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Blog Trockenanzug waschen, pflegen und imprägnieren (Anleitung)

Die Entscheidung einen Trockenanzug zu verwenden, wirst du nicht bereuen.

Wie es aber so ist, muss auch der beste Trockenanzug nach dem Gebrauch gereinigt werden.

Dies ist aber nicht so einfach wie mit einer Jeans. Der Trockenanzug benötigt viel Aufmerksamkeit, damit man ihn tatsächlich so lange nutzen kann, wie es angedacht ist.

Unsere Trockenanzug-Empfehlungen:

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Trockenanzug waschen: Behandlung nach dem Einsatz

Die einfachste Form der Pflege ist oftmals die beste. Im Fall des Trockenanzuges wird einfach reines Süßwasser verwendet. Zuerst wird der Anzug von der Innenseite gut ausgespült.

In diesem Fall gilt das Motto “Darf es ein wenig mehr sein?” Je mehr Wasser für die Reinigung der Innenseite verwendet wird, desto weniger Schmutz kann im Material verbleiben.

Danach wird auch die Außenseite gut mit reinem Süßwasser abgespült. Hartnäckige Schmutzflecken können mit einem weichen Mikrofasertuch entfernt werden.

Bleibt trotzdem Geruch im Anzug, nimmst du ein Spezialmittel für Neopren und Trockenanzüge. Verbreitet und gut zu bekommen sind Nikwax Tech Wash, McNett Wetsuit Shampoo und Piss Off. Alle drei sind darauf ausgelegt, die Beschichtung nicht anzugreifen, was Haushaltswaschmittel eben nicht sind.

Wichtig ist die Dosierung: ein Verschluss auf eine Wanne voll lauwarmem Wasser, den Anzug darin bewegen, danach gründlich klar nachspülen. Was an Waschmittelresten im Gewebe bleibt, zieht später wieder Wasser an.

Nun wird der Trockenanzug zunächst von der Innenseite, dann von der Außenseite an der Luft getrocknet.

Zwischen den Einsätzen ist es auch wichtig, den Anzug korrekt zu lagern.

Der perfekte Aufbewahrungsort weist eine Temperatur zwischen 10 °C und 25 °C auf. Es versteht sich von selbst, dass er staubfrei und dunkel sein sollte.

Achte darauf, dass er stets knitterfrei herunterhängen kann.

Und noch eines: Weder Sonnencreme noch Insektenschutzspray dürfen an die Manschetten oder den Anzug. Beides ist fetthaltig, und Fett ist der zuverlässigste Weg, Latex weich und dann rissig zu machen. Wer eincremt, macht das vor dem Anziehen und lässt es einziehen.

Kann man einen Trockenanzug in der Waschmaschine waschen?

Diese Frage kann mit einem klaren NEIN beantwortet werden. Waschmaschine, Waschmittel, Weichspüler, Bleiche und Ähnliches sind ein absolutes Tabu für den Trockenanzug. Sie würden das Material schädigen.

Pflegehinweise: Einen Trockenanzug pflegen

Wie bei allen Kleidungsstücken sollte auch beim Trockenanzug auf die Pflegeanleitung des Herstellers geachtet werden. Für gewöhnlich wird davon abgeraten, den Anzug in der Waschmaschine zu pflegen. Jedoch gibt es Stimmen, die auf das Handwäsche-Programm der Waschmaschine verweisen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte die echte Handwäsche mit viel Süßwasser / Leitungswasser bevorzugen. Gehen wir doch aber besser Schritt für Schritt vor:

1. Trockenanzug überprüfen

Beginne die Reinigung des Trockenanzugs immer mit einer optischen Besichtigung. Gibt es hartnäckige Verschmutzungen?

Gibt es einen Riss oder einen Schnitt, der im späteren Verlauf repariert werden muss? Haben sich im Reißverschluss Schmutz oder Haare verfangen?

2. Manschetten überprüfen

Die Manschetten müssen sich ebenfalls der optischen Überprüfung unterziehen. Auch sie sind auf kleine Risse und aufgeraute Stellen zu überprüfen.

Die aufgerauten Stellen sind die Vorboten eines Risses. Je älter der Trockenanzug ist, desto wichtiger ist dieser Schritt. Natürlich lässt das Material im Laufe der Jahre nach. Latexmanschetten werden immer spröder, was als erstes Anzeichen gedeutet werden kann.

