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Blog SUP Trainer Ausbildung: Arten, Inhalte und Voraussetzungen

Du liebst das Stand Up Paddling und möchtest deine Leidenschaft gerne zum Beruf machen?

Mit einer SUP Trainer Ausbildung lernst du alles, um deine Erfahrung in diesem beliebten Freizeitsport auch an andere Menschen weiterzugeben.

Erfahre hier, welche Voraussetzungen du dafür erfüllen musst und wie die Ausbildung zum SUP Trainer abläuft.

Wie kann man SUP Trainer werden?

Um andere im SUP Sport professionell unterrichten zu können, ist eine Ausbildung zum Trainer wichtig.

SUP Trainer kannst du werden, wenn du bereits einiges an Praxiserfahrung mitbringst, auf dem SUP Board sehr sicher bist und alles Wichtige rund um verschiedene Boardtypen und Zubehör kennst.

Wichtig ist, dass du dein Wissen an die am SUP Sport Interessierten mit viel Engagement und Freude weitervermitteln möchtest. Denn die komplexen Anforderungen und Bewegungsabläufe müssen gut angeleitet in die Praxis umgesetzt werden.

Im Idealfall bist du wassersportbegeistert und kennst dich auf verschiedenen Gewässern aus.

Du kannst außerdem die Verantwortung für die Sicherheit deiner Schüler übernehmen und im Notfall auch schnell eingreifen.

Welche Arten von SUP Trainern gibt es?

Eine Sache vorweg, weil sie oft für Verwirrung sorgt: Der Begriff SUP Trainer ist in Deutschland nicht geschützt. Wer Kurse gibt, braucht dafür rein rechtlich keine Lizenz. Was die Ausbildung bringt, ist etwas anderes: einen anerkannten Nachweis gegenüber Schulen, Vermietern und Versicherungen, eine Haftpflichtversicherung, die im Ernstfall greift, und die Aufnahme in die Schulverzeichnisse der Verbände. Ohne Lizenz wird man kaum irgendwo angestellt und bekommt für eine eigene Schule schwer eine passende Police.

Es gibt SUP Trainer, die nur Lernende ohne oder mit geringer Erfahrung unterrichten, dafür ist das SUP Instruktor Level 1 ausreichend.

Unterricht für Fortgeschrittene (z. B. auf Flüssen mit Strömung, Gewässern mit Wellengang) sowie spezielle SUP Sportarten (z. B. Wildwasser, Racing) können nur von Lehrenden mit der SUP Instruktor Level 2 oder 3 Ausbildung unterrichtet werden.

Was lernt man in der SUP Trainer Ausbildung?

Du kannst SUP Ausbildungen für verschiedene Level absolvieren. Du beginnst mit Level 1, in dem du die Grundlagen für SUP Trainer erlernst.

Level 1

In Level 1 lernst du alles, was du zur Planung und Durchführung von SUP Kursen und Touren wissen musst. Dazu gehört die Materialkunde für die Ausrüstung ebenso dazu wie Kenntnisse über sämtliches Sicherheitsequipment.

Du lernst in Level 1 außerdem alles über geeignete Schulungsmethoden, verschiedene Paddeltechniken und Wetterverhältnisse sowie zum Gewässerschutz und alles, was es beim SUP sonst noch zu beachten gibt.

Für den Notfall lernst du in Level 1 zudem alles Wichtige über akute und präventive Sicherheitsmaßnahmen sowie alles zum Thema Rettung aus dem Wasser.

Level 2

Level 2 baut auf dem Wissen aus Level 1 auf und wird von einigen Anbietern auch in Kombination angeboten.

Im Level 2 geht es um anspruchsvollere SUP Reviere, für die eine fortgeschrittene Fahrpraxis und Kenntnisse über Reviere mit viel Wind, höheren Wellen oder starken Strömungen wichtig sind.

Nach der Level 2 SUP Trainer Ausbildung kannst du auch fortgeschrittene SUP Fahrer unterrichten, die sich auf anspruchsvollere Gewässer wagen wollen.

