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Blog SUP Statistik 2026: Zahlen, Daten und Fakten zum Stand Up Paddling

Hinweis: Stand aller Zahlen ist August 2026, wenn nicht anders angegeben. Jede Angabe steht mit Quelle und Erhebungsjahr. Wo es keine belastbare Zahl gibt, sagen wir das statt zu schätzen.

Stand Up Paddling ist in den vergangenen zehn Jahren aus der Nische in den Breitensport gewandert. Trotzdem ist die Datenlage bis heute dünn: es gibt keine amtliche Statistik über verkaufte SUP Boards, keine Zählung der Aktiven durch einen Sportverband und in Deutschland nicht einmal eine getrennte Unfallstatistik für den Sport.

Wir führen auf dieser Seite zusammen, was tatsächlich belegbar ist. Dazu gehören amtliche Quellen wie das Umweltbundesamt und die Europäische Umweltagentur, Erhebungen wie die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse, die Unfallstatistik der US-Küstenwache und die Testergebnisse der Stiftung Warentest. Dazu gehören auch eigene Auswertungen aus unseren Messdaten, die wir als solche kennzeichnen.

Hinweis: Wir sind auf weitere Quellen und wissenschaftliche Untersuchungen angewiesen, um hier ein möglichst komplettes Bild zu bieten. Wer Zahlen oder Studien kennt, kann sie gerne in die Kommentare schreiben. Danke!

Wie viele Menschen paddeln überhaupt?

Die belastbarste Zahl zur Verbreitung in Deutschland liefert die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA), eine seit 1959 laufende Repräsentativbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach. In der AWA 2024 geben 14 Prozent der 14- bis 64-Jährigen an, Stand Up Paddling häufig oder ab und zu zu betreiben.

Damit liegt SUP gleichauf mit dem Ski-Abfahrtslauf und vor Sportarten, die deutlich länger etabliert sind:

Sportart Anteil der 14- bis 64-Jährigen
Joggen 38 %
Fitnessstudio 34 %
Mountainbiken 28 %
Walking 27 %
Fußball 24 %
Yoga 18 %
Stand Up Paddling 14 %
Ski-Abfahrtslauf 14 %
Bergsteigen 13 %
Inlineskating 12 %
Tennis 11 %
Rennrad 10 %
Klettern und Bouldern 10 %
Tauchen 9 %
Snowboarden 9 %
Reiten 7 %
Segeln 6 %
Surfen 6 %
Golf 5 %

Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach, AWA 2024, Grundgesamtheit 14 bis 64 Jahre, Antwortkategorie „häufig oder ab und zu“.

Bemerkenswert ist die soziale Verteilung. Nach sozioökonomischem Status aufgeschlüsselt paddeln 20 Prozent der oberen, 14 Prozent der mittleren und 6 Prozent der unteren Schicht. Das Verhältnis von gut drei zu eins zwischen oben und unten ist für eine Sportart, die mit Einsteigerboards unter 300 Euro auskommt, ungewöhnlich deutlich. Es passt eher zum Bild von Segeln und Golf als zum Bild von Fußball.

Vorsicht bei „Millionen Paddler“-Zahlen. Aus 14 Prozent lässt sich keine seriöse absolute Zahl ableiten, weil die Frage „häufig oder ab und zu“ auch den einmaligen Leihboard-Ausflug im Urlaub einschließt. Wer die Prozentzahl auf die Bevölkerung hochrechnet, kommt rechnerisch auf einen zweistelligen Millionenwert, und der beschreibt Menschen, die es schon einmal gemacht haben, nicht Menschen mit eigenem Board.

Wie groß ist der SUP Markt?

Hier wird es unangenehm ehrlich: eine verlässliche Zahl über den weltweiten oder deutschen SUP Markt existiert nicht. Es gibt kein Branchenregister, keine Verbandsstatistik und keine amtliche Erhebung, die verkaufte Boards zählt.

Was es gibt, sind kommerzielle Marktstudien von Anbietern wie Grand View Research, Business Research Insights oder Data Bridge. Wir haben vier davon gegenübergestellt. Ihre Schätzungen für das weltweite Marktvolumen 2025/2026 liegen zwischen rund 1,5 und 2,2 Milliarden US-Dollar. Den Anteil aufblasbarer Boards am Umsatz beziffern sie auf 60 bis 68 Prozent.

Diese Spanne von rund 50 Prozent zwischen der niedrigsten und der höchsten Schätzung ist der eigentliche Befund. Die Studien benutzen unterschiedliche Definitionen (mal nur Boards, mal Boards plus Zubehör, mal inklusive Verleih), veröffentlichen ihre Methodik nicht und werden trotzdem gegenseitig zitiert, bis eine Zahl wie eine Tatsache aussieht. Wir nennen deshalb bewusst keinen Einzelwert.