Silikonmanschetten sind in diesem Punkt ein wenig robuster. Dennoch wird die sofortige Überprüfung nach jeder Nutzung immer wichtiger.

Jedes Loch oder größerer Riss würde beim nächsten Anwenden mit einem Wassereindringen glatt bemerkt werden.

3. Manschetten einpudern

Die Manschetten brauchen viel Aufmerksamkeit. Es empfiehlt sich, sie leicht einzupudern, bevor der Anzug in den Schrank geht. So kleben die Gummiflächen nicht aneinander und reißen beim nächsten Anziehen nicht ein.

Dafür nimmst du reines Talkum ohne Duft- und Ölzusätze, wie es im Tauchhandel verkauft wird. Klassisches Babypuder ist häufig mit Pflegeölen versetzt, und genau diese Öle machen Latex über eine Saison weich und porös. Ein Blick auf die Zutatenliste genügt: Steht dort nur Talkum oder Magnesiumsilikat, passt es.

Neoprenmanschetten brauchen kein Puder, sie wollen nur vollständig durchtrocknen. Sollte eine Manschette defekt sein, ist eine Reparatur angesagt.

4. Reißverschluss überprüfen und pflegen

Vergessen wir den Reißverschluss nicht.

Auch er soll so lange intakt bleiben wie der Anzug selber, denn wenn der Reißverschluss undicht ist, wird der Trockenanzug unbrauchbar. Deshalb sollte er regelmäßig mit Silikon-Fett für Reißverschlüsse behandelt werden.

Auf keinen Fall darf er mit Gewalt geschlossen werden. Zum Reinigen des Reißverschlusses werden eine weiche Bürste und Leitungswasser benötigt. Das sollte bereits ausreichen, um ihn sauber zu halten.

5. Häufiges Überprüfen der Langlebigkeit

Die Häufigkeit des sorgfältigen Überprüfens des Trockenanzuges muss natürlich jeder für sich selbst festlegen.

Empfehlenswert ist die sofortige Überprüfung nach dem Tragen. Natürlich kann dies auch auf jedes 4., 7. oder 10. Tragen des Anzuges ausgeweitet werden.

Wer dieses Prozedere aber jedes Mal durchführt, wird feststellen, dass sich die benötigte Zeit von Mal zu Mal verkürzt. Man wird halt besser und weiß genau, worauf zu achten ist.

Warum sollte man den Trockenanzug pflegen?

Der Trockenanzug ist sehr robust. Das ist korrekt. Dennoch benötigt auch dieses Material Pflege. Die gute Nachricht ist, dass es nicht wirklich viel Pflege ist.

Die Außenseite des Trockenanzuges ist von einer Imprägnierungsschicht überzogen. Sie ist hauchdünn und deshalb für das menschliche Auge nicht sichtbar.

Wird der Anzug zu häufig gereinigt, nimmt diese Schicht Schaden. Ohne diese Schicht ist der Trockenanzug recht empfindlich. Zu starkes Waschen führt also dazu, dass das Material durchlässig würde.

Und doch kommen wir um die Pflege nicht herum. Angenommen, es hat einen Tag auf dem Meer gegeben. Ganz klar, dass das Salzwasser ausgewaschen werden muss.

Insbesondere die Manschetten an Armen, Beinen und an der Halsöffnung benötigen viel Aufmerksamkeit. Sie sind gewissermaßen die empfindlichsten Stellen des Anzuges.

Was bedeutet imprägnieren?

Imprägnieren ist ein anderes Wort für „wasserdicht machen“. Dies gelingt mithilfe von unterschiedlichen Mitteln, die für das entsprechende Produkt, in diesem Fall der Trockenanzug, zur Verfügung stehen.

Richtig einen Trockenanzug imprägnieren

Ein Punkt vorweg, den viele Anleitungen unterschlagen: Nachimprägnieren betrifft nur atmungsaktive Trockenanzüge aus Membranmaterial, also Trilaminat oder vergleichbare Laminate. Genau dort sitzt außen die wasserabweisende DWR-Schicht, die sich abnutzt.

