Skip to main content
#1 größte SUP Seite in Deutschland
300+ SUP Board Tests
Mehr als 4.000 Youtube Abonnenten

Blog SUP Board Luft ablassen: Die 4 besten Methoden (Vergleich)

Möchtest du die beste Methode kennenlernen, um die Luft aus deinem SUP Board abzulassen?

In diesem Artikel stellen wir dir die vier besten Methoden im Vergleich vor, sodass du dein Board schnell und ohne großen Aufwand aufrollen und einpacken kannst.

Entdecke jetzt die schnellste und einfachste Möglichkeit, dein SUP Board für den Transport im Rucksack vorzubereiten!

Funktionsweise eines SUP Board Ventils

Der absolute Standard bei SUP Ventilen ist das sogenannte HR-Ventil (HR steht für Halkey Roberts). Diese Hochdruckventile haben einen sogenannten Ventilstift (Pin) mit darunterliegender Feder.

Der Ventilstift ist besonders wichtig, denn durch die Stellung dieses Stifts wird bestimmt, ob das Ventil geöffnet oder geschlossen ist:

Steht der Stift oben, ist das Ventil zu. Das ist die Stellung zum Aufpumpen: Die Luft kommt hinein, aber nicht wieder heraus.

Steht der Stift unten und ist eingerastet, ist das Ventil dauerhaft offen. Das ist die Stellung zum Ablassen. Du drückst den Stift mit dem Finger hinein und drehst ihn dabei eine Vierteldrehung, bis er unten liegen bleibt. Zum Schließen drückst du ihn noch einmal kurz hinein, drehst in die andere Richtung, und er springt von selbst wieder nach oben.

In welche Richtung du zum Einrasten drehen musst, ist nicht bei allen Boards gleich beschriftet. Merk es dir einmal an deinem eigenen Ventil, dann musst du am Ufer nicht überlegen. Und wichtig: Es geht immer nur um den Stift in der Mitte, nie um den Ventilkörper selbst. Der Ring ringsherum ist mit dem Board verklebt und verschraubt. Wer ihn mit dem Ventilschlüssel löst, während noch Druck im Board ist, riskiert, dass ihm das ganze Ventil entgegenfliegt.

Schau dir die beiden Ventilpositionen bei deinem Board ruhig in unaufgepumptem Zustand mal in Ruhe an, damit du die Funktionsweise des Ventilstifts richtig verstehst.

Was vor dem Ablassen erledigt sein sollte

Drei Handgriffe, die sich später auszahlen. Sie kosten zusammen keine fünf Minuten.

Finne raus. Eine Slide-in-Finne ist in ein paar Sekunden abgezogen, eine geschraubte braucht die passende Schraube und Platte. Ein Board mit montierter Finne lässt sich nicht sauber flach rollen, und die Finne drückt beim Transport in die Unterseite des Boards.

Board sauber machen. Salz, Sand und Algenreste gehören abgespült, bevor das Board eingerollt wird. Salz zieht Wasser und greift auf Dauer Nähte und Deckpad an, Sandkörner scheuern beim Transport. Wie das genau geht, steht in unserem Beitrag zum SUP Board reinigen.

Board trocknen. Das ist der wichtigste Punkt und der, der am häufigsten übergangen wird. Ein feucht eingerolltes Board bleibt tagelang feucht, und in der Rolle ist es warm und dunkel. Genau daraus entsteht Schimmel auf dem Deckpad. Wenn es unterwegs wirklich nicht anders geht, rollst du es zu Hause noch einmal aus und lässt es richtig trocknen.

Methode 1: Luft aus dem SUP Board per Hand ablassen

Die simpelste Methode, die Luft aus deinem SUP Board zu lassen, ist folgende:

Drücke den Ventilstift mit dem Finger ein Stückchen ein und lass so erstmal etwas Luft ab, dann fixierst du den Stift durch eine kleine Drehung im Uhrzeigersinn.

Bitte nicht erschrecken, die Luft pfeift am Anfang mit ordentlich Druck aus dem Ventil. Stelle deshalb sicher, dass dein Gesicht und vor allem deine Augen in sicherer Entfernung sind und keine losen Gegenstände um das Ventil herum liegen.

Wenn du das Ventil auf diese Weise in geöffnetem Zustand fixiert hast, entweicht der Großteil der Luft von ganz alleine. Um dein Board aber komplett zu entleeren, musst du das Board aufrollen.

Wichtig ist, dass du es zum Ventil hin aufrollst, damit das geöffnete Ventil frei bleibt.

