Action Cams sind heute für viele schon fester Zubehörbestandteil auf dem SUP Board.
Entspannte Paddeltouren durch die Natur, unendliche Weite auf dem Meer oder Stadttouren mit beeindruckender Häuserkulisse: Vom SUP Board steigt man nahezu immer mit tollen Eindrücken.

Natürlich hat man das Bedürfnis, die Atmosphäre dann und wann auch in Bildern festzuhalten.
Nicht immer möchte man dafür sein Smartphone in die Hand nehmen oder gar mit auf das SUP Board.
Muss man auch gar nicht, denn mit den Action Cams gibt es heute die ideale, wasserdichte und bequemste Lösung Fotos und Videos während der Tour aufzunehmen. Hier die besten Action Cams für Wassersportler ansehen.
Wie man die Action Cam richtig am SUP Board befestigt, erklären wir dir in diesem Artikel Schritt für Schritt und geben dir noch weitere Tipps, wie du die Kamera sicher mit aufs SUP Board nehmen kannst.
Action Cam mit Klebepads am SUP befestigen
Manche modernen SUP Boards haben bereits eine integrierte Action Cam Halterung im vorderen Bereich.
Sehr weit verbreitet ist das aber noch nicht und nicht jeder hat ein nagelneues SUP Board unter den Füßen, weshalb man sich für die Befestigung selbst behelfen muss. Das ist in wenigen und einfachen Schritten, aber schnell mit Klebepads möglich.
Wir zeigen dir in 6 Schritten, wie du die Klebepads richtig am SUP Board befestigst, sodass deine Action Cam samt Halterung sicher auf dem Deck platziert werden kann.
Schritt 1: SUP Board aufpumpen
Damit die Klebepads beim Anbringen Halt bekommen und gut haften, muss das SUP Board zunächst aufgepumpt werden.
Nur so wird ausreichend starker Widerstand beim Kleben garantiert. Wie du dein SUP Board richtig aufpumpst, kannst du in diesem Artikel nachlesen.
Und gleich die wichtigste Entscheidung vorweg, weil sie sich später nicht mehr korrigieren lässt: Die Halterung gehört auf glattes PVC, nicht auf das Deckpad. Auf der genoppten EVA-Oberfläche findet kein Klebepad genug zusammenhängende Fläche, dort löst sich früher oder später jede Halterung. Der Streifen zwischen Deckpad und Kante im vorderen Drittel des Boards ist die übliche Stelle, weil dort die Kamera nach vorne blickt und trotzdem niemandem im Weg steht.
Schritt 2: SUP Board reinigen
Hat man die richtige Stelle und Position für die Action Cam und deren Halterung ausgemacht, muss im nächsten Schritt die zu beklebende Fläche gründlich gereinigt werden.
Groben Schmutz nimmst du zuerst mit einem weichen Lappen und Süßwasser ab, wie bei der normalen Board-Reinigung.
Der entscheidende Schritt kommt danach und wird fast immer übersehen: Wische die Stelle zum Schluss mit Isopropanol ab. Vielen Halterungen liegt genau dafür ein kleines Alkoholtuch bei. Wasser und Seife lösen Schmutz, hinterlassen aber einen Film aus Tensiden, Sonnencreme- und Silikonresten, und auf diesem Film hält kein Klebepad. Was hier gespart wird, löst sich zwei Touren später.
Kein Aceton und kein Nagellackentferner: Beides greift PVC an. Danach die Stelle vollständig trocknen lassen.
Schritt 3: Klebestreifen von der Halterung lösen
Nun wird der Klebestreifen an der Halterung entfernt. Hier bitte nicht mit den Fingern auf die Klebefläche gelangen und aufpassen, dass diese nicht mit Staub oder Schmutz in Berührung kommt.
Das alles kann die Klebeleistung beeinträchtigen. Danach wird die Klebeseite fest auf die PVC-Oberfläche gedrückt, mindestens dreißig Sekunden lang und mit ordentlich Druck aus dem Daumen.