Ebenfalls nicht belegbar sind zwei Behauptungen, die häufig durch die Berichterstattung wandern:

  • Stückzahlen. Keine der Studien nennt verkaufte Boards, nur Umsätze. Die Angabe von rund einer Million in Deutschland verkaufter Boards, die auch in der 2021er Fassung dieses Artikels stand, ging auf Schätzungen von Branchenkennern zurück und lässt sich bis heute nicht durch eine unabhängige Quelle bestätigen. Sie wird inzwischen von anderen Seiten zitiert, die dabei auf uns verweisen. Genau das macht eine Schätzung nicht zu einer Zahl.
  • Der große Einbruch nach Corona. Für die oft erzählte These, der Markt sei nach 2021 zusammengebrochen, haben wir keinen einzigen belegten Datenpunkt gefunden. Weder Insolvenzstatistiken noch Handelsdaten stützen sie (siehe den Abschnitt zu Marken und Eigentümerwechseln weiter unten).

Die Lieferkosten, die den Markt 2021 geprägt haben

Ein Faktor lässt sich dagegen sauber über die Zeit verfolgen: die Frachtkosten. Der Drewry World Container Index für die Route Shanghai nach Rotterdam bezieht sich auf einen 40-Fuß-Container (FEU) und zeigt, wie extrem der Ausschlag von 2021 war und wie wenig davon geblieben ist.

Zeitpunkt Kosten je 40-Fuß-Container (USD)
3. November 2021 (Höchststand) 13.787
Ende 2023 1.667
Januar 2024 2.840
Spitze 2024 4.999
Januar 2025 4.774
8. Dezember 2025 2.241
18. Februar 2026 4.653
20. August 2026 4.401

Quelle: Drewry World Container Index, Route Shanghai nach Rotterdam, jeweils Wochenwert.

Zum Vergleich die Zahlen, die in der 2021er Fassung dieses Artikels standen: 2020 kostete ein 20-Fuß-Container rund 2.000 bis 2.500 USD, 2021 stieg der Preis auf 7.500 bis 17.500 USD. Der Höchststand von Ende 2021 lag also beim Acht- bis Neunfachen des Normalniveaus. Heute liegen die Raten wieder bei etwa dem Doppelten bis Dreifachen von 2020, mit deutlichen Ausschlägen nach oben und unten innerhalb weniger Monate. Für Boards im Einstiegssegment, bei denen die Fracht einen spürbaren Teil des Verkaufspreises ausmacht, ist das der Unterschied zwischen kalkulierbar und nicht kalkulierbar.

Wo SUP Boards hergestellt werden

  • Die absolute Mehrheit der SUP Marken lässt in China produzieren. Das gilt für günstige Boards genauso wie für teure. Nach Einschätzung von Branchenkennern entfallen rund 80 Prozent aller Stand Up Paddling Produkte auf nur vier große Werke in China (Stand 2021, seither keine neuere Erhebung bekannt). Die Werke haben Erfahrung mit dem Drop-Stitch-Verfahren und einen erheblichen Kostenvorteil.
  • Diese Konzentration erklärt, warum sich viele Boards so ähnlich sehen. Besonders auf Marktplätzen wie Amazon erscheinen jede Saison neue Marken, die kein eigenes Board entwickeln, sondern ein vorhandenes Modell eines chinesischen Produzenten mit einem neuen Logo versehen.
  • Korrektur gegenüber unserer Fassung von 2021: Wir hatten damals geschrieben, es gebe keinen SUP Hersteller in Deutschland. Das stimmt so nicht mehr. TripStix in Burgberg im Allgäu fertigt SUP Boards in Deutschland, unter anderem als Einzelanfertigung. Es bleibt eine Ausnahme, aber es ist eine.

Was unabhängige Tests ergeben haben

Bei der Frage nach Testergebnissen kursieren mehr Behauptungen als Tests. Der Stand im August 2026:

  • Stiftung Warentest hat in Ausgabe 06/2025 zehn aufblasbare SUP Boards geprüft. Vier erhielten das Qualitätsurteil „gut“. Testsieger wurde das Jobe Leona 10.6 mit der Note 2,1, als Preis-Tipp ging das Bluefin Cruise mit 2,5 aus dem Test. Zwei Befunde aus dem Test sind wichtiger als die Rangliste: In einem Board fanden die Prüfer Schadstoffe ausgerechnet im Standbereich, also dort, wo die Haut über Stunden Kontakt hat. Und mehrere als komplett verkaufte Sets enthielten keine Leash, obwohl die Sicherheitsleine das mit Abstand wichtigste Zubehörteil ist.
  • Von ÖKO-TEST gibt es keinen SUP Board Test. Wer entsprechende Siegel oder Verweise sieht, sollte sie prüfen.
  • Vom ADAC gibt es ebenfalls keinen SUP Board Test. Der ADAC veröffentlicht Hinweise zu Regeln und Sicherheit auf dem Wasser, aber keine vergleichende Produktprüfung.

Damit ist der Warentest von 2025 die einzige unabhängige, methodisch offengelegte Produktprüfung im deutschsprachigen Raum. Unsere eigenen SUP Board Tests sind Praxistests und ersetzen das nicht, sondern ergänzen es um Punkte, die ein Labortest nicht abdeckt.