Bei den meisten SUP Boards befindet sich das Ventil am Heck, dementsprechend fängst du bei diesen Modellen an der Boardspitze (Nose) mit dem Aufrollen an.

Wenn sich das Ventil an der Nose befindet, beginnst du am Heck. In seltenen Fällen ist das Ventil aber mittig bzw. seitlich angebracht, bei dieser Variante rollst du das Board einmal von der Nose beginnend und danach vom Heck her auf.

Um wirklich die komplette Luft herauszubekommen, kannst du dich immer wieder auf das Board setzen und somit den Druck erhöhen. Ein anderer Trick ist, die Pumpe (ohne Schlauch) auf das Board zu legen und es mit dieser aufzuwickeln.

Wenn die gesamte Luft aus dem Board ist, schließt du das Ventil, indem du den Ventilstift nochmals leicht eindrückst und ihn gegen den Uhrzeigersinn drehst. Der Stift springt dann wieder nach oben und das Ventil ist dicht verschlossen.

Methode 2: SUP Board Luft lautlos mit dem Red Paddle Silent Air Remover ablassen

Natürlich haben die findigen SUP Hersteller auch für diesen Zweck ein nettes kleines Hilfsmittel im Angebot. Red Paddle Co hat genau dafür den Silent Air Remover entwickelt.

Mit diesem kannst du die Luft geräuscharm aus deinem Board ablassen.

Dafür musst du das kleine Gerät nur auf das HR-Ventil schrauben und kannst die Luft dann durch Drücken eines oben angebrachten Auslösers entweichen lassen.

Der Knall am Anfang und das laute Zischen während des Vorgangs wird dadurch wirkungsvoll gemildert und schont deine und die Nerven der anderen Gäste am Gewässer.

Meine Empfehlung

Red Paddle Silent Air Remover,
Mit dem Link kaufst du zum gleichen Preis ein, aber wir erhalten eventuell eine Provision.

Wenn du dir für diesen Zweck kein extra Zubehör wie dieses kaufen möchtest, kannst du dir aber auch anders behelfen:

  • Lege einfach ein Handtuch über das Ventil.
  • Drücke den Ventilstift durch den Stoff des Handtuchs.
  • Der Knall und die anderen Geräusche werden auch dadurch etwas gedämpft.

Methode 3: Luft mit einer SUP Luftpumpe abpumpen

Wenn deine SUP Luftpumpe über einen „Deflate-Modus“ verfügt, kannst du auch mit ihr die Luft komplett abpumpen. Ob deine Pumpe das kann, erkennst du an einem zweiten Anschluss mit Gewinde für den Pumpschlauch.

Diese Anschlüsse sind meist beschriftet, wähle zum Abpumpen den mit der Aufschrift „Deflate“ (teilweise auch mit Def oder Out beschriftet).

Bei dieser Methode hast du die Wahl, ob du den Großteil der Luft erstmal per Hand (siehe oben) ablassen, oder direkt mit der Pumpe starten möchtest.

Nachdem du die SUP Luftpumpe richtig angeschlossen hast, pumpst du die Luft einfach über das Hochziehen und Herunterdrücken des Griffteils aus dem Board.

Zwei Dinge musst du dabei beachten: Der Ventilstift muss unten eingerastet sein, sonst arbeitet die Pumpe gegen ein geschlossenes Ventil. Und der Schlauch gehört an den Deflate-Anschluss, nicht an den zum Aufpumpen. Steckt er falsch, pumpst du Luft ins Board, statt sie herauszuholen.

Auf diese Weise bekommst du deutlich mehr Luft heraus als per Hand, und das Board wird spürbar flacher und damit auch kleiner in der Rolle.

Meine Empfehlung

Mit dem Link kaufst du zum gleichen Preis ein, aber wir erhalten eventuell eine Provision.

Methode 4: Luft mit einer Elektro-Luftpumpe abpumpen

Die luxuriöseste Variante ist der Einsatz einer elektrisch betriebenen SUP Luftpumpe.

Je nach Modell musst du bei diesen, nach dem Anschließen des Schlauchs, entweder den „Deflate-Modus“ auswählen oder den gewünschten Druck auf 0 stellen und die Elektro-Pumpe starten.

Da es sehr viele verschiedene Exemplare auf dem Markt gibt, solltest du aber bitte unbedingt in der Bedienungsanleitung nach der genauen Vorgehensweise schauen.

