasser nicht verhindern.

Deshalb ist es für jeden Paddler empfehlenswert, sich über diese Situationen im Vorfeld Gedanken zu machen. Das gilt natürlich ganz besonders für Anfänger, denn zu Beginn gehst du wesentlich häufiger baden.

Tipp 2: Schwimm- bzw. Rettungsweste tragen

Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du auf jeden Fall eine passende Schwimm- bzw. Rettungsweste tragen, oder zumindest eine sogenannte Schwimmhilfe (z.B. eine Restube) dabeihaben.

Je schlechter deine Schwimmfähigkeit ist, umso wichtiger sind diese Lebensretter. Sie halten dich im Notfall über Wasser, bis du dich selbst in Sicherheit bringen kannst oder dir jemand zu Hilfe kommen kann (z.B. mit einem Rescue SUP).

Meine Empfehlung

HonuNautic Rettungsweste 100N CE
Mit dem Link kaufst du zum gleichen Preis ein, aber wir erhalten eventuell eine Provision.

Der Unterschied zwischen den beiden steht als Zahl auf dem Etikett, und zwar in Newton. Danach richtest du dich, nicht nach der Produktbezeichnung im Onlineshop.

  • 50 Newton ist eine Schwimmhilfe nach EN ISO 12402-5. Sie unterstützt jemanden, der schwimmen kann und bei Bewusstsein ist. Sie dreht niemanden auf den Rücken. Das ist die Klasse, die auf Binnengewässern meistens gemeint ist, wenn eine Weste vorgeschrieben wird.
  • 100 Newton ist eine Rettungsweste nach EN ISO 12402-4. Sie dreht eine bewusstlose Person in die Rückenlage und hält den Kopf über Wasser. Ab hier beginnt der Schutz, der auch dann noch wirkt, wenn du selbst nichts mehr tun kannst.
  • 150 Newton ist für See, schwere Kleidung und raue Bedingungen gedacht.

Rettungswesten gibt es als Feststoffwesten aus Schaum und als Automatikwesten, die sich beim Kontakt mit Wasser über eine Salztablette und eine CO₂-Kartusche selbst aufblasen.

Fürs Stand Up Paddling ist die Feststoffweste in aller Regel die vernünftigere Wahl. Der Grund ist banal: Beim SUP fällst du ins Wasser, und zwar regelmäßig. Eine Automatikweste löst dann jedes Mal aus, und nach jedem Auslösen müssen Kartusche und Tablette getauscht werden. Das kostet Geld, und vor allem ist die Weste bis zum Tausch wirkungslos. Feststoff funktioniert immer, ohne Wartung, ohne Auslöser, auch beim zehnten Sturz an einem Nachmittag.

Automatikwesten spielen ihre Stärke dort aus, wo man nicht mit dem Ins-Wasser-Fallen rechnet, etwa an Bord eines Segelboots. Wenn du dich trotzdem für eine entscheidest, kontrolliere die Kartusche vor jeder Saison und führe eine Ersatzkartusche mit.

Entscheide dich beim Kauf für ein zertifiziertes Modell mit CE-Kennzeichnung und der passenden Größe nach Körpergewicht. Deine Sicherheit ist kein gutes Gebiet für Sparsamkeit.

Neben der Wahl zwischen Rettungs- oder Schwimmwesten gibt es noch zahlreiche weitere Alternativen. Besonders beliebt ist ein sogenannter Restube.

Diese Schwimmbojen (Auftriebskörper) sind in einer kleinen Hüft-Tasche verstaut und pusten sich nach dem Auslösen, mit Hilfe einer kleinen CO₂ Gaskartusche, selbst auf. Dieses unkomplizierte Hilfsmittel kann im Notfall lebensrettend sein.

Bei Bedarf ziehst du den Auslöser und hast in Sekundenschnelle einen Auftriebskörper an deiner Seite, um dich daran festzuhalten.

