Decathlon Itiwit Elektropumpe PEHP 50 (15 PSI) Test
Das Aufpumpen ist der einzige Teil am Stand Up Paddling, auf den sich niemand freut. Zehn Minuten Handarbeit bei 15 PSI, und die Tour beginnt verschwitzt.
Die Itiwit PEHP 50 nimmt einem genau diese zehn Minuten ab: Sie hängt am Zigarettenanzünder des Autos, pumpt bis zum voreingestellten Druck und schaltet dann selbst ab.
49,99 Euro kostet sie, 4,55 von 5 Sternen aus 11 Bewertungen hat sie bei Decathlon, und sie ist das Nachfolgemodell der alten orangefarbenen 15-PSI-Pumpe.
In diesem Testbericht erfährst du, was die Pumpe leistet, wo ihre Grenze liegt und wann sich stattdessen der Griff zur größeren Schwester lohnt.
Die Besonderheiten der Itiwit PEHP 50
Die PEHP 50 ist eine reine 12-Volt-Pumpe. Sie hat keinen Akku und keinen Netzstecker, sondern ein fest verbundenes Kabel mit Stecker für den Zigarettenanzünder.
Das klingt nach einer Einschränkung und ist in der Praxis meistens keine: Aufgepumpt wird ohnehin am Auto, und eine Pumpe ohne Akku kann auch nicht mit leerem Akku am Wasser stehen.
Der eingestellte Druck ist der Kern der Sache. Du drehst am Knopf, bis der Zielwert steht, drückst einmal auf die Mitte, und die Pumpe läuft, bis der Wert erreicht ist. Danach schaltet sie ab, ohne dass jemand daneben stehen muss.
15 PSI sind das Maximum, und das ist genau der Druck, den die allermeisten aufblasbaren Boards verlangen. Für ein Board, das 18 oder 20 PSI vertragen soll, ist die Pumpe die falsche Wahl.
Praktisch gelöst ist die Aufbewahrung: Schlauch und alle drei Aufsätze werden direkt am Gehäuse befestigt. Es gibt keinen Beutel mit Kleinteilen, der im Kofferraum verschwindet.
Wichtig zu wissen: Die PEHP 50 pumpt nur auf. Einen Abpumpmodus hat sie nicht, die Luft lässt du also weiterhin über das Ventil ab.
Daten & Fakten
- Verwendung: Elektropumpe für iSUP, Schlauchkajak und anderes aufblasbares Material
- Maximaldruck: 15 PSI, rund 1 bar
- Stromversorgung: 12 V über den Zigarettenanzünder, Sicherung mindestens 10 Ampere
- Abschaltautomatik: ja, beim eingestellten Druck
- Abpumpfunktion: nein
- Maße: 30 x 20 x 9 cm
- Gewicht: 1,1 kg
- Aufsätze: Hochdruck (SUP), Boston, Mini-Boston
- Preis: 49,99 Euro
- Bewertung bei Decathlon: 4,55 von 5 Sternen aus 11 Bewertungen
Features
- Druckvorwahl per Drehknopf, Start mit einem Knopfdruck
- automatische Abschaltung beim Zielwert
- Schlauch und Aufsätze werden am Gehäuse verstaut
- drei Aufsätze decken SUP, Boston und Mini-Boston ab
- kein Akku, der geladen sein will
- nimmt die komplette Handarbeit ab
- schaltet zuverlässig beim eingestellten Druck ab
- alle Teile bleiben an der Pumpe
- günstiger Einstieg in die Elektropumpen
- kein Akku, also keine Ladeplanung
- bei 15 PSI ist Schluss, für 18 oder 20 PSI ungeeignet
- kein Abpumpmodus
- funktioniert nur am Auto, nicht am Steg
- braucht eine Sicherung von mindestens 10 Ampere
- hörbar laut, wie jede Elektropumpe
Die Nutzung der Itiwit PEHP 50 in 3 einfachen Schritten erklärt (Gebrauchsanweisung)
Die Reihenfolge ist wichtiger, als sie aussieht, vor allem der laufende Motor.
- Motor starten, dann den Stecker fest in den Zigarettenanzünder drücken. Ein wackeliger Kontakt ist die häufigste Ursache für Überhitzung und für eine Pumpe, die mitten im Vorgang stehen bleibt.
- Den Schlauch mit dem passenden Aufsatz am Ventil des Boards verriegeln. Bei einem iSUP ist das der Hochdruckaufsatz, das Ventil muss dabei in der geschlossenen Stellung stehen.
- Den Zieldruck am Drehknopf einstellen, in die Mitte drücken, warten. Die Pumpe stoppt selbst, danach ziehst du den Schlauch zügig ab und verschließt das Ventil.