Marken, Eigentümer und die Frage nach der Pleitewelle

Weil das Thema regelmäßig gefragt wird: Wir haben nach Insolvenzen in der deutschen SUP Branche gesucht und keine Insolvenzwelle gefunden. Der einzige Fall, der sich belegen ließ, ist die Supremesurfshop GmbH in Rostock im November 2023. Das ist ein Händler, kein Hersteller.

Bewegung gab es dagegen bei den Eigentümern:

  • Mistral wurde im Februar 2022 von der niederländischen NMG übernommen. Mistral ist die Marke, unter deren Lizenz die bekannten Lidl SUP Boards verkauft wurden. Mistral stellte dabei nicht die Boards, sondern gegen Lizenzgebühr den Markennamen.
  • Naish ging im Januar 2023 an Kubus Sports.

Beides sind Übernahmen laufender Marken, keine Abwicklungen. Wer aus solchen Meldungen ein Sterben der Branche ableitet, liest zu viel hinein.

Aufblasbare Boards gegen Hardboards

Es gibt aufblasbare SUP Boards (Inflatables) und feste Boards (Hardboards). Die Vorteile der Inflatables sind Transport und Lagerung, die der Hardboards Gleiteigenschaften und Steifigkeit. Mehr dazu steht in unserem Vergleich iSUP oder Hardboard.

  • Nach Einschätzungen aus der Branche machen aufblasbare Boards 95 bis 99 Prozent des Gesamtmarkts aus, im Breitensport über 99 Prozent. Das deckt sich mit den Umsatzanteilen der Marktstudien, die den iSUP-Anteil bei 60 bis 68 Prozent des Umsatzes sehen. Der Unterschied ist kein Widerspruch: Hardboards sind teurer, also ist ihr Umsatzanteil deutlich höher als ihr Stückzahlanteil.
  • Plausibel wird die Stückzahldominanz auch dadurch, dass mehrere der meistverkauften Marken ausschließlich aufblasbare Boards anbieten, darunter Aqua Marina, Bluefin und Decathlon.

Bemerkenswert ist, dass sich an dieser Verteilung seit unserer ersten Erhebung 2021 nichts Wesentliches geändert hat. Es ist eine der wenigen Zahlen in diesem Artikel, die fünf Jahre überstanden hat.

Wie viel Wasser es überhaupt gibt

Diesen Abschnitt haben wir gegenüber 2021 komplett neu recherchiert, und das war nötig: drei der damals genannten Zahlen halten der Prüfung an amtlichen Quellen nicht stand. Wir schreiben hier auf, was sich belegen lässt und was nicht.

Deutschland

  • Fließgewässer: Die Bestandsaufnahme zur EU-Wasserrahmenrichtlinie führt für Deutschland rund 9.000 Fließgewässer-Wasserkörper mit zusammen über 130.000 Kilometern Länge (Stand 2021). Unsere alte Angabe von „ca. 15.000 Flüssen“ war zu hoch und ohne Quelle.
  • Stehende Gewässer: Das Umweltbundesamt zählt über 290.000 stehende Gewässer in Deutschland. Davon sind 1.120 Seen größer als 50 Hektar, und rund 780 werden als berichtspflichtige Wasserkörper geführt. Die 2021 hier genannte Spanne von 15.000 bis 30.000 Seen ab einem Hektar ließ sich in keiner amtlichen Quelle wiederfinden.
  • Küstenlänge: Für die häufig zitierten 3.624 Kilometer gibt es keinen Beleg. Belastbar ist die Festlandküste von 1.585 Kilometern (621 km Nordsee, 964 km Ostsee). Das CIA World Factbook nennt inklusive Inseln 2.389 Kilometer. Eine einheitliche amtliche Bundeszahl existiert nicht, weil das Ergebnis davon abhängt, wie fein man Buchten und Inseln nachmisst.

Österreich

Die österreichischen Zahlen haben wir 2021 korrekt angegeben, sie haben Bestand:

  • 2.140 Seen mit einer Fläche von mindestens einem Hektar
  • 2.194 Flüsse mit einem Einzugsgebiet von mindestens zehn Quadratkilometern
  • 0 Kilometer Küste

Quelle: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft.

Schweiz

Hier waren beide alten Zahlen falsch definiert, nicht nur falsch gezählt:

  • Das Bundesamt für Umwelt arbeitet mit einer Schwelle von 0,5 Hektar, nicht einem Hektar. Nach dieser Definition hat die Schweiz 1.592 Seen. Unsere alte Angabe von „ca. 1.500 Seen ab 1 ha“ verglich Äpfel mit Birnen.
  • Für Fließgewässer benutzt die Schweiz keine Zehn-Quadratkilometer-Schwelle, sondern ein Einzugsgebiet ab etwa 1 bis 1,5 Quadratkilometern. Die 2021 genannten 1.170 Flüsse sind deshalb nicht vergleichbar und wir lassen sie ersatzlos weg.
  • 0 Kilometer Küste

Die praktisch nützlichere Zahl: gemeldete Badegewässer

Für Paddler ist eine andere Größe aussagekräftiger als die Zahl aller Seen, nämlich die Zahl der Gewässer, an denen amtlich gemessen wird und an denen es einen zugänglichen Einstieg gibt. Wir haben dafür den vollständigen Datensatz der Europäischen Umweltagentur für die Badesaison 2025 ausgewertet.