Zwei Punkte gehören dazu, damit dieses Hilfsmittel richtig eingeschätzt wird: Die Boje löst nicht von selbst aus, du musst am Auslöser ziehen. Und sie ist keine Weste und nicht ohnmachtssicher. Wer bewusstlos ist, zieht keinen Auslöser mehr. Eine Schwimmboje ist eine gute Ergänzung für erfahrene Paddler auf ruhigem Wasser, sie ersetzt aber keine Rettungsweste.

Diese kleinen Helfer gibt es in unterschiedlichsten Versionen, unter anderem die Restube Active inkl. Notfall-Pfeife und Schlüsselfach.

Restube Active Schwimmboje

Tipp 3: Leash benutzen

Ein kleines und oftmals zu Unrecht unterschätztes Hilfsmittel, welches deine Sicherheit beim Stand Up Paddling massiv erhöht, ist die Leash (auch Sicherungsleine genannt).

Es gibt verschiedene Modelle mit denen du dich am Sprunggelenk (Knöchel) oder am Knie mit deinem SUP Board verbinden kannst. Des Weiteren gibt es auch andere Exemplare, die du in Höhe der Hüfte bzw. der Taille befestigen kannst.

Die Funktionsweise einer Leash ist schnell erklärt: Sie sorgt dafür, dass dein Board bei einem Sturz ins Wasser in deiner Nähe bleibt und nicht zu weit abdriftet. Die wichtigste und naheliegendste Schwimmhilfe ist nämlich immer das SUP Board selbst.

Ich persönlich bevorzuge die sogenannten „Coiled-Leashs“, diese sind mit einer spiralförmigen Leine ausgestattet und haben den Vorteil, dass sie sich erst bei Bedarf auf die volle Länge dehnen und beim Paddeln nicht im Weg sind, außerdem kannst du mit dieser Variante nirgendwo hängen bleiben.

Du solltest nicht unterschätzen wie schnell dein Board durch Wellen und Strömungen so weit von dir wegtreiben kann, dass du es unter Umständen nicht mehr erreichen kannst.

Die wichtigste Ausnahme: fließendes Wasser

So richtig die Leash auf stehendem Wasser ist, so gefährlich wird die Coiled Leash am Sprunggelenk, sobald Strömung im Spiel ist. Verfängt sich das Board an einem Ast, einem Brückenpfeiler oder einem Wehr, drückt die Strömung dich unter Wasser, und die Leine hält dich dort fest. An den Klettverschluss am Fuß kommst du in dieser Lage nicht mehr heran.

Deshalb gilt: Auf See, Bucht und ruhigem Gewässer die Coiled Leash ans Sprunggelenk. Auf Flüssen, in Kanälen, im Tidenstrom und überall dort, wo sichtbar Wasser fließt, gehört die Leash an einen Hüftgurt mit Schnellverschluss, den du mit einer Hand und blind öffnen kannst. Übe das Öffnen ein paar Mal an Land, bevor du es auf dem Wasser brauchst.

Bei den meisten SUP Board Sets gehört eine Leash zum Lieferumfang. Wenn das bei dir nicht der Fall ist, solltest du dir schnellstmöglich ein passendes Exemplar kaufen.

Meine Empfehlung

FLOWERUN Surf Leash 5mm für SUP,
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Diese kleine Investition lohnt sich wirklich sehr. Leider sehe ich immer wieder Paddler, die ohne Leash auf Tour sind… diese Überheblichkeit (oder Unwissenheit) kann sich sehr schnell rächen, abgesehen von deiner Sicherheit, läufst du ohne Leash auch Gefahr dein Board zu verlieren. Sei bitte schlauer und fahr niemals ohne… safety first!

Tipp 4: Wetterbedingungen beachten

Ein Faktor, den du nicht beeinflussen kannst und der häufig für Notfälle verantwortlich ist, ist das Wetter. Du solltest dir im Vorfeld immer die Wettervorhersage für dein Gebiet genau anschauen.

Nutze dafür am besten mehrere Quellen, da sich die Angaben teilweise unterscheiden und abhängig vom Standort der jeweiligen Wetterstation sind.

Zusätzlich zu den Temperaturen und drohenden Regenfällen bzw. Unwettern solltest du auch die Windgeschwindigkeiten im Auge behalten.

