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Blog SUP Board aufpumpen: In 7 Schritten iSUPs aufpumpen

SUP Boards aufpumpen

Die aufblasbaren SUP Boards, auch iSUPs (inflatable Stand-Up-Paddleboards) genannt, sind mittlerweile mit Abstand am beliebtesten und haben durch verbesserte Herstellungstechniken den Varianten aus festen Werkstoffen (Hardboards bzw. Solid-Boards) größtenteils den Rang abgelaufen. Wenn man in der Anfangszeit ein Board mit hoher Steifigkeit und guten Laufeigenschaften wollte, führte praktisch kein Weg an einem Hardboard vorbei. Die ersten aufblasbaren Modelle erreichten nur wenig Festigkeit und galten in der Szene eher als bessere Luftmatratzen.

Diese Zeiten sind aber schon lange vorbei. Durch viele Innovationen in der Materialauswahl und der Herstellungstechnik erreicht ein qualitativ hochwertiges iSUP heutzutage in Sachen Steifigkeit, Auftrieb und Belastbarkeit Spitzenwerte, die sich durchaus mit einem Hardboard vergleichen lassen. Vor allem der teilweise mehrlagige Aufbau der Außenhülle aus stabilen PVC-Schichten und die moderne Konstruktion des Kerns („Dropstitch“), bei der viele Polyesterfäden im Inneren des Boards sehr eng miteinander verwoben sind, haben die Eigenschaften der aufblasbaren SUP Boards immens verbessert.

Des Weiteren liegt der Hauptvorteil der iSUPs natürlich darin, dass man sie ohne Probleme transportieren kann und erst am Wasser startklar macht. Das Aufpumpen ist dementsprechend immer der erste, schweißtreibende Schritt vor dem Vergnügen. Du solltest das Pumpen am besten als willkommenes Aufwärmtraining betrachten und dich an die folgende Anleitung halten… dann gelingt dir das Befüllen deines SUP Boards in Zukunft ohne Probleme!

iSUP in 7 Schritten aufpumpen

1. SUP Board ausrollen

Als erstes musst du selbstverständlich dein SUP Board aus der Tasche bzw. dem SUP Rucksack holen und es flach und möglichst faltenfrei auf dem Boden ausrollen. Am besten achtest du jetzt schon darauf, dass sich keine spitzen oder scharfen Gegenstände (Steine, Muscheln, Scherben etc.) unter dem Board befinden. Das Ventil muss dabei natürlich nach oben zeigen und gut zugänglich sein.

Die allermeisten Boards haben das Ventil am Heck, es gibt aber auch Modelle mit Ventil an der Boardspitze (Nose) oder an der Seite. Auch Modelle mit 2 Ventilen (2 separate Luftkammern) sind weit verbreitet, auf die Besonderheiten dieser Variante werde ich später noch genauer eingehen.

2. Ventilkappe öffnen und Ventilstift richtig positionieren

Als nächstes musst du die Schutzkappe des Ventils öffnen, indem du sie gegen den Uhrzeigersinn drehst, bis sie sich leicht abnehmen lässt. Die Kappe ist meist mit einem kleinen Stück Schnur befestigt, so dass du sie nicht verlieren kannst. Jetzt hast du freie Sicht auf das eigentliche Ventil.

Der absolute Standard bei SUP Ventilen ist das sogenannte HR-Ventil (HR steht für Halkey Roberts). Diese Hochdruckventile sind mit einem Gewinde (für den Adapter am Schlauch der Pumpe) und einem Ventilstift mit darunterliegender Feder ausgestattet.

Der Ventilstift ist dabei besonders wichtig, denn die Stellung dieses Stifts bestimmt, ob das Ventil geöffnet oder geschlossen ist:

Wenn der Stift ganz oben ist, ist das Ventil geschlossen. Um es zu öffnen musst du den Stift nach innen drücken und in dieser Stellung ganz leicht im Uhrzeigersinn drehen um ihn zu fixieren, das Ventil ist dann vollständig geöffnet und die Luft kann ungehindert entweichen.