Anzüge aus beschichtetem Nylon, PVC oder Neopren haben so eine Schicht nicht. Sie sind nicht atmungsaktiv, sondern schlicht dicht. Imprägniermittel bringt dort nichts und kann die Oberfläche sogar verkleben. Ob du einen Membrananzug hast, steht im Datenblatt des Herstellers, meist unter Stichworten wie Trilaminat, 3-Lagen oder breathable.

Natürlich ist jeder atmungsaktive Trockenanzug im fabrikneuen Zustand bestens imprägniert, keine Frage. Doch ist es nur logisch, dass sich diese Imprägnierung im Laufe der Jahre abnutzt. Daher sollte sie ab und an wieder aufgefrischt werden. Dies kann eigenständig durchgeführt werden.

Meine Empfehlung

PLINTEX® Imprägnier-Waschmittel
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Es sollte allerdings nicht verschwiegen werden, dass in diesem Punkt die Meinungen auseinandergehen. Im Zweifelsfall kann man den Trockenanzug auch in ein Fachgeschäft zum Nachimprägnieren geben. Wichtig ist nur, dass es auch tatsächlich ab und an erledigt wird, damit die Dichtigkeit erhalten bleibt und der Anzug an sich keinen Schaden nimmt.

1. Imprägnierung überprüfen

Wie erkenne ich, dass die Imprägnierung nachgelassen hat? Solange die Imprägnierung intakt ist, bilden sich kleine Tropfen, die dann am Anzug herablaufen.

Hat sie jedoch nachgelassen, ziehen die Wassertropfen in das Gewebe ein.

Verschiedene Bereiche des Anzugs werden in diesem Punkt mehr belastet als andere. Hierzu gehören die Bereiche unter den Achseln, die Ellenbogen, die Schulterbereiche.

Nein, wenn die Imprägnierung nachlässt, bedeutet dies nicht die sofortige Durchlässigkeit des Gewebes. Vielmehr bedeutet es nur, dass das Gewebe stark beansprucht wurde, sodass die obere Schutzschicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nicht mehr und nicht weniger.

2. Reinigung des Trockenanzuges

Vor einer neuerlichen Imprägnierung sollte der Trockenanzug gereinigt werden. Dazu kann der Trockenanzug einfach mit Süßwasser abgespült und mit einem Tuch gereinigt werden.

Meine Empfehlung

Brabantia SinkSide
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3. Auftragen des Imprägniermittels

Das Imprägniermittel der Wahl sollte am besten mit einem geeigneten Pinsel oder einem Schwamm aufgetragen werden.

So wird vermieden, dass es auf die Manschetten gerät oder den Reißverschluss beeinträchtigt. Wer sich für ein Imprägnierspray entscheidet, sollte auf die entsprechenden Stellen besonders achten oder sie gegebenenfalls abdecken.

4. Einwirken des Imprägniermittels

Das Imprägniermittel sollte gemäß Herstelleranleitung einwirken, bevor der Anzug wieder zum Einsatz kommen kann.

Viele DWR-Mittel brauchen zum Schluss Wärme, damit sich die Schicht vernetzt. Beim Trockenanzug fällt der Wäschetrockner dafür aus. Stattdessen bügelst du den trockenen Anzug auf niedrigster Stufe mit einem Baumwolltuch dazwischen, Manschetten und Reißverschluss ausgespart, oder föhnst die Flächen aus etwa 30 Zentimetern Abstand ab.

5. Ergebnis prüfen

Nach dem Trocknen sprühst du etwas Wasser auf Schultern und Ärmel. Bilden sich wieder runde Tropfen, die abperlen, hat es gewirkt. Zieht das Wasser weiter ein, war die Fläche entweder noch nicht sauber genug oder das Mittel braucht einen zweiten Durchgang.

Fazit

Der Trockenanzug ist eine Langzeitanschaffung, die bereits aus diesem Grunde gut gepflegt werden möchte.

Je besser er gepflegt und gereinigt wird, desto länger kann der Trockenanzug auch getragen werden.

Da diese Anzüge nicht gerade günstig sind, rechnet sich die Viertelstunde Pflege nach jeder Tour schnell. Wie lange die einzelnen Bauteile halten und was ein Austausch kostet, steht im Artikel zur Haltbarkeit von Trockenanzügen.


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