Level 3

Hier lernst du alles über spezielle SUP-Touren, für die ein besonderes Knowhow und Praxiserfahrung wichtig sind.

Was du über die Besonderheiten von Wildwasser SUP, SUP Surfen, SUP Yoga und SUP Race wissen musst, wird in Level 3 intensiv erlernt.

Wo kann man eine SUP Trainer Ausbildung machen?

Die SUP Trainer Ausbildung wird von verschiedenen Instituten und Schulen angeboten.

Welche Lizenz die richtige ist, hängt weniger vom Inhalt ab als davon, wo du später arbeiten willst. Für eine Anstellung an einem deutschen Binnensee ist GSUPA verbreitet, für eine Saison an einer Surfstation im Ausland fragt man meist nach VDWS. Wer sich nicht sicher ist, ruft vorher bei zwei, drei Stationen an, bei denen er gern arbeiten würde, und fragt schlicht nach, welche Lizenz sie sehen wollen. Das spart ein paar hundert Euro Fehlinvestition.

Zum Beispiel findest du hier ein passendes Angebot:

  • GSUPA, die deutsche SUP-Vereinigung, mit Junior-Instruktor, SUP-Instruktor, Wildwasser-Guide und einem eigenen Yoga- und Fitnessprogramm
  • Deutscher Wellenreitverband, mit starkem Bezug zu Welle und Küste
  • VDWS, international breit anerkannt und im Ausland oft die Lizenz, nach der gefragt wird
  • Der Deutsche Kanu-Verband und seine Landesverbände bilden im Rahmen des Deutschen Sportabzeichens und der Übungsleiterlizenzen ebenfalls für den Paddelsport aus, hier eher vereinsorientiert

Was neben der Lizenz noch dazugehört

Die Ausbildung ist der eine Teil. Wer tatsächlich Kurse gibt, hat es danach mit einer Reihe von Punkten zu tun, über die in keinem Lehrgangsprospekt viel steht.

  • Rettungsschwimmabzeichen und Erste Hilfe. Je nach Anbieter wird das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Bronze oder Silber verlangt. Beide sind zeitlich begrenzt gültig und müssen aufgefrischt werden, ebenso der Erste-Hilfe-Kurs. Wer seine Lizenz behalten will, denkt daran, bevor der Nachweis abläuft.
  • Versicherung. Eine private Haftpflicht deckt gewerbliche Tätigkeit nicht ab. Für Kurse braucht es eine Betriebs- oder Berufshaftpflicht, und die Versicherer fragen nach der Lizenz.
  • Gewerbe und Steuern. Wer regelmäßig gegen Geld unterrichtet, meldet ein Gewerbe an, auch nebenberuflich. Eine Ausnahme gilt für Übungsleiter in Vereinen, dort greift die Übungsleiterpauschale.
  • Die Erlaubnis fürs Gewässer. Das wird am häufigsten übersehen. Gewerblicher Betrieb auf einem See oder Fluss braucht in der Regel das Einverständnis des Gewässereigentümers oder der zuständigen Behörde, dazu kommen örtliche Verordnungen, Naturschutzauflagen, Badezonen und auf Bundeswasserstraßen die Regeln der Schifffahrt. Ein Kurs an einer Stelle, an der Paddeln zwar geduldet, gewerbliches Anbieten aber nicht erlaubt ist, endet unangenehm.
  • Material und Gruppengröße. Schulungsboards sind breiter und stabiler als Sportboards, dazu kommen Westen in allen Größen, Leashes, ein Erste-Hilfe-Set, ein wasserdicht verstautes Telefon und im Zweifel ein Begleitboard. Wie viele Teilnehmer eine Person betreuen darf, regeln die Verbandsrichtlinien, gängig sind acht bis zehn auf ruhigem Wasser und deutlich weniger, sobald Wind, Strömung oder Kinder im Spiel sind.

Und der ehrliche Hinweis zum Verdienst: SUP Unterricht ist in Deutschland ein ausgeprägtes Saisongeschäft von Mai bis September, stark wetterabhängig und in den seltensten Fällen ein Vollzeiteinkommen. Die meisten kombinieren ihn mit Vermietung, Touren, Yoga- oder Fitnesskursen oder machen ihn nebenberuflich.