Wenn du das Ventil dann wieder schließen möchtest, musst du den Stift wieder leicht drücken und ihn nun etwas gegen den Uhrzeigersinn drehen, der Stift springt dann wieder nach oben und das Ventil ist dicht.

Um dein Board aufzupumpen muss das Ventil geschlossen sein (Ventilstift oben), damit während des Pumpvorgangs und später beim Abnehmen des Pumpschlauchs keine Luft entweicht. Schau dir die beiden Ventilpositionen bei deinem Board ruhig vor dem Aufpumpen mal in Ruhe an, damit du die Funktionsweise des Ventilstifts verstehst.

Achtung sehr wichtig: Die Druckverhältnisse bei SUP Boards sind wirklich sehr hoch, wenn du also im fertig aufgepumpten Zustand den Ventilstift drückst, dann schießt dir die Luft mit ordentlich Power um die Ohren. Halte dein Gesicht (vor allem deine Augen) deshalb immer weit genug vom Ventil entfernt und stelle sicher, dass keine losen Gegenstände in der näheren Umgebung des Ventils liegen…auch hier gilt safety first!

3. Pumpschlauch an die Pumpe anschließen

Nun musst du den Hochdruckschlauch über das Gewinde mit deiner Pumpe verbinden. Es gibt einfache Luftpumpe mit nur einem Anschluss, aber auch Modelle mit 2 Anschlüssen. Wenn 2 vorhanden sind, dann musst du auf deren Beschriftung achten, denn ein Anschluss ist für das Aufpumpen des Boards (meist mit Inflate, Inf oder In beschriftet), der andere für das Abpumpen der Luft (mit Deflate, Def oder Out beschriftet).

Logischerweise musst du den Pumpschlauch an den Inflate-Anschluss für das Aufpumpen des Boards schrauben!

4. Pumpschlauch auf Ventil festdrehen

Im folgenden Schritt musst du den Ventiladapter des Schlauchs mit dem Ventil des SUP Boards verbinden. Das gelingt dir, indem du den Adapter am Ventil ansetzt und ihn unter ganz leichtem Druck im Uhrzeigersinn drehst. Du spürst dann, dass sich der Adapter in das Ventil senkt, regelrecht einrastet und der Schlauch sich nicht mehr vom Ventil abziehen lässt.

Den Mechanismus des Ventiladapters nennt man auch Bajonett-Verschluss. Die Verbindung hält sehr fest und das Ventil wird über eine kleine Gummidichtung während des Pumpvorgangs sicher verschlossen.

5. SUP Board aufpumpen

Jetzt kommt der wichtigste Punkt…das eigentliche Aufpumpen deines Boards. Wenn du alles richtig angeschlossen hast, dann beginnt jetzt dein Aufwärmtraining!

Der angestrebte Wert bei den allermeisten SUP Boards liegt bei 15 PSI, was ca. 1 Bar entspricht. Manche Boards (z.B. das Bluefin Cruise) vertragen aber auch einen wesentlich höheren Druck. Um die beste Performance aus deinem Board zu holen, solltest du dich immer Richtung Maximalwert orientieren.

Die Herstellervorgaben sind beim Einstellen des Drucks grundsätzlich zu berücksichtigen, diese findest du meist in der Umrandung des Ventils oder in der Bedienungsanleitung deines SUP Boards. Achte vor allem gegen Ende immer genau auf die Druckanzeige (Manometer) deiner Pumpe!

Wenn dein Pumpenmodell eine umschaltbare Doppelhub-Luftpumpe ist, dann solltest du am besten auch im Doppelhub-Betrieb starten. Bei diesem Modus pumpst du sowohl beim Hochziehen als auch beim Runterdrücken Luft in das Board, dadurch schaffst du ein größeres Volumen in kürzerer Zeit. Wenn der Gegendruck nach einer Weile immer weiter steigt, kannst du die Pumpe über einen Drehregler oder eine Schraube auf den Einzelhub-Modus (Single-Hub) umstellen.