Land Gemeldete Badegewässer davon ausgezeichnet mangelhaft
Deutschland 2.291 2.082 3
Österreich 260 251 1
Schweiz 160 135 4

Quelle: Europäische Umweltagentur, Badegewässerdaten Saison 2025, eigene Auswertung.

Die deutschen 2.291 Messstellen verteilen sich auf 1.893 Seen, 346 Küstenabschnitte, 37 Flüsse und 15 Übergangsgewässer. Zwei Dinge fallen daran auf. Erstens ist die Wasserqualität deutlich besser als ihr Ruf: 91 Prozent der deutschen Badegewässer sind mit „ausgezeichnet“ eingestuft, genau drei sind mangelhaft. Zweitens spielen Flüsse als offizielle Badegewässer in Deutschland praktisch keine Rolle, sie machen nicht einmal zwei Prozent aus. Wer auf einem Fluss paddelt, bewegt sich also fast immer außerhalb der amtlichen Überwachung, was für die Gewässerqualität nichts heißen muss, für die Verfügbarkeit von Informationen aber sehr wohl.

Die Schweiz meldet ihre Werte freiwillig an die EU-Datenbank, sie ist nicht dazu verpflichtet. Die 160 Stellen sind deshalb keine vollständige Erfassung des Landes.

SUP Verbote und Einschränkungen

Aus Gründen des Naturschutzes, der Sicherheit oder wegen privater Eigentumsrechte kann das Paddeln eingeschränkt oder verboten sein. In unserer Übersicht der SUP Verbote führen wir derzeit 85 deutsche Gewässer mit Einschränkungen oder Verboten (Stand August 2026). Im Juli 2021 waren es 78.

Bundesland Gewässer mit Einschränkung 2026 2021
Bayern 27 27
Schleswig-Holstein 19 19
Niedersachsen 12 11
Baden-Württemberg 7 5
Brandenburg 4 3
Nordrhein-Westfalen 4 3
Mecklenburg-Vorpommern 3 3
Sachsen 3 2
Hamburg 2 2
Berlin 1 1
Hessen 1 0
Rheinland-Pfalz 1 1
Sachsen-Anhalt 1 1
Bremen 0 0
Saarland 0 0
Thüringen 0 0
Gesamt 85 78

Quelle: eigene Erhebung, laufend gepflegt.

Diese Zahlen sind mit Vorsicht zu lesen. Sie messen nicht, wo am strengsten reguliert wird, sondern wo Regelungen auffindbar und dokumentiert sind. Dass Bayern und Schleswig-Holstein die Liste anführen, hat auch damit zu tun, dass beide Länder viele Seen und eine gut dokumentierte Schutzgebietsverwaltung haben.

Die bundesweite Regel, die kaum jemand kennt

SUP Boards dürfen in Deutschland keine Schleuse befahren. Das ist keine örtliche Besonderheit, sondern gilt auf allen Bundeswasserstraßen. Grundlage ist eine Allgemeinverfügung der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt vom 26. Juli 2018. Begründet wird sie damit, dass einem SUP Board ein Sitzplatz, eine Festmacheeinrichtung und eine Absturzsicherung fehlen, alles drei Dinge, die in einer Schleusenkammer bei starken Strömungen und wechselnden Wasserständen sicherheitsrelevant sind. Wer eine längere Flusstour plant, muss Schleusen also umtragen.

Beispiel Bodensee

Am meistbefahrenen Binnengewässer im deutschsprachigen Raum gelten konkrete Auflagen, die stellvertretend zeigen, wie so etwas aussieht (Regelung des Bodenseekreises):

  • Ab 300 Metern Uferentfernung ist eine Rettungsweste oder Auftriebshilfe mit mindestens 50 Newton mitzuführen.
  • 50 Meter Abstand zu vorfahrtsberechtigten Fahrzeugen, insbesondere zur Berufsschifffahrt.
  • 25 Meter Abstand zu Schilfgürteln.

Mehr dazu in unserem Artikel zum SUP am Bodensee.

Wie gefährlich ist Stand Up Paddling?

Das ist die Frage, zu der am meisten behauptet und am wenigsten gemessen wird. Deshalb zuerst der wichtigste Satz dieses Abschnitts:

Für Deutschland gibt es keine SUP Unfallstatistik. Weder die DLRG noch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger weisen Stand Up Paddling getrennt aus. Wer eine Zahl deutscher SUP Todesfälle nennt, hat sie nicht aus einer Statistik, weil es keine gibt.

Was es an belastbaren Daten gibt, kommt aus den USA und aus Großbritannien.