FAQ

Um SUP Trainer zu werden und den Level 1 Basiskurs zu bestehen, musst du mit deinem Board sicher umgehen können und alle gängigen Paddelschläge sowie Fahrtechniken perfekt beherrschen. Wichtig ist außerdem Knowhow zum Material und Zubehör sowie eine gute Kondition.

Zudem solltest du ein guter Schwimmer sein. Mindestens das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Bronze wird vorausgesetzt, je nach Anbieter auch Silber, damit du im Notfall Kursteilnehmer aus dem Wasser holen kannst. Ein gültiger Erste-Hilfe-Kurs gehört ebenfalls dazu. Beide Nachweise laufen nach einigen Jahren ab und müssen aufgefrischt werden.

Ideal wäre es zudem, wenn du gerne mit Menschen in der Gruppe arbeitest und dein Wissen ohne Scheu vermitteln kannst.

Der Preis hängt davon ab, für welches Level du dich ausbilden lässt und bei welchem Verband. Für Level 1 liegen die Lehrgangsgebühren üblicherweise im niedrigen dreistelligen Bereich, die Ausbildung dauert zwei bis drei Tage. Verbindlich sind immer die aktuellen Preise des jeweiligen Anbieters, deshalb lohnt ein Blick auf dessen Seite.

Dazu kommen Posten, die gern vergessen werden: Reise, Unterkunft und Verpflegung, der Mitgliedsbeitrag im Verband, die jährliche Lizenzgebühr und die Kurse für Rettungsschwimmen und Erste Hilfe.

Die Ausbildung dauert je nach Anzahl der Level zwischen 2 und 4 Tagen.
Du brauchst die Ausbildung, um zertifizierter SUP Trainer zu werden. Damit kannst du Kursteilnehmer nach den Richtlinien deines Verbandes eigenständig unterrichten und für SUP Schulen arbeiten. Vorgeschrieben ist die Lizenz nicht, der Titel SUP Trainer ist in Deutschland nicht geschützt. Praktisch ist sie aber die Eintrittskarte: ohne sie gibt es weder eine Anstellung an einer Station noch eine passende Haftpflichtversicherung.

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Kommentare

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2 Comments
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Andy

Leider ist das zur reinsten Geldschneiderei verkommen.

Als Fitnesstrainer und lerne seit Jahren anderen die Grundlagen des SUP Fahrens, wenn gewünscht.

Damals gab es noch keinen einzigen dieser Verbände. Und mal ehrlich, das kann sich im Grunde auch jeder selber beibringen.

Es ist eine der einfachsten Sportarten der Welt.

Etwas Gleichgewichtssinn und ein bisschen physikalisches Verständnis reichen aus. Den Rest bekommt man in einem YouTube Video zu sehen.

Es sollten lieber Schwimmkurse angeboten werden, denn was man in dem Bereich dann so erlebt ist wieder eine ganz andere Nummer.

Benjamin Hagg

Hallo Andy,
Danke für deine Meinung, die wir aber nicht komplett teilen!
Natürlich ist SUP eine „einfache“ Sportart und für fast jeden zu erlernen, das ist ja das Schöne daran. Grundsätzlich kann man sich ja fast alles selbst beibringen, ob man es dann wirklich kann oder doch eher eigene Fehler kultiviert ist dann aber immer die Frage.

Eine gewisse Professionalisierung hat auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung. Vor allem, wenn es darum geht, anderen etwas beizubringen, sollte doch sichergestellt werden, dass man dazu auch in der Lage ist! Dass solche Lehrgänge und Ausbildungen ihr Geld kosten, dürfte sich selbst verstehen…

Im Prinzip kann ja jeder für sich entscheiden, welchen Weg er gehen möchte. Wir sehen unsere Aufgabe darin, Informationen zur Verfügung zu stellen, das ist der Sinn dieses Blog-Beitrags.

Viele Grüße,
Benjamin