Damit pumpst du zwar nur noch beim Herunterdrücken des Griffs Luft in dein Board, verringerst aber dadurch auch den Widerstand und schonst deine Kräfte. In der Regel wird bei den meisten Boards ab ca. 8 PSI eine sinnvolle Grenze für den Übergang zum Einzelhub-Betrieb liegen, das hängt aber auch ganz von deiner individuellen Kraft ab. Wenn du es schaffst kannst du prinzipiell auch die ganze Zeit im Doppelhub-Modus bleiben.

Grundsätzlich solltest du darauf achten, dass die Luftpumpe auf einem festen Untergrund steht und du den Standfuß mit beiden Füßen fixierst. Versuche weniger mit den Armen zu arbeiten als vielmehr mit dem Gewicht deines Oberkörpers, vor allem bei Runterdrücken. Wenn du deinen Rücken dabei ziemlich gerade hältst, erreichst du eine ergonomisch korrekte Position und sparst dir jede Menge Kraft.

6. Pumpschlauch vom Ventil drehen

Geschafft! Der anstrengendste Teil liegt jetzt hinter dir, du bist gut aufgewärmt und die Vorfreude aufs Wasser steigt!

Wenn du den endgültigen Druck erreicht hast, kannst du jetzt den Ventiladapter gegen den Uhrzeigersinn drehen und ihn vom Ventil entfernen. Nicht erschrecken, beim Abdrehen entweicht noch etwas Luft, so lange, bis der Ventilstift nach oben springt und das Ventil vollständig abdichtet. Das Zisch-Geräusch darf aber nur ganz kurz zu hören sein!

7. Ventilkappe schließen

Glückwunsch, dein Board ist jetzt startklar und der SUP Spaß kann beginnen. Jetzt nur noch schnell die Schutzkappe im Uhrzeigersinn auf das Ventil schrauben und ab aufs Wasser!

SUP Board mit zwei Luftkammern aufpumpen

Die Vorgehensweise bei SUP Boards mit 2 separaten Luftkammern und somit 2 Ventilen ist prinzipiell die gleiche. Allerdings musst du beim Aufpumpen auf die richtige Reihenfolge achten. Bei 90% dieser Boards wir die innere Luftkammer zuerst aufgepumpt, damit sie sich ohne Gegendruck der äußeren Kammer entfalten kann!

Wie immer, gibt es aber auch hier Ausnahmen (z.B. das Lidl Mistral), um in diesem Punkt auf Nummer sicher zu gehen, musst du einen Blick in die Bedienungsanleitung deines SUP Boards werfen. Dort findest du genaue Angaben des Herstellers bezüglich der Reihenfolge.

Wenn das geklärt ist, hältst du dich einfach für jede Luftkammer an die oben genauer beschriebenen Schritte:

  1. SUP Board ausrollen
  2. Ventilkappe abnehmen und Ventilstift richtig positionieren
  3. Pumpschlauch an die Pumpe anschließen
  4. Pumpschlauch auf Ventil festdrehen
  5. SUP Board aufpumpen
  6. Pumpschlauch vom Ventil drehen
  7. Ventilkappe schließen

SUP Board Ventil – 3 wichtige Tipps

1. Die richtige Ventilstellung

Einer der häufigsten Fehler beim Aufpumpen von SUP Boards liegt an einer falschen Ventilstellung. Damit während und nach dem Pumpvorgang keine Luft entweichen kann, muss der bereits beschriebene Ventilstift oben sein. Nur dann ist das Ventil geschlossen und das SUP Board bereit, um aufgepumpt zu werden.

Der Ventilstift lässt sich herunterdrücken und mit einer kleinen Drehung im Uhrzeigersinn fixieren, das Ventil ist dann geöffnet. Um das Ventil zu schließen, drückst du den Stift wieder leicht nach unten und drehst ihn gegen den Uhrzeigersinn, der Ventilstift springt dann nach oben und dichtet alles vollständig ab!

