Wer seine Stand Up Paddling Tour nicht nur in Gedanken festhalten möchte, sondern auch in Bildern, kann mit einer entsprechenden Kamera an Board unbeschwert Fotos und Videos aufnehmen und sich so auch zurück an Land an seinem SUP Tag erfreuen.
Hierfür eignen sich verschiedene Möglichkeiten: Von der Action Cam über das Smartphone bis hin zu wasserdichten Digitalkameras stehen drei wesentliche Varianten zur Verfügung, Fotos und Videos von Board zu machen.
Wir beantworten dir im Folgenden die wichtigsten Fragen rund um das Thema Fotos und Videos beim Stand Up Paddling, stellen dir die drei verschiedene Möglichkeiten vor und beleuchten deren Vor- und Nachteile, sodass du dich für deine persönliche Variante entscheiden kannst.
Tipps für die Action Cam
Action Cams sind klein, äußerst robust und bringen praktische Möglichkeiten mit, auf dem SUP Board transportiert und befestigt zu werden. Damit erfüllen sie alle guten Voraussetzungen für die Mitnahme auf dem SUP Board.
Auf dem Markt gibt es mittlerweile viele tolle Modelle, die sich für das Stand Up Paddling sehr gut eignen. In dieser Bestenliste habe ich die 7 besten Action Cams für dich zusammengefasst.
Tipp 1: Action Cam am Board befestigen
Natürlich ist es am praktischsten, wenn man die Kamera an Board nicht ständig in den Händen halten muss.
Um für Bilder und Videos keine Paddelpause einlegen zu müssen und so auch tolle Bilder in Aktion festhalten zu können, ist es von Vorteil, die Kamera am Board zu befestigen.
Viele neue SUP Board Modelle haben bereits integrierte Action Cam Halterungen im Nose-Bereich, an den man GoPro und Co. ganz einfach befestigen kann.
Die meisten Halterungen sind dabei vielseitig, für eine große Bandbreite an Action Cam Modellen ausgelegt. Meistens aber für die GoPro.
Hat das SUP Board selbst keine Action Cam Halterung, kann man die Kamera auch mit wasserfesten und UV-geschützten Klebepads an Deck befestigen. Die Pads lassen sich später rückstandslos wieder entfernen.
Die Klebevorrichtung ist in der Regel sehr fest und zuverlässig im Halt. Bei dieser Variante empfiehlt es sich aber trotzdem, zusätzlich einen Schwimmkörper an der Kamera zu befestigen.
Sollte sich die Vorrichtung einmal lösen und die Kamera ins Wasser fallen, schwimmt sie so sicher an der Wasseroberfläche und kann leicht gerettet werden.
Tipp 2: Action Cam am Paddel befestigen
Befestigt man die Action Cam am Paddel, hat man so gleichzeitig eine Art Selfie Stick mit an Board.
Action Cam Halterungen speziell für SUP Paddel gibt es in dem Sinne zwar nicht, man wird hierfür aber schnell beispielsweise beim Fahrradzubehör fündig.
Diese sogenannten Rohrhalterungen werden möglichst nah unterhalb des Paddelgriffs am Schaft befestigt. Für ein Selfie muss man dann nur das Paddel umdrehen, das Paddelblatt in die Hand nehmen und schon kann es losgehen.
Einziger Nachteil bei dieser Variante ist, dass die Halterung am Schaft etwas störend bei den Paddelbewegungen sein kann.
Tipp 3: Effekte mit der Action Cam
Ein tolles Feature, das den Einsatz von Action Cams noch spannender macht, sind zahlreiche tolle Effekte, die man für die Bilder und Videos umsetzen kann.
Man ist also nicht an einfache und schlichte Aufnahmen gebunden, sondern kann diese so noch um einiges aufwerten.
Neben Videos in Zeitraffer oder Zeitlupe, kann man die Stand Up Paddling Tour auf Fotos und Bewegtbildern zum Beispiel auch mit tollen Farbeffekten, oder Verzerrungen wie dem Fischaugeneffekt zusätzlich bearbeiten.
Aber auch die Bildqualität an sich kann mit speziellen Action Cam Programmen nachträglich bearbeitet und verbessert oder Videos einfach zusammengeschnitten werden.
Tipp 4: Action Cam schwimmfähig machen
Die gängigen Action Cams sind ohne Zusatzgehäuse bis etwa zehn Meter wasserdicht, aber nicht schwimmfähig. Sollten sie also mal versehentlich ins Wasser fallen, gehen sie unter und können womöglich nur noch schlecht bis gar nicht mehr gerettet werden.
Aus diesem Grund sollte man seine Action Cam mit einem Schwimmkörper schwimmfähig machen.