Zum einen führt starker Wind logischerweise zu heftigem Wellengang und zum anderen birgt ablandiger Wind die Gefahr, dass du vom Ufer weggetrieben wirst und unter Umständen nur mit großer Anstrengung dagegen ankommst.

Wenn eine kritische Wetterlage droht, empfehle ich dir im Zweifelsfall lieber auf deine SUP Tour zu verzichten. Zumindest solltest du bei wechselhaften Bedingungen unbedingt in Ufernähe bleiben, damit du schnell reagieren kannst.

An großen Gewässern (wie z.B. dem Bodensee) gibt es an Land auch einen sogenannten „Sturm-Warndienst“. Diese Licht-Anlagen fangen an zu blinken, sobald Starkwind, Sturm oder Unwetter drohen.

Gewitter: die einzige Regel, die keine Ausnahme kennt

Auf dem Wasser bist du der höchste Punkt weit und breit, und das Paddel in deinen Händen ist oft aus Carbon und damit leitfähig. Es gibt beim SUP keine Situation, in der es vertretbar wäre, ein Gewitter auf dem Wasser abzuwarten.

Als Faustregel hat sich die 30-30-Regel bewährt: Liegen zwischen Blitz und Donner weniger als 30 Sekunden, ist das Gewitter näher als etwa zehn Kilometer und damit in Reichweite. Dann sofort ans Ufer und raus aus dem Wasser. Zurück aufs Wasser gehst du frühestens 30 Minuten nach dem letzten Donner. Und weil ein Gewitter schneller heranzieht, als man zurückpaddelt, gehört der Blick in die Vorhersage vorher und nicht erst, wenn es dunkel wird.

Wenn du eine Sturmwarnanlage blinken siehst, solltest du keinesfalls mit deinem SUP Board starten. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schnell sich die Wetterlage verheerend ändern kann, lass es lieber nicht darauf ankommen!

Tipp 5: Gewässerkenntnis

Mit zunehmender Erfahrung lernst du deine SUP Reviere immer besser kennen und weißt, auf was du zu achten hast. Wenn du das erste Mal auf einem Gewässer unterwegs bist, empfehle ich dir, möglichst viele Informationen über dessen charakteristische Eigenschaften einzuholen.

Heutzutage findest du im Internet zu fast jedem See etc. viele Beschreibungen, die dir dabei helfen können, dich gut auf deinen SUP Ausflug vorzubereiten.

Zu den wichtigsten Informationen zählen: Wasserstand bzw. Tiefenstruktur, Strömungsverhältnisse, individuelle Regelungen und Sperrzonen, Routen der Schifffahrt etc.

Nutze zur Informationsgewinnung auch immer die Möglichkeit dich mit Ortsansässigen auszutauschen. Vielleicht kommst du mit anderen Paddlern bzw. Wassersportlern vor Ort ins Gespräch oder findest einen SUP Verleih am Gewässer.

Fischer bzw. Angler sind dabei besonders wertvoll. Sie kennen ihre Reviere meist seit vielen Jahren wie ihre Westentasche und können dir wertvolle Tipps geben, wenn du freundlich nachfragst.

Natürlich ist es bei großen Gewässern wichtiger sich gut zu informieren als bei kleinen, überschaubaren SUP Spots!

Tipp 6: Der Witterung angepasste Kleidung und Ausrüstung

Die Auswahl der richtigen und der Witterung entsprechenden SUP Kleidung ist sehr wichtig. Der Maßstab dafür ist die Wassertemperatur, nicht die Lufttemperatur. Angezogen wird man für den Fall, dass man im Wasser landet, und nicht für den Fall, dass alles gut geht.

Bei Sommerwetter mit hohen Temperaturen musst dich so gut wie möglich vor der UV-Strahlung schützen. Die Sonneneinstrahlung kann, reflektiert durch die Wasseroberfläche, an schönen Tagen sehr intensiv sein.

Für diese Bedingungen solltest du vorsorgen, indem du dich mit einer passenden Kopfbedeckung und einer ordentlichen Portion Sonnencreme (wasserfest und mit hohem Lichtschutzfaktor) vor zu viel Sonne schützt.