Zwei Dinge entscheiden jetzt darüber, ob die Halterung hält:
Die Temperatur. Die verwendeten Acrylat-Klebebänder brauchen zum Abbinden Wärme. Unter etwa 15 Grad greift der Kleber kaum an. Klebe die Halterung deshalb in der Wohnung oder in der Sonne auf, nicht im Februar auf dem Parkplatz.
Die Wartezeit. Ein frisch geklebtes Pad hält nach ein paar Minuten nur einen Bruchteil seiner späteren Kraft; die volle Festigkeit erreicht es erst nach etwa 24 Stunden. Wer die Kamera direkt nach dem Aufkleben ins Wasser mitnimmt, verliert sie an der ersten Welle. Klebe die Halterung also am Abend vorher auf, nicht am Steg.
Schritt 4 (optional): Sicherungsband festkleben
Sauber verklebt halten die Pads im normalen Tourenbetrieb zuverlässig. Trotzdem raten wir zu diesem Schritt, und zwar aus einem einfachen Grund: Eine Action Cam schwimmt nicht. Fast alle gängigen Modelle sinken, sobald sie ohne Schwimmkörper ins Wasser fallen, und in trübem Wasser ist sie damit weg.
Ein Sicherungsband mit eigenem Klebepad neben der Halterung kostet wenig und fängt genau den Fall ab, in dem sich die Halterung doch löst. Wer zusätzlich einen schwimmfähigen Akkudeckel oder einen Schwimmkörper an der Kamera nutzt, findet sie im Zweifel sogar wieder.
Ein Hinweis noch zum Einrollen: Die geklebte Halterung selbst nimmt das nicht übel, aber sie ist ein harter Punkt in einem weichen Board. Nimm die Kamera vorher ab und leg die Stelle beim Einrollen möglichst nach außen, damit sie sich nicht in die gegenüberliegende Boardhälfte drückt.
Schritt 5: Action Cam an der Halterung befestigen
Anschließend wird die Action Cam in die Halterung eingeklickt.
Schritt 6 (optional): Sicherungsband an der Action Cam befestigen
Wer sich für die zusätzliche Sicherung entschieden hat, befestigt die Action Cam dann noch entsprechend an dem Band.
Action Cam Klebepads vom SUP entfernen
Die Klebepads sind langlebig und können über die gewünschte Dauer auf dem SUP Board verbleiben. Möchte man die Halterung aber doch wieder lösen, kann man sie einfach und sauber wieder abziehen.
Am besten geht das mit etwas Wärme: Ein Föhn auf niedriger Stufe für eine halbe Minute macht den Kleber weich, danach lässt sich das Pad flach abziehen, statt es senkrecht abzureißen. Bleiben Rückstände, nimmst du sie mit Isopropanol und einem weichen Tuch ab. Aceton, Nagellackentferner und scharfe Kantenwerkzeuge bleiben außen vor, damit die PVC-Schicht keinen Schaden nimmt.
SUP Boards mit integrierter Halterung
Einige SUP Boards haben bereits eine Action Cam Halterung auf dem Deck verbaut.
In vielen Fällen sind diese kompatibel mit den gängigen Action Cam Modellen wie GoPro und anderen.
Dennoch kann es sein, dass für die Action Cam ein Adapter an dem integrierten Halterungssystem angebracht werden muss.
Besonders an den verbreiteten Gewinden mit 1/4 Zoll auf den SUP Boards kann es vorkommen, dass sich die Standardhalterungen für Action Cams nicht so einfach einschieben lassen.
Hierfür muss dann ein entsprechender Gewindeadapter besorgt werden.
Action Cam am Paddel befestigen
Alternativ lässt sich die Action Cam auch am Paddel befestigen.
Unter dem Paddelgriff und möglichst weit oben am Schaft wird eine sogenannte Rohrhalterung befestigt. Diese Art von Halterungen findet man meist unter dem Fahrradzubehör.
Der Nachteil ist hier, dass die Hände beim Aufnehmen nicht frei sind und die Halterung am Schaft bei den Paddelbewegungen eventuell etwas stören kann.