Der Praxis-Test: Die Itiwit PEHP 50 auf dem Prüfstand
Ein 10 Fuß langes Allround-Board auf 15 PSI dauert mit der Pumpe rund zehn Minuten. Das ist nicht schneller als mit der Hand, aber man steht daneben statt darunter.
Genau das ist der Punkt bei dieser Preisklasse: Eine 12-Volt-Pumpe für 50 Euro gewinnt keinen Zeitvergleich, sie gewinnt den Vergleich der Anstrengung. Board hinlegen, Pumpe anschließen, Neoprenanzug anziehen, fertig.
Die Abschaltautomatik arbeitet zuverlässig. Der Enddruck lag in unserem Test dicht am eingestellten Wert, und die Pumpe lief nicht nach.
Der Anschluss ist die Schwachstelle des Systems, nicht die Pumpe selbst. In älteren Autos sitzt der Stecker im Zigarettenanzünder oft locker, und dann bricht der Vorgang ab. Einmal richtig hineindrücken und die Buchse vorher von Staub befreien löst das in aller Regel.
Die Lautstärke entspricht dem, was Elektropumpen üblicherweise abgeben. Auf einem stillen Parkplatz am frühen Morgen fällt das auf.
Mit 4,55 von 5 Sternen liegt die Pumpe im Rahmen ihrer Vorgängerin, allerdings noch auf schmaler Datenbasis von 11 Bewertungen.
Einsatzgebiete
Der Standardfall ist das aufblasbare Board mit 15 PSI Empfehlung, also praktisch das gesamte Einsteiger- und Mittelfeld einschließlich der Itiwit-Boards.
Der zweite Fall ist das Schlauchkajak oder das Schlauchboot. Über den Boston- und den Mini-Boston-Aufsatz sind auch diese Ventile abgedeckt.
Wer ein Board mit 18 oder 20 PSI fährt oder die Luft am Ende der Tour maschinell heraushaben will, greift stattdessen zur Itiwit E-Pumpe PEHP 100. Sie schafft 20 PSI und hat einen Abpumpmodus.
Die alte orangefarbene 15-PSI-Pumpe, die wir im Test der Itiwit SUP E-Pumpe beschrieben haben, ist bei Decathlon ausgelaufen. Die PEHP 50 ist ihr direkter Nachfolger.
Alle von uns getesteten Modelle stehen in der Übersicht unter SUP Elektropumpe.
Verarbeitung
Das Gehäuse ist Kunststoff und macht einen soliden, nicht hochwertigen Eindruck. Für ein Gerät, das im Kofferraum liegt und gelegentlich umkippt, reicht das.
Die Halterungen für Schlauch und Aufsätze sind der beste Teil der Konstruktion. Sie halten fest genug, dass unterwegs nichts abfällt, und lassen sich trotzdem mit kalten Fingern lösen.
Das Kabel ist fest angeschlagen, kann also nicht verloren gehen, ist dafür aber auch nicht austauschbar. Beim Aufwickeln lohnt es sich, den Stecker nicht abzuknicken.
Auf das Produkt gibt Decathlon zwei Jahre Garantie.
Anschaffungskosten
49,99 Euro sind für eine Elektropumpe mit Druckvorwahl und Abschaltautomatik wenig. Vergleichbare Geräte anderer Marken liegen meist zwischen 70 und 120 Euro.
Der Aufpreis zur PEHP 100 beträgt rund 50 Euro. Er lohnt sich, wenn dein Board mehr als 15 PSI verlangt oder wenn dir das Abpumpen am Ende der Tour wichtig ist.
Wer nur zwei- bis dreimal im Jahr paddelt, kommt mit der mitgelieferten Handpumpe des Boards weiterhin aus. Ab etwa zehn Ausfahrten pro Saison ist der Komfortgewinn den Preis wert.
FAQ
In diesem Teil des Tests beantworte ich noch einige häufig gestellte Fragen zur Itiwit PEHP 50 und allgemein zum Thema.
Wenn bei dir darüber hinaus noch weitere individuelle Unklarheiten bestehen, kannst du uns gerne einen Kommentar hinterlassen. Wir versuchen immer, dir möglichst schnell weiterzuhelfen!
Fazit
Die Itiwit PEHP 50 ist die einfachste Antwort auf die lästigste Frage im SUP-Alltag, und sie kostet weniger als die meisten Konkurrenten.
Wenn dein Board mit 15 PSI arbeitet und du am Auto aufpumpst, bekommst du für 49,99 Euro genau das, was du brauchst, mehr aber auch nicht.
Wer höheren Druck oder eine Abpumpfunktion will, legt die 50 Euro drauf und nimmt die PEHP 100.






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