Des Weiteren solltest du darauf achten, dass du genügend zu trinken mit auf das Board nimmst, um regelmäßig Trinkpausen einlegen zu können. Durch die Hitze und das Schwitzen benötigt dein Körper wesentlich mehr Flüssigkeit als sonst.

Meine Empfehlung

NIVEA SUN UV Dry Protect Sport
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Allgemein sollte deine Bekleidung eher luftig, leicht und ziemlich schnelltrocknend sein. Es gibt mittlerweile für kleines Geld stylishe Badeshirts etc., die angenehm zu tragen sind und dir zugleich einen sehr guten Sonnenschutz bieten.

Auch an kühleren Tagen muss das Stand Up Paddling nicht immer gleich komplett ausfallen.

Allerdings solltest du dich dann dementsprechend wärmer anziehen, mehrere dünne Schichten eignen sich hierfür am besten. Eine lohnende Investition für die kälteren Jahreszeiten ist ein Trockenanzug (auch Drysuit) genannt.

Mit diesen wasserdichten und atmungsaktiven Modellen wird das Stand Up Paddling zum Ganzjahressport.

Grob als Orientierung: Über etwa 20 Grad Wassertemperatur reicht Badekleidung mit Sonnenschutz. Zwischen 15 und 20 Grad ist ein Shorty oder ein dünner Neoprenanzug sinnvoll. Unter 15 Grad gehört ein Neopren- oder Trockenanzug dazu, ohne Wenn und Aber. Und unter etwa 12 Grad paddelt man nicht mehr allein und nicht mehr weit vom Ufer weg.

Wie der Name schon sagt, hält dich ein Trockenanzug beim Sturz ins Wasser trocken, sodass du selbst im tiefen Winter deinen Lieblingssport betreiben kannst und deine Lieblingsgewässer nochmal von einer ganz anderen Seite kennenlernst.

Tipp 7: Verkehrsregeln beachten

An so gut wie jedem SUP Spot gibt es mittlerweile Regeln, die du unbedingt beachten solltest, um Gefahren, Ärger und einem drohenden Bußgeld aus dem Weg zu gehen.

Je größer das Gewässer, umso wichtiger ist die Kenntnis der entsprechenden Regelung. Ganz besonders knifflig wird es, wenn du in Kontakt zur Schifffahrt kommst.

In diesem Fall solltest du dich unbedingt mit den Schifffahrts-Schildern befassen. Hinzu kommen die dementsprechenden Vorfahrts- (bzw. Vorrang-) Regeln.

Auch Sperrzonen (z.B. Schwimm- oder Naturschutzbereiche) gilt es unbedingt zu beachten. Auch zu diesem Thema findest du im Internet jede Menge Informationen.

Du kannst auch gerne Mal einen Blick auf diesen Artikel werfen.

Hier haben wir für dich eine Übersicht an bekannten SUP Verboten und Einschränkungen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengestellt. Darin findest du individuelle Informationen für eine Vielzahl an Gewässern!

Tipp 8: SUP Board beschriften

Dein SUP Board zu beschriften, ist aus unterschiedlichen Gründen eine gute Idee.

Zunächst einmal ist die Kennzeichnung an immer mehr Gewässern vorgeschrieben und es droht dir bei Nichtbeachtung ein saftiges Bußgeld. Des Weiteren erhöht die Beschriftung deine Absicherung im Notfall.

Sollte dir dein Board abhandenkommen, steigt erstens die Wahrscheinlichkeit es problemlos wiederzubekommen und zweitens kann man dich in diesem Fall kontaktieren und auf kostspielige Suchaktionen verzichten.

Außerdem schreckt ein deutlich gekennzeichnetes SUP Board mit Sicherheit den ein oder anderen (Gelegenheits-) Dieb ab. Folgende Daten solltest du auf deinem SUP Board anbringen:

  • Name
  • Mobilfunknummer, unter der du oder ein Angehöriger erreichbar ist
  • bei Bedarf die Nummer eines Notfallkontakts

Name und eine erreichbare Nummer genügen. Deine vollständige Wohnanschrift muss nicht gut lesbar auf einem Board stehen, das tagsüber unbeaufsichtigt am Ufer liegt. Wichtiger als die Menge der Angaben ist, dass die Nummer stimmt und dass jemand rangeht.