Übe das Einstellen der Ventilstellung ein paar Mal am unaufgepumpten Board, damit du die Funktionsweise richtig verstehst und dir dieser „beliebte“ Fehler beim Aufpumpen nicht passiert.

2. Ventil nachziehen

Bei vielen SUP Boards ist ein Ventilschlüssel bereits im Lieferumfang enthalten, falls nicht, kannst du dir diesen im Fachhandel für schmales Geld besorgen. Mit einem Ventilschlüssel kannst du das SUP Ventil von Zeit zu Zeit auf festen Sitz überprüfen, nachziehen oder bei Bedarf sogar komplett austauschen.

Achtung sehr wichtig: Arbeite niemals mit dem Schlüssel am Ventil, wenn das Board aufgepumpt ist. Falls du einen Fehler machst oder das Ventil beschädigt ist, pfeift dir das Ding, von 15 PSI befeuert, um die Ohren…und dann heißt es „Gute Nacht Marie“!

Deshalb, lass die Luft vollständig aus dem Board indem du das Ventil komplett öffnest. Lege dann das Board bzw. den Teil mit dem Ventil auf einen ebenen und festen Untergrund. Entferne dann die Kappe des Ventils.

Jetzt kannst du den Ventilschlüssel mit seinen „Zähnen“ so auf das Ventil drücken, dass dieser richtig in den dafür vorgesehenen Einsparungen einrastet. Dann drückst du den Schlüssel fest nach unten und drehst den Griff dabei im Uhrzeigersinn bis das Ventil wieder richtig fest sitzt. Übertreib es aber nicht, damit du das Gewinde nicht überdrehst, denn „nach fest kommt…ab“!

3. Handtuch benutzen

Je nach Hersteller gibt es unterschiedliche Ventilstifte, manche sind rund und ziemlich glatt, andere wiederum sind eckig und scharfkantig. Damit du dich nicht verletzt, kannst du beim Einstellen des Stifts einfach ein Handtuch oder einen Lappen etc. verwenden und deine Finger schonen.

Luft entweicht beim SUP Board aufpumpen – 3 häufige Ursachen

1. Schlauch der Pumpe ist nicht fest

Der Hochdruckschlauch deiner Luftpumpe muss vor dem Aufpumpen wirklich sehr fest auf dem Ventil sitzen, damit der Adapter vollständig abdichtet. Wie bereits beschrieben, musst du dafür den Anschluss im Uhrzeigersinn drehen bis es nicht mehr weiter geht. Der Schlauch sitzt dann fest auf dem Ventil und es darf nichts mehr wackeln oder sich locker anfühlen.

Für den Fall, dass deine SUP Luftpumpe und dein Board von verschiedenen Herstellern sind, liegen der Pumpe manchmal noch weitere, unterschiedlich dicke Dichtungsringe bei. Falls das Problem trotz fester Verbindung zum Ventil weiter besteht, kannst du das Problem manchmal lösen, indem du eine andere Dichtung einsetzt.

Sehr selten kann es leider auch vorkommen, dass Pumpe und Boardventil nicht komplett kompatibel sind, das ist aber zum Glück fast nie der Fall und du solltest erstmal eher die anderen genannten Gründe in Betracht ziehen.

2. Ventilstellung ist falsch

Wenn während oder nach dem Pumpen Luft aus dem Ventil entweicht, dann solltest du zuerst die Stellung des Ventilstifts kontrollieren. Um das Board aufzupumpen, muss der Stift nach oben gestellt und die darunterliegende Feder relativ entspannt sein. Diese Stellung zeigt dir an, dass das Ventil geschlossen ist!

Sollte der Stift nach unten gestellt sein und die Feder ist unter Spannung, dann ist das Ventil geöffnet. Drücke den Stift dann leicht nach unten und drehe ihn etwas gegen den Uhrzeigersinn, damit er nach oben springt und das Ventil sicher abdichtet.