USA: die einzige lange Zeitreihe

Die US-Küstenwache erfasst Sportbootunfälle seit Jahrzehnten einheitlich und führt Stand Up Paddleboards seit 2010 als eigene Kategorie. Für 2024 weist der Bericht „Recreational Boating Statistics“ aus:

  • 29 Todesfälle auf SUP Boards, davon 26 durch Ertrinken. Das entspricht einem Ertrinkungsanteil von 90 Prozent.
  • Zum Vergleich: Kajak 89 Todesfälle (87 Prozent Ertrinken), Kanu 25 (84 Prozent). Über alle Bootstypen zusammen 556 Todesfälle, davon 365 durch Ertrinken, also 66 Prozent.
  • Insgesamt wurden 40 SUP Unfälle gemeldet, mit 29 Toten und 13 Verletzten.

Der letzte Punkt verdient eine Erklärung, weil er auf den ersten Blick erschreckend aussieht: bei 40 gemeldeten Unfällen gab es 29 Tote. Daraus folgt nicht, dass drei von vier SUP Unfällen tödlich enden. Es folgt daraus, dass ein Sturz vom Board ohne Folgen niemand meldet. In dieser Statistik landen fast nur die Fälle, in denen die Küstenwache ausrücken musste. Die Zahl misst also die Schwere der gemeldeten Fälle, nicht das Risiko pro Ausfahrt.

Aussagekräftiger ist die Entwicklung des Anteils an allen Sportboottoten:

Jahr Anteil SUP an allen Sportboottoten Anteil Kanu und Kajak
2010 0 % 21 %
2011 0 % 18 %
2012 0 % 16 %
2013 1 % 19 %
2014 0 % 22 %
2015 1 % 22 %
2016 2 % 22 %
2017 2 % 21 %
2018 1 % 20 %
2019 2 % 20 %
2020 1 % 20 %
2021 3 % 22 %
2022 3 % 21 %
2023 2 % 24 %
2024 5 % 21 %

Quelle: United States Coast Guard, Recreational Boating Statistics 2024, Tabelle 25.

2024 ist der bislang höchste Wert der Zeitreihe. Der Anteil hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Ob das ein Trend oder ein Ausreißer ist, lässt sich erst mit dem Bericht für 2025 sagen. Gesichert ist nur die Richtung über fünfzehn Jahre: von null auf fünf Prozent, während der Anteil von Kanu und Kajak über den gesamten Zeitraum bemerkenswert stabil um die zwanzig Prozent liegt.

Großbritannien und Deutschland: Einsätze statt Todesfälle

  • Die britische RNLI zählte 2024 insgesamt 134 Rettungsbooteinsätze und 413 Einsätze der Rettungsschwimmer, an denen Paddleboards beteiligt waren.
  • Die DGzRS fuhr 2025 über 1.700 Einsätze. Davon entfielen 85 auf Surfer und SUP Paddler zusammen, also rund fünf Prozent. Eine Aufteilung zwischen beiden Gruppen veröffentlicht die Gesellschaft nicht.
  • Die DLRG meldete in ihrer Sommerbilanz 2025 321 Ertrunkene bis zum 15. September, über alle Ursachen und Gewässer. SUP wird dabei nicht gesondert erfasst.

Was sich daraus für die Praxis ergibt

Ein Muster zieht sich durch alle diese Quellen: Wer auf dem SUP stirbt, ertrinkt. In neun von zehn Fällen. Das ist ein anderes Risikoprofil als bei Motorbooten, wo Kollisionen und Verletzungen eine viel größere Rolle spielen. Daraus folgen genau zwei Konsequenzen, und beide kosten wenig:

  • Eine Leash hält das Board am Körper. Ein abgetriebenes Board ist bei Wind in Minuten außer Reichweite, und das Board ist der Auftriebskörper. Auf Fließgewässern gehört dazu eine Hüftleash mit Schnelltrenner, keine Fußleash.
  • Eine Auftriebshilfe, spätestens bei Uferabstand, Wind oder kaltem Wasser. Am Bodensee ist sie ab 300 Metern Uferentfernung ohnehin vorgeschrieben.

Dass der Warentest 2025 in mehreren Komplettsets keine Leash gefunden hat, ist vor diesem Hintergrund der ärgerlichste Einzelbefund des Jahres.

SUP als Wettkampfsport

Der Leistungssport hat ein Problem, das er sich selbst gemacht hat: zwei Weltverbände beanspruchen SUP für sich.

  • Der Internationale Sportgerichtshof CAS entschied am 6. August 2020 in diesem Streit zwischen der ISA (International Surfing Association) und dem ICF (International Canoe Federation). Beendet hat das den Konflikt nicht, beide Verbände richten weiterhin eigene Weltmeisterschaften aus.
  • Für Los Angeles 2028 wurde SUP nicht ins olympische Programm aufgenommen. Die Verbandsspaltung gilt als einer der Gründe.
  • Gemessen an der Teilnehmerzahl ist die ICF Weltmeisterschaft inzwischen die größere Veranstaltung: zuletzt 460 bis 500 Athletinnen und Athleten aus 52 bis 54 Nationen. Bei der ISA sind es 169 bis 180 Teilnehmer aus 27 bis 40 Nationen.
  • Deutschland ist im Wettkampfsport konkurrenzfähig: bei der ICF Weltmeisterschaft 2025 in Abu Dhabi gab es sieben deutsche Medaillen.