Welche Art der Beschriftung für dich die Beste ist, kannst du durch Lektüre dieses Artikels herausfinden.

Wir haben darin 4 Methoden miteinander verglichen und geben dir viele nützliche Tipps zum Thema… schau gleich mal rein!

Tipp 9: Sonnenuntergang beachten

Bei der Planung deines SUP Trips ist es selbstverständlich auch sehr wichtig auf den Sonnenuntergang zu achten, damit du rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit wieder an Land bist.

Natürlich kann es ganz romantisch sein, sich den Sonnenuntergang auf dem Wasser anzuschauen, dennoch solltest du in der Dämmerung nicht allzu weit rauspaddeln, damit du den Rückweg sicher zurücklegen kannst.

Zur Sicherheit solltest du für diesen Fall eine passende Beleuchtung (weißes Rundumlicht) dabeihaben oder dein SUP Board direkt mit einer Lichtquelle ausstatten.

Diese Ausstattung ist verpflichtend, sobald du nachts auf dem Wasser unterwegs bist. Das soll aber keinesfalls bedeuten, dass du nachts nicht mehr Paddeln darfst!

Wenn du gut vorbereitet bist, kann das ein großes Vergnügen sein…hier haben wir 5 wichtige Tipps für dich zusammengefasst.

Tipp 10: Handy mitnehmen

Für den Notfall zählt ein Handy ohne Zweifel zu den besten Möglichkeiten, um Hilfe zu holen. Dementsprechend sollte dein Smartphone voll geladen, eingeschaltet und funktionstüchtig sein.

Es empfiehlt sich auch, die Ortungsdienste zu aktivieren, dadurch kann das Handy im Notfall schneller und genauer geortet werden.

Es kann auch sehr nützlich sein, wichtige Telefonnummern mit einer Kurzwahltaste zu belegen, sodass du im Ernstfall schnell die richtige Nummer wählen kannst.

Technik und Wasser sind bekanntermaßen keine gute Kombination, deshalb gehört dein Mobiltelefon in eine komplett wasserdichte Hülle. Alles andere, was kein Wasser verträgt, transportierst du im Dry-Bag.

Ein Punkt, an dem sehr viele es falsch machen: Das Telefon gehört an den Körper, an eine Umhängehülle oder in die Westentasche, und nicht ins Gepäcknetz auf dem Board. In dem Moment, in dem du es brauchst, treibt das Board nämlich womöglich gerade zwanzig Meter weiter. Genau dann nützt dir das beste Notfallhandy nichts mehr.

Der Notruf in Deutschland und in der gesamten EU ist die 112. Melde in dieser Reihenfolge: wo du bist (Gewässer, Uferabschnitt, markanter Punkt, wenn möglich die Koordinaten aus der Karten-App), was passiert ist, wie viele Personen betroffen sind und wer du bist. Und leg nicht auf, bevor die Leitstelle es sagt.

Tipp 11: Andere Personen informieren

Falls möglich, solltest du nicht alleine zu deiner SUP Tour aufbrechen. Zum einen macht das Paddeln mit Anderen gleich vielmehr Spaß und zum anderen erhöht es deine Sicherheit deutlich. In problematischen Situationen könnt ihr euch so direkt gegenseitig helfen.

Wenn du doch mal alleine mit dem Board unterwegs bist, dann ist es sicherer, wenn du einer vertrauten Person (Familie, Freunde usw.) Bescheid sagst.

Je detaillierter deine Angaben sind (Zeit, Dauer, Route etc.) umso besser. Solltest du wirklich mal in große Not kommen, erleichtern diese Angaben die Suchaktion enorm.

Wenn du zusätzlich noch die Ortung (GPS-Standort) in deinem Smartphone anschaltest, stehen die Chancen auf eine schnelle Rettung sehr gut. Im Notfall ist Zeit ein ganz wichtiger Faktor!

Tipp 12: kein Alkohol und andere berauschende Substanzen

Dieser Tipp sollte sich eigentlich von selbst verstehen.