Tipp 5: Schwimmender Handgriff für die Action Cam
Um seine Action Cam schwimmfähig zu machen, kann man zu sogenannten schwimmenden Action Cam Handgriffen greifen, die mit einer entsprechenden Halterung versehen sind und an denen die Kamera befestigt wird.
Fällt die Action Cam versehentlich aus der Hand ins Wasser, hält der schwimmende Handgriff sie an der Oberfläche, sodass man sie leicht wieder aus dem Nass retten kann.
Tipps für das Smartphone
Der große Vorteil eines Smartphones ist natürlich, dass man es womöglich bereits besitzt und daher nicht unbedingt gesondertes Foto- und Videozubehör besorgen muss.
Smartphones sind allerdings auch sehr empfindlich. Nicht jeder möchte sein Gerät daher unbedingt mit aufs SUP Board nehmen und möglichen Gefahren durch das Hantieren für Fotos und Videos aussetzen.
Daher ist es auch bei der Verwendung des Smartphones wichtig, dieses so auszustatten, dass man es sorgenfrei mit an Board nehmen kann.
Tipp 6: Wasserdichte Handyhülle für das Handy
Hier lohnt ein genauer Blick, denn zwei Halbwahrheiten halten sich hartnäckig. Die eine lautet, jeder Wassertropfen zerstöre ein Handy. Das stimmt nicht mehr: Aktuelle Geräte sind meist nach IP67 oder IP68 geschützt und überstehen ein kurzes Untertauchen in Süßwasser.
Die andere lautet, damit sei das Handy sicher. Das stimmt genauso wenig, und zwar aus drei Gründen. Erstens gilt die IP-Prüfung für stilles, klares Süßwasser. Salzwasser ist etwas völlig anderes: Es kriecht in Lautsprecher, Mikrofon und Ladebuchse und korrodiert dort weiter, auch wenn das Gerät zunächst normal funktioniert. Zweitens lässt der Schutz mit dem Alter der Dichtungen nach, ein drei Jahre altes Gerät ist nicht mehr das, was der Datenblattwert verspricht. Und drittens schließen praktisch alle Hersteller Wasserschäden von der Garantie aus.
Eine wasserdichte Handyhülle ist deshalb nach wie vor die richtige Antwort, und zwar eine nach IPX8 zertifizierte. Sie hält nicht nur das Wasser draußen, sie hält vor allem das Salz draußen.
Der kleine Nachteil bei dieser Variante ist, dass die Hüllen so konzipiert sind, dass natürlich das gesamte Handy geschützt ist.
Das betrifft dann entsprechend auch das Mikrofon und die Kamera. Daher kann die Ton- und Bildqualität beeinträchtigt sein.
Tipp 7: Handy schwimmfähig machen
Man kann es sich denken: Taucht das Smartphone ohne Halt ins Wasser ein, geht es unter. Handys sind nicht schwimmfähig. Eine einfache wasserdichte Handyhülle alleine hält das Gerät zwar trocken, aber nicht unbedingt an der Wasseroberfläche.
Also muss auch das Smartphone schwimmfähig gemacht werden, genau wie eine Action Cam. Hierfür gibt es auf dem Markt spezielle schwimmfähige Cases, in die das Smartphone gesteckt wird.
In diesen durchsichtigen schwimmfähigen Hüllen sind die Handys wasserdicht verstaut und in der Lage, sich beim Fall ins Wasser an der Oberfläche zu halten. Man kann sie dabei durch die Hülle weiterhin normal bedienen.
Und noch ein Punkt, der nichts mit Technik zu tun hat: Das Telefon gehört an den Körper, in die Tasche der Weste oder unter den Neoprenanzug, nicht ins Gepäcknetz. Ein Notruf nützt nichts, wenn das Handy mit dem Board davontreibt.
Tipps für die wasserdichte Digitalkamera
Wer bereits eine wasserdichte und robuste Digitalkamera besitzt, kann auch diese aufs SUP Board nehmen.
Aber auch die klassische Outdoor-Digitalkamera kann zwar tauchen, ist aber nicht schwimmfähig.
Tipp 8: Digitalkamera schwimmfähig machen
Um seine wasserdichte Digitalkamera an der Wasseroberfläche halten zu können, muss man diese mit einem Schwimmkörper versehen.
Hierfür eignen sich beispielsweise Schaumstoffmanschetten, die man am Handgelenk und der Kamera befestigen kann.
Diese schwimmen nach einem Sturz vom SUP Board auf der Wasseroberfläche und sorgen dafür, dass die daran befestigte Kamera nicht untergeht.
Ähnlich wie für die Smartphones gibt es auch spezielle wasserdichte und schwimmfähige Hüllen für Digitalkameras, die das Gerät schwimmfähig machen.