Für den Breitensport ist das folgenlos. Für die Frage, warum SUP trotz seiner Verbreitung im Fernsehen praktisch nicht vorkommt, ist es eine der wichtigsten Erklärungen.

Die größten SUP Medien im deutschsprachigen Raum

Auch dieser Abschnitt hat sich seit 2021 stärker verändert als erwartet, und zwar durch Schrumpfung.

  • SUP Magazin: Das Magazin SUP aus dem Umfeld von surf erscheint seit 2024 nicht mehr eigenständig, sondern als Oversize-Beilage in fünf Partnermagazinen. Die Mediadaten nennen eine Reichweite von 250.000 (IVW, drittes Quartal 2023). Eine aktuelle Auflagenzahl wird nicht mehr ausgewiesen. Unsere 2021er Angabe von 30.000 Exemplaren Auflage ist damit hinfällig.
  • surf Magazin Forum: Das größte deutschsprachige Wassersportforum, in unserer alten Fassung mit 22.750 Mitgliedern aufgeführt, wurde am 31. März 2022 geschlossen. Damit ist der wichtigste offene Austauschort der Szene verschwunden, ohne dass ein gleichwertiger Ersatz entstanden wäre.
  • Verband: Die GSUPA zählt aktuell 240 Einzelmitglieder, 77 zertifizierte SUP Schulen, 7 Vereine und 4 Kids-Teams. Diese Größenordnung ist der eigentliche Beleg dafür, wie wenig vereinsmäßig organisiert der Sport ist. Zum Vergleich: der Deutsche Kanu-Verband hat einen sechsstelligen Mitgliederbestand.
  • Diese Seite: stand-up-paddling.org führt derzeit 581 eigene Produktseiten zu Boards und Zubehör. 2021 waren es 310 Boardvorstellungen. Auch damit decken wir nur einen Teil des Marktes ab, denn allein auf Amazon erscheinen jede Saison neue Marken, von denen niemand im Team je gehört hat.

Die Kurzfassung: Der Sport ist gewachsen, seine Medien und seine Verbandsstrukturen sind es nicht. Ein Printmagazin ist zur Beilage geworden, das größte Forum ist tot, und der Verband hat weniger Einzelmitglieder als ein mittlerer Fußballverein.

Was Deutschland bei Google zu SUP sucht

Der Verlauf der Suchanfragen zeigt, wie stark saisonal der Sport ist. Schon kurzfristige Temperaturschwankungen im Sommer schlagen sichtbar auf die Nachfrage durch, und das gilt für die Suche genauso wie für unsere eigenen Seitenaufrufe.

Falls die Grafik nicht richtig dargestellt wird, klicke hier:

https://trends.google.de/trends/explore

Unsere eigene Auswertung

Google Trends zeigt nur relative Verläufe, keine Mengen. Deshalb haben wir für diesen Artikel unsere eigenen Messdaten ausgewertet. Grundlage sind alle Suchanfragen, mit denen Nutzer im Zeitraum 22. August 2025 bis 21. August 2026 in der Google-Suche auf unsere Seiten gestoßen sind. Das sind 39.246 verschiedene Suchanfragen mit zusammen 1.854.615 Einblendungen und 34.573 Klicks.

Das ist keine Messung des gesamten deutschen Suchvolumens, sondern ein Ausschnitt davon. Aber es ist ein großer, echt gemessener Ausschnitt, und anders als bei gekauften Schätzwerten wissen wir genau, wie er zustande kommt.

Nach Themen gruppiert verteilen sich diese Anfragen so:

Thema verschiedene Suchanfragen Einblendungen
Test, Vergleich, Testsieger 1.649 171.782
Discounter und Handelsmarken 1.458 96.079
Orte und Gewässer 3.504 95.314
Boards für zwei Personen 498 66.595
Preis und günstig 809 50.432
Tragfähigkeit und Körpergewicht 355 37.154
Kinder 322 22.741
Recht, Regeln, Verbote 300 14.154
Anfänger und Einstieg 187 13.269
Paddeln mit Hund 233 12.125

Quelle: eigene Auswertung der Google Search Console, 22.08.2025 bis 21.08.2026. Mehrfachzuordnung möglich, eine Anfrage kann in mehreren Themen auftauchen.

Vier Dinge lassen sich daraus ablesen:

  • Die Testfrage dominiert alles. Fast jede zehnte Einblendung entfällt auf eine Anfrage mit „Test“, „Vergleich“ oder „Testsieger“. Menschen wollen vor dem Kauf ein Urteil, und es gibt genau einen unabhängigen Test dazu.
  • Discounter sind ein eigenes Thema. 1.458 verschiedene Anfragen nennen Aldi, Lidl, Kaufland, Tchibo oder Decathlon. Für viele ist das SUP Board kein Sportartikel, sondern ein Aktionsangebot, das man mitnimmt, wenn es gerade da ist.
  • Tragfähigkeit ist eine Sorge, keine Nebensache. 355 Anfragen enthalten eine Kilogrammangabe, darunter allein 4.381 Einblendungen für „sup board 130 kg“. Dahinter stehen Menschen, die wissen wollen, ob der Sport für sie überhaupt in Frage kommt.
  • Boards für zwei Personen sind ein größeres Thema als Kinder, Hunde und Anfänger zusammen. Das war vor fünf Jahren nicht so.