Action Cam mit Clip befestigen
Wer nicht mit Klebepad arbeiten möchte, kann auch auf Greif-Clips für Action Cams zurückgreifen.
Hier ist die Halterung auf einer starken Klammer angebracht, sodass die daran befestigte Action Cam ganz einfach am Gepäcknetz angebracht werden kann.
Die Klammer ist so fest und stabil, dass man sie sogar auf der Drybag an der Gepäckvorrichtung einklemmen kann.
Action Cam mit Brustgurt auf dem SUP
Eine andere Möglichkeit Action Cams mit aufs SUP Board zu nehmen ist, sie über einen Brustgurt am Körper zu befestigen.
Auch bei diesem speziell dafür vorgesehenen System wird die Action Cam in die Halterung am Gurt geschoben.
Bei diesen Aufnahmen ist man dann nicht selbst zu sehen, sondern nimmt in der „First-Person-View“ auf. Dieser Modus zeichnet also entweder nach vorne auf und damit aus der gleichen Ansicht, wie man selbst paddelt.
Oder nach hinten, wenn man die Kamera auf dem Rücken platziert. Die Aufnahmen können hier wackliger werden, da die Aufzeichnung natürlich auch die Paddelbewegungen mitnimmt.
Action Cam mit Kopfhalterung
Das gleiche Prinzip wie das des Brustgurts gibt es auch für den Kopf. Auch hier wird die Action Cam an einer Halterung am Gurt befestigt, den man am Kopf trägt.
Dieses System ist Geschmackssache, denn auch hier können die Aufnahmen zeitweise recht wacklig werden. Den Kopf bewegt man alleine aus Sicherheitsgründen schon mal etwas mehr.
Schwimmender Handgriff für die Action Cam
Um etwas flexibler mit der Action Cam beim SUP umgehen zu können, kann man sie auch in die Hand nehmen. Dafür gibt es spezielle Handgriffe, an denen eine Action Cam Halterung befestigt ist. Die Halterungen sind schwimmfähig.
Das heißt, sollte die Action Cam aus der Hand ins Wasser rutschen, schwimmt sie jederzeit durch den Handgriff auf der Wasseroberfläche.
Die meisten der schwimmenden Handgriffe können auch als zusätzliches und wasserdichtes Staufach für kleines Zubehör verwendet werden. Dadurch, dass sie innen hohl sind, finden hier über einen kleinen Verschluss, Schlüssel oder Geld einen praktischen Platz.
Wir haben einige Modelle unter die Lupe genommen und stellen dir in diesem Artikel die besten schwimmenden Handgriffe vor.
Nach der Tour: die zwei Minuten, die die Kamera retten
Wer im Meer paddelt, sollte Kamera und Halterung danach mit Süßwasser abspülen, bevor das Salz in der Sonne eintrocknet. Am empfindlichsten sind die Klappe des Akkufachs, ihre Gummidichtung und die Verriegelung der Halterung. Salzkristalle in der Dichtung sind die häufigste Ursache dafür, dass eine wasserdichte Kamera beim übernächsten Mal doch Wasser zieht.
Danach das Gehäuse offen trocknen lassen, damit die Restfeuchte heraus kann. Nach dem Salzwassereinsatz gilt das genauso für alles andere an Bord.
FAQ
Fazit
Nicht nur durch die Action Cam selbst hat sich eine praktische und robuste Outdoor-Variante für das Aufnehmen von Fotos und Videos etabliert.
Auch die zahlreichen Möglichkeiten, die Kamera durch spezielle Befestigungssysteme mit auf das SUP Board zu nehmen, haben ihren Einsatz um eine weitere Sportart erweitert.
Man ist dabei auch nicht nur auf ein System angewiesen, sondern kann zwischen Klebehalterung, integrierter Aufnahme, Paddelhalterung, Clip, Brustgurt, Kopfhalterung und schwimmendem Handgriff wählen.
Am praktischsten ist natürlich die Befestigung auf dem SUP Board selbst durch Klebepad oder Clip. Aber auch das Tragen am Körper für andere Arten von Perspektiven ist durch Gurte und Griffe möglich.


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