Ein Hinweis aus der Praxis: Das Absaugen zieht am Akku genauso wie das Aufpumpen. Wer mit einer akkubetriebenen Pumpe unterwegs ist und mehrere Boards versorgen muss, lässt den Großteil der Luft besser per Hand ab und nutzt die Pumpe nur für den letzten Rest.

Meine Empfehlung

Mit dem Link kaufst du zum gleichen Preis ein, aber wir erhalten eventuell eine Provision.

FAQ

Es gibt verschiedene Methoden, um die Luft aus deinem SUP Board zu bekommen. Zuerst öffnest du das Ventil und lässt Luft entweichen, bis du kein Geräusch mehr hörst.

Dann kannst du die Luft entweder beim Einrollen herausdrücken, in dem du dich immer wieder auf dein Board kniest, oder eine manuelle oder elektrische SUP Pumpe zum Abpumpen nutzen.

Ja, aufgepumpt zu lagern ist dem Material sogar zuträglicher als eng gerollt, weil das Drop-Stitch-Gewebe keine dauerhaften Knicke bekommt.

Zwei Bedingungen gehören dazu: nicht in der Sonne und nicht mit vollem Druck. Luft dehnt sich bei Wärme aus, und ein Board, das mit 15 PSI in der Sonne oder unter einem heißen Dach liegt, kommt schnell über den zulässigen Wert. Lass für die Lagerung ein paar PSI heraus, dann bist du auf der sicheren Seite.

Für den Transport im Rucksack ja, sonst bekommst du das Board nicht klein genug und die Rolle drückt sich unterwegs wieder auf.

Für eine Fahrt nach Hause im Kofferraum reicht es dagegen völlig, das Board grob zu entleeren und locker zu falten. Je lockerer die Rolle, desto weniger Knicke bleiben im Material.

Fazit

Welche dieser Methode am besten für dich ist, musst du selbst herausfinden und hängt wahrscheinlich auch von deiner Ausstattung ab.

Wenn du diese Ratschläge anwendest, wird dir das Luft-Ablassen aus deinem SUP Board aber in Zukunft sicherlich ohne Probleme gelingen.


Durchschnittliche Bewertung 4.3 bei insgesamt 3 Stimmen

Ähnliche Beiträge


Kommentare

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
10 Comments
Neuste
Älteste Meist gevoted
Jan

Hallo ihr lieben, danke für die tollen Beiträge!

Mit Hilfe eurer Seite und ein paar Proberunde am See mit verschiedenen Boards über einen Verleih haben wir uns jetzt zwei Bluefin Cruise SUPs gekauft.

Ein 10,8 (normal) und ein 12er-Carbon. Dazu bekommen wir ja die elektrische Pumpe noch als Geschenk, wobei ich nicht weiß, ob wir die wirklich nutzen sollen/wollen.

Da das 12er aber 2 Kammern hat und ihr das „abpumpen“ bei den Mehrkammern empfehlt, habt ihr auch einen Vorschlag für eine passende günstige Pumpe nur zum Absaugen?

Quasi im Auto liegend für danach.

Die Tripple-Action vom Carbon ist ja zum Aufpumpen eigentlich top.

Jan

Hallo und danke für die schnelle Rückmeldung!

Ich dachte eher an eine günstige manuelle Pumpe, nur zum Abpumpen muss die ja keinen Doppelhub haben und das ganze. Man muss ja keinen Druck erzeugen, sondern nur den „Rest“ herausbekommen.

Die elektrischen Pumpen finde ich nicht so besonders, da wir meistens erst ein Stück laufen müssen, um an die Einstiegsstellen zu kommen. Daher würde ich das SUP eher manuell vor Ort am See/Fluss aufpumpen.

Ich denke, es muss auch aus Umweltgründen nicht immer alles elektrisch sein.

Hättest du daher noch einen Tipp für eine günstige manuelle „Abpumpe“? 🙂

Jan

Cool, Danke schön.

Das sieht doch super aus.

Vielen Dank Benjamin, eure Seite ist wirklich super! 👋😄

Michelle

Hallo,
ich habe mir vor 3 Jahren mein SUP gekauft und ein günstiges Modell gewählt (XQ Max 305) leider hat die Pumpe den Geist aufgegeben beim Vergleich mit der Mistral Pumpe ist mir aufgefallen das die Anschlüsse unterschiedlich groß aussehen, kann es sein das die Anschlüsse bei SUPs nicht genormt sind?

Jörg Reidel

Hallo Leute,
die Anzeige am SUP-Manometer zeigt keinen Luftdruck an. Ist neu und das erste Mal ausprobiert?

Ein technischer Fehler oder eine Einstellung?