Die meistgesuchten Begriffe

Suchanfrage Einblendungen im Jahr
sup board test 10.248
6 fuß in cm 9.949
fuß in cm 8.391
stand up paddle test 7.627
sup transportwagen 6.737
wahu board 6.625
sup für 2 personen 6.190
balance board übungen pdf 5.907
sup test 2026 5.818
sup hardboard 5.782
sup rucksack 5.589
stand up paddling 5.510
kaufland sup 5.358
aldi sup 5.195
sup zubehör 5.179
angel sup 5.073
brast sup board 5.015
bestes sup unter 300 euro 4.826
bluefin cruise 12 4.601
stand up paddle für 2 personen 4.574

Quelle: eigene Auswertung der Google Search Console, 22.08.2025 bis 21.08.2026.

Auf Platz zwei und drei stehen zwei Anfragen, die auf den ersten Blick nichts mit dem Sport zu tun haben: „6 fuß in cm“ und „fuß in cm“ mit zusammen über 18.000 Einblendungen. Sie sind der beste Beleg dafür, wie sehr die Branche ihre Kundschaft mit Maßeinheiten alleine lässt. Boardlängen werden fast durchgehend in Fuß und Zoll angegeben, gekauft wird aber in einem Land, das in Zentimetern denkt. Wer wissen will, ob ein 10’6″-Board in seinen Kofferraum passt, muss erst rechnen.

Die häufigsten Anfragen mit „SUP Board“

Auf diesen Wortstamm entfallen 1.704 verschiedene Suchanfragen mit 172.199 Einblendungen.

Suchanfrage Einblendungen im Jahr
sup board test 10.248
brast sup board 5.015
sup board 130 kg 4.381
sup board 100 kg 2.747
sup board 2 personen 2.541
aldi sup board 2.452
f2 sup board 2.419
bestes sup board 2.200
sup board aldi 2.065
sup board test 2026 2.004
sup board günstig 1.987
sup board mit segel 1.973
sup boards günstig 1.951
welches sup board 1.885
sup board münchen 1.862
sup board zubehör 1.837
sup board kaufland 1.712
sup board trolley 1.690
kaufland sup board 1.626
xxl sup board 1.622

Quelle: eigene Auswertung der Google Search Console, 22.08.2025 bis 21.08.2026.

Diese Tabelle ersetzt eine ältere Aufstellung, die in der Fassung von 2021 an dieser Stelle stand und auf Schätzwerten eines externen Werkzeugs beruhte. Wir halten gemessene eigene Daten für die ehrlichere Grundlage, auch wenn sie einen kleineren Ausschnitt zeigen.

SUP Rekorde

Rekorde sind der Bereich, in dem am meisten Unsinn kursiert, weil „paddleboard“ im Englischen zwei völlig verschiedene Sportarten bezeichnet. Prone Paddling findet im Liegen oder Knien statt, Stand Up Paddling im Stehen. Wir führen hier ausschließlich Rekorde im Stehen auf, alle bei Guinness World Records ratifiziert und im August 2026 geprüft.

Distanz

Rekord Wert Rekordhalter Datum
Längste Reise mit dem SUP 2.677,34 km Peter Charlesworth (AUS), Murray River 4. März bis 11. Juni 2023
Größte Distanz in einem Monat (Frauen) 837,50 km Bonnie Goethals (USA), Lake Norman 29. September 2024
Größte Distanz in 24 Stunden, Flachwasser (Männer) 193,80 km Bart de Zwart (NL), Bielersee 30. Mai 2017
Größte Distanz in 24 Stunden, Flachwasser (Frauen) 177,79 km Seychelle Hattingh (USA), Sarasota 5. und 6. Dezember 2015
Größte Distanz in 24 Stunden, Fließwasser (Frauen) 169,32 km Isa Sebastião (POR), Rio Sado 6. und 7. Juni 2015
Größte Distanz in 12 Stunden, offenes Wasser 130,10 km Chris Bertish (RSA), Südafrika 17. Dezember 2013

Der Wert von Bart de Zwart ist der eindrucksvollste dieser Liste: 193,8 Kilometer in 24 Stunden entsprechen einem Schnitt von gut acht Kilometern pro Stunde, einen ganzen Tag lang, im Stehen.

Überquerungen

Strecke Zeit Rekordhalter Datum
Ärmelkanal 3:38:37 Josh und David Masson (UK) 12. Juni 2024
North Channel (Nordirland nach Schottland) 5:02:35 Samantha Rutt (UK) 1. Juli 2022
Loch Ness (Fort Augustus nach Lochend) 4:01:49 Mark Salter (UK) 3. April 2023

Beim Ärmelkanal lohnt der Vergleich, weil er die eingangs genannte Verwechslung greifbar macht: Die Bestzeit im Prone Paddling, also im Liegen, liegt bei 3:54:50 (Mark Walton, 2. Oktober 2023). Stehend ist die Strecke also gut sechzehn Minuten schneller bewältigt worden als liegend. Wer beide Zahlen in einer Liste vermischt, vergleicht zwei Sportarten.