3. Ventil undicht

Sollte trotz der korrekten Anbringung des Schlauchs und nach Kontrolle der Ventilstellung immer noch Luft entweichen, musst du zuerst den festen Sitz des Ventils mit Hilfe eines Ventilschlüssels überprüfen oder im schlimmsten Fall sogar das gesamte, defekte Ventil austauschen. Ein lockeres Ventil erkennst du ganz leicht daran, dass die Luft seitlich des Ventils an der Umrandung entweicht. Wenn du das Ventil unter Wasser drückst, siehst du am besten an welcher Stelle es genau „blubbert“.

Wenn sich das Ventil nur gelockert hat, dann musst du zuerst die Luft ablassen, sonst besteht große Verletzungsgefahr! Mit dem Ventilschlüssel kannst du dann wie oben (beim Punkt SUP Board Ventil – 3 wichtige Tipps) beschrieben das Ventil nachziehen.

Sollte danach immer noch Luft seitlich an der Umrandung oder direkt aus dem Ventil entweichen und keiner der anderen genannten Gründe vorliegen, dann musst du leider das komplette Ventil tauschen:

Hierfür musst du ebenfalls unbedingt die gesamte Luft aus dem Board ablassen, damit dir das Ventil nicht um die Ohren fliegt. Danach legst du den Teil des Boards mit dem Ventil auf einen festen und ebenen Untergrund. Wenn du jetzt den Ventilschlüssel richtig ansetzt, kannst du das gesamte Ventil gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen.

Besorg dir im Fachhandel ein passendes Ersatzventil (HR-Ventil) und schraube es mit dem Ventilschlüssel im Uhrzeigersinn in das Board bis es richtig fest sitzt. Dein Board sollte dann wieder komplett dicht und startklar sein!

SUP Board elektrisch aufpumpen – Lohnt sich das?

Die Luxus-Variante der SUP Luftpumpen sind die elektrisch betriebenen Modelle. Diese kleinen Helfer gehören sicherlich in die Kategorie des Premium-Zubehörs und sind praktisch nie im Lieferumfang eines SUP Komplett-Sets enthalten. Sie erleichtern dir das Aufpumpen selbstverständlich enorm, kosten aber je nach Ausführung auch einiges.

Funktionsweise

Es gibt 2 Arten von elektrischen SUP Luftpumpen. Zum einen die Modelle, welche einen direkten Stromanschluss mit 220 V (Steckdose) bzw. 12 V (Autobatterie bzw. Zigarettenanzünder) benötigen und zum anderen die Varianten mit zusätzlich integriertem Akku, mit denen du komplett unabhängig vom Stromnetz bist.

Alle Exemplare funktionieren prinzipiell auf die gleiche Weise:

  1. Pumpschlauch an das Ventil des SUP Boards anschließen
  2. Pumpe einschalten
  3. gewünschten Druck einstellen
  4. Pumpvorgang starten und abwarten bis der der gewünschte Druck erreicht wurde
  5. Pumpschlauch entfernen
  6. Pumpe ausschalten oder zumindest (je nach Modell) abkühlen lassen, falls du ein weiteres SUP Board aufpumpen möchtest
  • absolut komfortabel und ohne Kraftaufwand einsetzbar
  • sehr genaue Einhaltung des empfohlenen Drucks
  • auch hohe Druckverhältnisse jenseits von 15 PSI sind kein Problem (abhängig vom Modell)
  • für Benutzer geeignet die das anstrengende, manuelle Aufpumpen körperlich nicht (mehr) schaffen
  • teilweise auch für andere aufblasbare Gegenstände geeignet (Schlauchboot, Kanu, Kajak, Luftmatratzen etc.)
  • Abhängigkeit von einer Stromquelle (gilt nur für Modelle ohne Akku)
  • relativ hohe Anschaffungskosten
  • die elektrischen Pumpen sind teilweise recht laut
  • die Pumpzeit ist ziemlich lang
  • die Geräte müssen nach der Verwendung abkühlen (es gibt aber auch Exemplare mit aktiver Kühlung bzw. mit Lüfter)

FAQ

Wie viel Druck braucht ein SUP Board?