Wenn du mit deinem Board auf dem Wasser unterwegs bist, solltest du natürlich nüchtern sein, damit du deine Sinne und deine körperlichen Kräfte bestmöglich im Griff hast.

Abgesehen von schwindenden Fähigkeiten (z.B. Reaktionsvermögen) führen Alkohol, andere Drogen und auch bestimmte Medikamente zu einer verzerrten Wahrnehmung von Gefahren und sind ein dementsprechend schlechter Begleiter.

Tipp 13: Vorbereitung auf den Ernstfall

Natürlich ist es kein angenehmer Gedanke sich mit dem Ernstfall zu beschäftigen und der Spaß sollte beim Stand up Paddling immer im Vordergrund stehen.

Trotzdem solltest du dich gedanklich hin und wieder mit den verschiedenen „Worst-Case-Szenarien“ beschäftigen, um darauf vorbereitet zu sein. Nicht ohne Grund üben selbst versierte Personen (DLRG, Feuerwehr, DRK etc.) den Ernstfall immer wieder.

Du solltest nicht vergessen, dass eine Notfall-Situation mit immensem Stress verbunden ist. Einen klaren Gedanken zu fassen, ist in diesen Momenten extrem schwer.

Dem kannst du vorbeugen, indem du dir verschiedene Lösungsansätze für unterschiedliche Gegebenheiten überlegst und diese gedanklich oder auch ganz praktisch durchspielst.

Was passiert, wenn du ins kalte Wasser fällst

Kaltes Wasser ist die am meisten unterschätzte Gefahr beim Stand Up Paddling, weil sie nichts mit Können zu tun hat. Sie trifft den Vereinsschwimmer genauso wie den Anfänger.

Unter etwa 15 Grad Wassertemperatur löst der plötzliche Kontakt einen Kälteschock aus: unwillkürliches Einatmen genau in dem Moment, in dem der Kopf unter Wasser ist, dazu Hyperventilation und ein Blutdruckanstieg. Diese erste Minute ist die gefährlichste, und sie geht vorbei. Wer weiß, dass sie kommt, übersteht sie.

Merke dir die Reihenfolge: eine Minute ruhig werden und die Atmung wieder unter Kontrolle bringen, festhalten, nicht kämpfen. Rund zehn Minuten bleibt dir danach sinnvolle Kraft in Händen und Armen, das ist dein Zeitfenster, um zurück aufs Board zu kommen. Erst nach etwa einer Stunde wird die Unterkühlung selbst lebensbedrohlich. Anders gesagt: Du hast mehr Zeit, als es sich anfühlt, aber die Hände versagen früher als der Rest.

Daraus folgt das Wichtigste überhaupt: Bleib beim Board. Es ist der größte Auftriebskörper weit und breit, es ist auffällig, und es trägt dich, ohne dass du Kraft aufwenden musst. Schwimm dem Ufer nicht hinterher, wenn es weiter weg ist als ein paar Meter. Leg dich lieber bäuchlings aufs Board und paddle mit den Armen, das geht auch mit müden Armen noch.

Zurück aufs Board: einmal geübt, nie vergessen

Der Wiedereinstieg klingt trivial, bis man ihn im Kalten mit klammen Fingern probiert. Er funktioniert seitlich in Boardmitte, dort, wo der Tragegriff sitzt, niemals über Nose oder Tail: Dort kippt das Board weg oder taucht ab.

Das Paddel legst du quer aufs Deck oder klemmst es unter einen Arm. Dann greifst du mit beiden Händen an die gegenüberliegende Kante, machst zwei, drei kräftige Beinschläge, um den Oberkörper aus dem Wasser zu bekommen, und ziehst dich mit dem Bauch aufs Board. Erst dann drehst du dich in den Kniestand. Nicht klettern, sondern gleiten.

Übe das einmal im flachen Wasser an einem warmen Tag, bis es zweimal hintereinander klappt. Danach ist es ein Handgriff und keine Notlage.