Hier besteht natürlich wieder der Nachteil, dass die Kamera von einer Hülle umgeben ist, was die Aufnahmequalität negativ beeinflussen kann.
Man kann als dritte Alternative auch zu schwimmenden Handgriffen, wie für die Action Cams greifen. Sollte das Kameramodell nicht auf den Handgriff passen, kann dafür ein entsprechender Adapter erworben werden.
So werden die Bilder wirklich gut
Die Technik ist der einfache Teil. Was die Aufnahmen vom SUP Board tatsächlich unterscheidet, sind ein paar Gewohnheiten, die nichts kosten.
Die erste und die letzte Stunde des Tages. Mittagslicht steht steil, macht das Wasser flach und die Gesichter hart. Früh am Morgen und in der Stunde vor Sonnenuntergang liegt das Licht flach auf dem Wasser, und genau dann ist die Oberfläche meistens auch am ruhigsten. Wer die Wahl hat, paddelt für Bilder morgens.
Die Linse abwischen, jedes Mal. Der häufigste Grund für unscharfe SUP Bilder ist kein Fokusfehler, sondern ein Wassertropfen auf dem Objektiv. Ein Zipfel des Neoprenanzugs oder ein kleines Mikrofasertuch am Handgelenk lösen das. Manche lecken die Frontlinse kurz an und wischen sie ab, das klingt seltsam und funktioniert erstaunlich gut, weil der Speichelfilm neue Tropfen abperlen lässt.
Den Horizont gerade halten. Auf dem Wasser gibt es eine einzige klare Linie im Bild, und wenn die schief liegt, sieht jeder es sofort. Die meisten Kameras und Handys blenden auf Wunsch ein Gitter ein. Einschalten und dranhalten.
Näher rangehen, als es sich richtig anfühlt. Action Cams haben extreme Weitwinkel. Was durch den Sucher nach einem vollen Bild aussieht, ist am Ende oft eine winzige Person in viel Wasser. Bei Selfies am Paddel heißt das: Arm ausstrecken, aber die Kamera näher am Gesicht halten, als man denkt.
Tief gehen. Die interessanteste Perspektive auf dem SUP ist nicht die aus Augenhöhe, sondern die knapp über der Wasseroberfläche. Kamera an der Nose, Kamera im Knien, Kamera halb im Wasser. Das ist der Blickwinkel, den sonst niemand hat.
Und die Menschen am Ufer. Wer fremde Personen erkennbar fotografiert und die Bilder anschließend veröffentlicht, braucht dafür grundsätzlich deren Einverständnis. Am Badestrand also lieber aufs Wasser halten als auf die Liegewiese.
Nach der Tour: Salzwasser ist der eigentliche Feind
Am Meer entscheiden die zehn Minuten nach dem Paddeln darüber, wie lange die Ausrüstung hält. Salz kristallisiert beim Trocknen aus und arbeitet sich danach in jede Dichtung, jeden Knopf und jedes Gewinde.
- Kamera, Hülle und Halterungen in klarem Süßwasser abspülen, am besten kurz ins Wasser legen statt nur zu übergießen.
- Die Klappen dabei geschlossen lassen und erst öffnen, wenn außen alles trocken ist.
- Dichtungen kontrollieren und Sandkörner entfernen. Ein einzelnes Korn in der Dichtung reicht, damit die Kamera beim nächsten Mal vollläuft.
- Nicht in der Sonne trocknen lassen, das setzt Gummidichtungen zu.
- Beschlagene Linsen von innen sind ein Warnzeichen: Dann ist bereits Feuchtigkeit im Gehäuse. Akku raus, Klappen auf, Gerät mehrere Stunden trocknen lassen.
FAQ
Fazit
Eindrucksvolle Fotos und Videos im Gepäck zu haben, wenn man vom SUP steigt, ist eine spannende Sache.
So kann man sich auch später noch an seiner Paddeltour erfreuen und andere teilhaben lassen.
Wer besser nicht sein eigenes Smartphone oder die Digitalkamera mit aufs Board nehmen möchte, ist mit einer Action Cam bestens ausgestattet.
Action Cams bringen von Haus aus äußerst robuste und widerstandsfähige Eigenschaften mit, überzeugen je nach Modell mit toller Bild- und Videoqualität und sind einfach und schnell über viele Möglichkeiten mit an Board genommen.
Wenn das SUP Board bereits sogar schon eine integrierte Action Cam Halterung mitbringt, muss die Action Cam nur noch mit einem schwimmfähigen Handgriff ausgestattet werden.
Manchen reicht der Handgriff auch ohne Halterung am SUP Board aus. Gemäß ihres Namens kann man mit der Kamera dann die Action vom SUP Board mit nach Hause nehmen.
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