Ozeanüberquerungen

  • Atlantik: Chris Bertish paddelte vom 6. Dezember 2016 bis 9. März 2017, also 93 Tage, solo und ohne Begleitboot von Agadir in Marokko nach English Harbour auf Antigua. Es war die erste Atlantiküberquerung im Stehpaddeln. Zur zurückgelegten Distanz kursieren Angaben zwischen 6.500 und über 8.000 Kilometern, je nach Quelle und je nachdem, ob die tatsächlich gepaddelte Route oder die Luftlinie gemeint ist. Wir nennen deshalb bewusst nur die Dauer.
  • Pazifik: Antonio de la Rosa überquerte 2019 in 76 Tagen, 5 Stunden und 22 Minuten rund 4.000 Kilometer von San Francisco nach Oahu auf Hawaii. Auch das solo und ohne Begleitung.

Massenrekorde und Kuriositäten

  • 73 Personen gleichzeitig auf einem einzigen SUP Board, aufgestellt am 20. Juli 2019 in Lee’s Summit, Missouri.
  • 844 Boards in der größten SUP Parade, am 10. September 2017 in Wladiwostok.
  • 517 Teilnehmer in der größten SUP Unterrichtsstunde, 19. August 2012 in Newport Beach.
  • 389 Starter im größten SUP Rennen, 29. September 2012 in Dana Point, Kalifornien.
  • 14,85 Meter misst das größte je gebaute SUP Board, gebaut 2016 auf Gran Canaria.
  • 450 Meter weit ritt Robby Naish am 17. Mai 2014 auf einer Flutwelle des Pororoca in Brasilien, dem breitesten je auf einem SUP gefahrenen Gezeitenschwall.

Deutsche Rekorde

Ratifizierte deutsche Bestmarken über Distanz oder Zeit gibt es im SUP nicht. Belegbar sind zwei andere:

  • Größte SUP Yogastunde der Welt: 305 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, organisiert von Raphaela Schäufele am 11. September 2022 in Überlingen am Bodensee. Ein Guinness-Titel, der in Deutschland aufgestellt wurde und bis heute steht.
  • Höchstgelegenes Stand Up Paddling: 5.900 Meter über dem Meer, aufgestellt von Thomas Fritzmeier aus Bad Tölz am 9. November 2019 im Kratersee des Vulkans Licancabur in Bolivien. Dieser Rekord ist vom Rekord-Institut für Deutschland anerkannt, nicht von Guinness.
Was es nicht gibt. Weder die ISA noch der ICF führen offizielle Weltrekorde über Sprintdistanzen. Der ICF spricht bei seiner schnellsten Zeit über 200 Meter (46,38 Sekunden, Connor Baxter, Weltmeisterschaft 2019 in Qingdao) ausdrücklich von der schnellsten je erzielten Zeit, nicht von einem Weltrekord. Der Grund ist sachlich: Streckenlängen, Strömung und Wind wechseln von Austragung zu Austragung, eine Bestzeit wäre nicht vergleichbar. Auch für Flussdurchquerungen von Mississippi, Donau oder Rhein existiert keine ratifizierte Bestmarke, sondern nur Eigenangaben der Sportler.

Woher die Zahlen stammen

Damit jede Angabe nachprüfbar bleibt, hier die verwendeten Quellen im Überblick:

  • Verbreitung: Institut für Demoskopie Allensbach, Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) 2024
  • Gewässer: Umweltbundesamt, Bestandsaufnahme zur EU-Wasserrahmenrichtlinie, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft (Österreich), Bundesamt für Umwelt (Schweiz), CIA World Factbook
  • Badegewässer: Europäische Umweltagentur, Badegewässerdatensatz Saison 2025, eigene Auswertung
  • Sicherheit: United States Coast Guard, Recreational Boating Statistics 2024, RNLI Jahreszahlen 2024, DGzRS Jahresbilanz 2025, DLRG Sommerbilanz 2025
  • Frachtkosten: Drewry World Container Index
  • Produkttests: Stiftung Warentest, Ausgabe 06/2025
  • Wettkampf: Entscheidung des Court of Arbitration for Sport vom 6. August 2020, Ergebnislisten von ISA und ICF
  • Recht: Allgemeinverfügung der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt vom 26. Juli 2018, Regelungen des Bodenseekreises
  • Suchdaten und Bestandszahlen: eigene Erhebungen von stand-up-paddling.org

Wo wir eine Zahl nicht belegen konnten, steht das im Text. Das betrifft vor allem verkaufte Stückzahlen, deutsche SUP Unfallzahlen und die Größe des Marktes in Euro. Für diese drei Fragen gibt es schlicht keine seriöse Quelle, und eine gerundete Schätzung wäre hier keine Information, sondern eine Behauptung mit Nachkommastelle.

Diese Seite darf zitiert werden. Wer Zahlen von hier übernimmt, nennt bitte die jeweils angegebene Originalquelle und nicht uns. Bei unseren eigenen Auswertungen freuen wir uns über einen Verweis auf diese Seite.

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