Mistral SUP Spiral Leash Test
Die Leash ist das Stück Ausrüstung, über das niemand nachdenkt, bis er einmal ohne im Wasser liegt. Ein Board treibt bei drei Windstärken schneller ab, als ein guter Schwimmer hinterherkommt.
Die Mistral SUP Spiral Leash ist eine Flachwasserleine. 243 Zentimeter lang, 7 Millimeter stark, Spiralbauweise aus Urethan, und der Hersteller schreibt ausdrücklich dazu, dass sie nicht für Wellen gedacht ist.
Mistral ist eine der ältesten Marken im Wassersport und kommt aus dem Windsurfen. Die Leash gehört zum Race- und Tourenprogramm, nicht zur Surfausrüstung.
In diesem Beitrag liest du, was eine Race Leash von einer gewöhnlichen unterscheidet, warum die Befestigung unterhalb des Knies gemeint ist und ob die 44,95 Euro gerechtfertigt sind.
Die Besonderheiten der Mistral Spiral Leash
Sie ist eine ausgewiesene Shallow Water Race Leash. Das heißt: gebaut für flaches Wasser, für Geschwindigkeit und für Strecke, nicht für die Brandung.
Mit 7 Millimetern ist die Leine dicker als die üblichen 5 bis 6 Millimeter. Das kostet ein wenig Gewicht und bringt Reserve, wenn ein großes Board am anderen Ende zieht.
Die Spiralbauweise hält die Leine auf dem Board statt im Wasser. Eine gerade Leine schleift hinterher, bremst und verfängt sich in Pflanzen.
Ein kleines Einsteckfach nimmt einen Schlüssel auf. Wer allein losfährt, hat sonst die Wahl zwischen offenem Auto und Schlüssel in der Hose.
Mit 243 Zentimetern ist sie kürzer als die verbreiteten Drei-Meter-Leinen. Kurz heißt: weniger Schlaufe im Wasser, aber auch weniger Abstand zwischen Sturz und Board.
Daten & Fakten
- Bauart: Spiralleine (Coiled) aus Urethan
- Länge: 243 cm
- Durchmesser: 7 mm
- Befestigung: unterhalb des Knies oder am Knöchel
- Extra: Einsteckfach für einen Schlüssel
- Einsatz: Flachwasser, ausdrücklich nicht für Wellen
- Gewicht: rund 0,3 kg
- Preis: 44,95 Euro
Features
- Spiralleine aus Urethan, bleibt auf dem Board
- 7 mm Durchmesser, dicker als der Standard
- 243 cm Länge, kurz und straff
- Einsteckfach für einen Schlüssel
- für die Befestigung unterhalb des Knies gedacht
- Shallow Water Race Leash von einer etablierten Marke
- 7 mm Leine, mehr Reserve als die üblichen 5 mm Modelle
- kurze Bauweise hält die Leine straff und aus dem Wasser
- Schlüsselfach spart die Suche nach einem Versteck am Ufer
- Markenqualität mit langer Erfahrung im Wassersport
- gut geeignet für Touring und Race auf ruhigem Wasser
- mit 44,95 Euro die teuerste Leash in dieser Übersicht
- ausdrücklich nicht für Wellen freigegeben
- kein Notfallauslöser, im Fließwasser damit nicht zu gebrauchen
- 243 cm sind für sehr lange Race-Boards knapp
- kein Rail-Saver im Lieferumfang erwähnt
Was in der Praxis zählt
Die Länge muss zum Board passen. Als Faustregel gilt: die Leash sollte etwa so lang sein wie das Board. 243 Zentimeter passen zu Boards bis rund 10 Fuß, ein 12,6er Touringboard verlangt mehr.
Die Befestigung unterhalb des Knies ist bei Touren und Rennen üblich. Die Leine bleibt dann weiter oben und schleift nicht über das Heck, das kostet weniger Geschwindigkeit.
Der Satz zu den Wellen ist keine Floskel. In der Brandung braucht eine Leash Dehnung und Reißreserve auf ganz anderem Niveau, dafür ist diese Leine nicht ausgelegt.
Auf fließendem Wasser hat jede Leash ohne Notfallauslöser nichts verloren. Was dort gebraucht wird, steht in der Übersicht unter SUP Hüftleash Test.
Einsatzgebiete
Der Hauptfall ist die Tour auf See oder Kanal mit einem Board bis rund 10 Fuß.
Der zweite Fall ist das Rennen. Für den Race-Einsatz auf flachem Wasser ist die Leine gebaut, kurz und straff, damit sie nicht bremst.
Für die Brandung und das Wellenreiten ist sie ausdrücklich nicht gedacht, dort gehört eine Surf Leash ans Board.
Weitere Modelle und die Einordnung nach Länge und Einsatzgebiet stehen in der Übersicht unter SUP Leash.
Verarbeitung und Pflege
Urethan ist das Standardmaterial für Leashs und hält Salzwasser und UV gut aus. Bei 7 Millimetern hat die Leine sichtbar Substanz.
Die Manschette ist gepolstert und breit genug, um beim Tragen unterhalb des Knies nicht einzuschneiden.
Pflege heißt: nach Salzwasser abspülen und nicht dauerhaft in der Sonne liegen lassen. UV ist der Hauptgrund, warum Leashs nach Jahren spröde werden.
Anschaffungskosten
44,95 Euro sind für eine Leash viel. Einfache Spiralleinen kosten neun bis fünfzehn Euro, gute Markenleinen liegen zwischen 25 und 35 Euro.
Bezahlt wird der Markenname, die dickere Leine und das Schlüsselfach. Eine doppelt so sichere Leash ist es deshalb nicht.
Wer ein hochwertiges Touring- oder Raceboard fährt und regelmäßig allein unterwegs ist, findet die Ausstattung passend. Für die gelegentliche Runde auf dem Baggersee ist es zu viel Geld.
FAQ
Hier beantworte ich noch die Fragen, die zu diesem Modell am häufigsten aufkommen.
Wenn bei dir darüber hinaus etwas offen bleibt, schreib uns gerne einen Kommentar. Wir versuchen immer, dir schnell weiterzuhelfen!
Fazit
Die Mistral Spiral Leash ist eine ehrliche Flachwasserleine. Kurz, dick, straff und mit einem Schlüsselfach, das im Alltag mehr wert ist, als es klingt.
Der Preis ist der Haken. 44,95 Euro sind das Drei- bis Vierfache einer funktionierenden Spiralleine.
Für Touring und Race mit einem Board bis 10 Fuß ist sie gut gewählt. Für Wellen, Fließwasser oder ein langes Touringboard ist sie die falsche Leash.

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