Als Standardwert hat sich bei den allermeisten SUP Boards der Wert von 15 PSI (ca. 1 Bar) etabliert und bewährt. Grundsätzlich hängt es von der Qualität und Verarbeitung des SUP Boards ab, wieviel Druck es aushält. Die genauen Angaben für dein Board findest du meist auf der Umrandung des Ventils oder in der Bedienungsanleitung.

Für sehr hochwertige Boards mit mehrschichtiger, dicker Außenhülle werden auch mal 18 PSI und mehr empfohlen. Als Beispiel hierfür möchte ich an dieser Stelle die von mir getesteten SUP Boards von Bluefin erwähnen und allem voran das beliebte und absolut erstklassige Allround-Board Bluefin Cruise.

Braucht das SUP Board wirklich den maximalen Druck?

Damit ein Board seine Laufeigenschaften voll entfalten kann, ist es grundsätzlich immer besser, wenn man den empfohlenen maximalen Druck ausreizt. Die Steifigkeit nimmt mit steigendem Druck zu und ist die wichtigste Grundvoraussetzung für eine gute Performance und eine hohe Belastbarkeit eines SUP Boards. Je näher es an die maximale Traglast des Boards geht, desto wichtiger ist der Druck, damit es nicht durchhängt und du einen sicheren, festen Stand hast.

Für sehr leichte Paddler ist der Druck hingegen etwas weniger wichtig, im Zweifelsfall probier es einfach aus. Du wirst die Unterschiede bei verschiedenen Druckverhältnissen sehr schnell spüren!

Warum zeigt die SUP Board Pumpe keinen Druck an?

Der Druck kann von der Druckanzeige (Manometer) erst gemessen werden, wenn sich ein Gegendruck aufbaut. In der Anfangsphase bis das Board seine Form erreicht hat, füllt sich das Volumen des Boards erstmal sehr langsam und bietet der Pumpe noch keinen Widerstand. Mit zunehmender Befüllung steigt der Gegendruck und steigert sich immer weiter, erst dann fängt die Anzeige der Pumpe an zu reagieren und zeigt dir den gemessenen Druck an.

Wenn deine SUP Luftpumpe aber auch im weiteren Verlauf keinen Druck anzeigt, dann kann es auch möglich sein, dass die Druckanzeige defekt ist!

Wie wird eine Pumpe beim SUP richtig angeschlossen?

Um deine SUP Luftpumpe richtig am Ventil anzubringen, solltest du folgende Reihenfolge beachten:

  1. Schlauch an der richtigen Öffnung der Luftpumpe festschrauben. Zum Aufpumpen den Anschluss, der mit mit Inflate, Inf oder In beschriftet ist, auswählen
  2. Beim Board auf die richtige Ventilstellung achten (Ventilstift muss nach oben zeigen)
  3. Schlauch mit dem Adapter auf die Einsparung am Ventil setzen und im Uhrzeigersinn festdrehen
  4. Darauf achten, dass der Schlauch sich nicht verdreht hat

Wie lange dauert das Aufpumpen eines SUP Boards?

Das ist eine schwierige Frage und kann pauschal kaum beantwortet werden. Die Dauer hängt vom Volumen des Boards, vom Modell der Pumpe (Einzel-, Doppelhub-, Triple Action Pumpe mit 2 Kolben oder elektrische Luftpumpe) und von deiner individuellen Kraft ab. Als grober Richtwert kann man jedoch sagen, dass die meisten Boards manuell innerhalb von 5 bis 10 Minuten aufgepumpt sind.

Die elektrischen Pumpen brauchen, je nach Ausführung, deutlich länger um das Board aufzupumpen. Da diese aber ohne Kraftanstrengung arbeiten, spielt das in der Regel kaum eine Rolle!

Welche Pumpe ist am besten zum SUP Board aufpumpen geeignet?