FAQ

Auf manchen Gewässern besteht eine Pflicht zum Mitführen einer Schwimm- oder Rettungsweste (mit mindestens 50 N Auftrieb). Davon abgesehen ist es grundsätzlich sinnvoll ein geeignetes Exemplar dabeizuhaben oder zu tragen.

Bedenke aber bitte, dass Schwimmhilfen (Schwimmwesten, Restube) nur für Schwimmer empfohlen werden und dir im Falle einer Ohnmacht (und anderen sehr schwerwiegenden körperlichen Beeinträchtigungen) keinen ausreichenden Schutz bieten. Erst eine Rettungsweste ab 100 Newton ist ohnmachtssicher. Sie dreht dich auch ohne dein Zutun in eine stabile Rückenlage und hält deinen Kopf über Wasser. Für Kinder, für Nichtschwimmer und für kaltes Wasser ist sie die richtige Wahl.

Sobald die Sonne untergegangen ist, ist eine geeignete Beleuchtung auf dem SUP Board Pflicht. Für diesen Fall ist meistens ein sogenanntes „weißes Rundumlicht“ vorgeschrieben. Dem kannst du z.B. nachkommen, indem du dir eine wasserdichte Camping-Laterne besorgst. Du kannst natürlich auch eine geeignete Beleuchtung (LED-Streifen) direkt am Board befestigen.

Nein! Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Gewässern, auf denen das Stand Up Paddling stark reglementiert ist. Diese Einschränkung reichen von Befahrungsregeln über Sperrzonen (Naturschutzgebiete etc.) bis hin zur kompletten Sperrung. Du solltest dich deshalb im Vorfeld über die geltenden Regelungen informieren. Hier haben wir für dich eine Übersicht der uns bekannten SUP Verbote und Einschränkungen im gesamten Bundesgebiet zusammengestellt.

Schau gleich mal rein, ob dein SUP Spot auch dabei ist!? Natürlich ändern sich die Regelungen der einzelnen Gewässer von Zeit zu Zeit, sodass es kaum möglich ist, immer auf dem aktuellen Stand zu sein! Deshalb musst du dich am besten vor Ort über geltende Richtlinien informieren. Eindeutige Verbote sind grundsätzlich am Gewässer gekennzeichnet oder ergeben sich durch die entsprechende Beschilderung!

Fazit

Damit du das Stand up Paddling mit all seinen Facetten wirklich sorgenfrei genießen kannst, solltest du immer eigenverantwortlich und sehr vorausschauend für deine Sicherheit sorgen.

Wenn du dich an diese 13 Tipps hältst, hast du bereits den absoluten Großteil der Risiken im Blick und kannst dich davor schützen. Geh niemals unnötige Gefahren ein, die du nicht zu 100 % abschätzen kannst!

Das englische Sprichwort „know your limits“, auf Deutsch „kenne deine Grenzen“, ist für das Thema Sicherheit beim Stand up Paddling wirklich treffend.

Vermeide es, dich und deine Fähigkeiten zu überschätzen. Gerade beim Wassersport gibt es etliche Gefahren, die du ohnehin nicht ganz ausschließen kannst. Selbstüberschätzung hingegen ist vermeidbar.

Je länger du diesen Sport betreibst, desto besser werden deine Fähigkeiten, auf die du dich im Ernstfall verlassen kannst.

Vor allem als Anfänger solltest du dich deshalb nicht scheuen auf sicherheitsrelevante Hilfsmittel wie eine gute Schwimm- bzw. Rettungsweste (oder einen Restube) zurückzugreifen, denn auch für Profis sind sie mehr als sinnvoll. Sei dabei nicht zu sparsam, im Notfall hängt dein Leben davon ab.

Die Leash (Sicherungsleine) solltest du wirklich zu jeder Zeit tragen.

Du spürst sie beim Paddeln nach kurzer Zeit nicht mal mehr und sie erhöht deine Sicherheit ganz wesentlich! Behandle dein Board und dein Equipment sorgsam und überprüfe es ab und zu, sodass du mögliche Defekte frühzeitig erkennen kannst.

Und jetzt ab aufs Wasser! Ich wünsche dir viele unbeschwerte, genussvolle und trotzdem sichere Stunden auf deinem SUP Board!


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