Die beste Pumpe gibt es leider nicht. Es gibt nur unterschiedlich leistungsfähige SUP Luftpumpen. Entscheidend ist, welche Erwartungen du an deine Pumpe stellst.

Damit du diese Frage für dich selbst beantworten kannst, gebe ich dir hier einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Modelle:

Einzelhub-Luftpumpe (auch Single- oder Einhub-Luftpumpe genannt):

Diese Variante ist die simpelste Ausführung aller SUP Pumpen. Einzelhub bedeutet, dass du nur beim Runterdrücken des Griffs Luft in das Board pumpst. Dementsprechend benötigst du mit diesen Exemplaren am meisten Zeit. Dafür sind sie sehr günstig und bieten nur wenig Widerstand beim Aufpumpen.

Doppelhub-Luftpumpe:

Solche Pumpen füllen dein Board sowohl beim Hochziehen als auch beim Runterdrücken mit Luft. In den meisten Fällen sind sie sogar umschaltbar, so dass du bei steigendem Gegendruck auf den Einzelhub-Betrieb umstellen und deine Kräfte etwas schonen kannst. Modelle mit Doppelhub sind mittlerweile am weitesten verbreitet und gehören bei vielen SUP Sets zum Lieferumfang.

Triple Action Luftpumpe:

Die Triple Action Pumpen aus dem gehobenen Preisbereich sind meist mit 2 Kolben ausgestattet, so dass du grundsätzlich schon bei jedem Durchgang die doppelte Menge Luft in dein Board pumpst. Des Weiteren verfügen sie über 3 Betriebsmodi (Doppelhub mit 2 Kolben, Einzelhub mit 2 Kolben und Einzelhub mit nur einem Kolben). Durch die Auswahl des Modus kannst du also für jede Pump-Phase die passende Einstellung auswählen.
Die Triple Action Luftpumpen sind bei SUP Boards aus dem Premium-Bereich teilweise im Lieferumfang enthalten. Falls du dich für solch ein Modell interessierst, musst du allerdings auch etwas mehr Geld ausgeben als für die einfacheren Ausführungen.

Elektrische Luftpumpen:

Die Luxus-Variante der SUP Luftpumpen sind die elektrischen Ausführungen. Hier hast du die Wahl zwischen Modellen mit oder ohne Akku. Die Anwendung ist natürlich mit Abstand die komfortabelste.
Dafür ist die Pumpzeit aber meist etwas länger, sie sind teilweise recht laut und wesentlich teurer in der Anschaffung.

Fazit

Mit diesem ausführlichen Ratgeber habe ich versucht alle Facetten zum Thema „SUP Boards aufpumpen“ detailliert und umfangreich zu beleuchten. Wenn du dich an diese Ratschläge hältst, wird das Aufpumpen deines SUP Boards zum Kinderspiel und du bist in der Lage auftretende Probleme einzuschätzen und selbstständig zu beheben!

Falls du noch weitere Fragen oder Anregungen zum Thema hast, dann freue ich mich immer sehr, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt. Ich werde versuchen dir möglichst schnell zu antworten!

Da mir vor allem deine Sicherheit sehr am Herzen liegt, möchte ich dich zum Abschluss nochmals darauf hinweisen, dass du bitte immer zuerst auf deine Sicherheit achtest, wenn du am Ventil des SUP Boards arbeitest. Die Druckverhältnisse bei modernen SUP Boards sind nicht zu unterschätzen:

  • Bitte halte dein Gesicht und lose Gegenstände immer vom Ventil fern, wenn du die Luft ablässt…die Luft entweicht schlagartig und mit hohem Druck!
  • Bitte arbeite niemals mit dem Ventilschlüssel am Ventil, wenn das Board aufgepumpt ist. Lass die Luft immer vollständig ab, bevor du den Schlüssel ansetzt. Wenn du einen Fehler machst, das Ventil defekt oder brüchig ist, fliegt es dir sonst mit enormer Geschwindigkeit entgegen!

Und jetzt…Viel Spaß auf dem Wasser!


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