Decathlon Itiwit Kajakpaddel Carbon X500 Test
Beim Kajakfahren hältst du das Paddel nie ab. Anders als beim SUP liegt das gesamte Gewicht dauerhaft in beiden Armen, und deshalb entscheidet ein Doppelpaddel stärker über den Spaß als beim Stehpaddeln.
Das Itiwit X500 setzt genau hier an: 900 g, Carbonschaft, verstellbarer Blattwinkel, 79,99 Euro.
Mit 4,57 von 5 Sternen aus 120 Bewertungen ist es außerdem das am häufigsten bewertete Paddel im Itiwit-Sortiment, was für ein Zubehörteil dieser Preisklasse selten ist.
In diesem Testbericht erfährst du, was der 3K-Carbonschaft bringt, wofür der ovale Griffadapter gut ist und wann sich der Aufpreis gegenüber einem Alupaddel lohnt.
Die Besonderheiten des Itiwit Kajakpaddels Carbon X500
Der Schaft besteht aus 3K-Carbon, die Blätter aus Kunststoff mit Carbonfaseranteil. Diese Mischung ist bewusst gewählt: Der Schaft profitiert von der Steifigkeit, die Blätter von der Schlagfestigkeit des Kunststoffs.
Das Ergebnis sind 900 g. Ein einfaches Alu-Doppelpaddel wiegt in dieser Länge gut 1,2 kg, und dieser Unterschied wirkt sich über eine Tour spürbar auf die Arme aus.
Der Blattwinkel lässt sich stufenlos von 0 bis 90 Grad verstellen. Wer bei Wind unterwegs ist, dreht die Blätter gegeneinander, damit das obere Blatt weniger Angriffsfläche bietet. Wer entspannt paddelt oder Handgelenkprobleme hat, stellt beide Blätter in eine Ebene.
Auf der rechten Seite sitzt ein ovaler Griffadapter. Er ist keine Spielerei, sondern eine Orientierungshilfe: Die Hand fühlt ohne Hinsehen, wie das Blatt steht, und das ist bei verdrehten Blättern der ganze Punkt.
Zwei Silikon-Tropfenringe gehören zum Lieferumfang. Sie verhindern, dass das Wasser am Schaft entlang in den Ärmel läuft, und genau das ist im Frühjahr der Unterschied zwischen einer schönen und einer kalten Tour.
Daten & Fakten
- Verwendung: Doppelpaddel für Kajak und Kanu, auch für SUP mit Sitz
- Länge: 210 bis 220 cm, verstellbar
- Teile: 2
- Packmaß: 121 cm zerlegt
- Gewicht: 900 g
- Material: Schaft 3K-Carbon, Blätter Kunststoff mit Carbonfaseranteil
- Blattwinkel: stufenlos 0 bis 90 Grad
- Lieferumfang: Paddel und zwei Silikon-Tropfenringe
- Bewertung bei Decathlon: 4,57 von 5 Sternen aus 120 Bewertungen
Features
- Carbonschaft, dadurch 900 g statt gut 1,2 kg
- Blattwinkel stufenlos von 0 bis 90 Grad
- ovaler Griffadapter rechts als Orientierung für die Hand
- zwei Silikon-Tropfenringe im Lieferumfang
- für Salz- und Süßwasser freigegeben
- leicht für ein Doppelpaddel dieser Länge
- sehr gut bewertet, und das auf breiter Datenbasis
- Winkelverstellung deckt jeden Fahrstil ab
- Tropfenringe müssen nicht nachgekauft werden
- Kunststoffblätter verzeihen den Kontakt mit Steinen
- zerlegt immer noch 121 cm, nichts für den Rucksack
- Verstellbereich von nur 10 cm
- teurer als ein Alu-Doppelpaddel
- Carbonschaft nimmt harte Schläge übel
Die Nutzung des Itiwit X500 in 3 einfachen Schritten erklärt (Gebrauchsanweisung)
Vor der ersten Fahrt lohnt sich eine Minute für die Einstellung, danach bleibt sie meist unverändert.
- Steck die beiden Hälften zusammen und wähl die Länge zwischen 210 und 220 cm. Als Faustregel gilt: je breiter das Boot und je höher der Sitz, desto länger das Paddel.
- Stell den Blattwinkel ein. Ohne Wind reichen 0 bis 30 Grad, bei Gegenwind sind 60 bis 90 Grad angenehmer. Der ovale Griffadapter zeigt dir dabei, wo rechts ist.
- Schieb die Tropfenringe so weit an die Blätter, dass sie kurz vor deiner Hand sitzen. Nach der Fahrt spülst du das Paddel ab, besonders nach Salzwasser.
Der Praxis-Test: Das Kajakpaddel X500 auf dem Prüfstand
Der Gewichtsunterschied zum Alupaddel ist beim Doppelpaddel deutlicher spürbar als beim Stechpaddel, weil beide Arme das Gewicht dauerhaft halten.
Der Schaft ist steif, ohne hart zu wirken. Bei einem Doppelpaddel ist das wichtig, denn ein zu weicher Schaft frisst bei jedem Zug einen Teil der Kraft, und über eine Zweistundentour summiert sich das.
Die Blätter arbeiten sauber und bleiben ruhig im Wasser. Der Carbonfaseranteil im Kunststoff sorgt für eine spürbar geringere Verwindung als bei reinen Kunststoffblättern, ohne die Empfindlichkeit von Vollcarbonblättern.
Die Winkelverstellung hält, was sie soll, und dass sie stufenlos arbeitet, ist mehr wert als eine Verstellung in Rasten: Man findet die Stellung, die den eigenen Handgelenken passt, und nicht die nächstgelegene Raste.
Der Verstellbereich der Länge ist mit 10 cm knapp. Wer ein sehr breites Boot fährt oder besonders hoch sitzt, sollte prüfen, ob 220 cm ausreichen. Für die üblichen aufblasbaren Kajaks und für SUP Boards mit Sitz passt das gut.
Einsatzgebiete
Der Hauptfall ist das aufblasbare Kajak. Genau dafür ist die Länge ausgelegt, und dort spielt das Gewicht die größte Rolle.
Der zweite Fall ist das SUP Board mit Sitz. Wer sein Board mit einem SUP Sitz umbaut, braucht ein Doppelpaddel, und dieses ist die hochwertige Variante dazu.
Der dritte Fall ist die lange Tour. Ab etwa zwei Stunden am Stück wird jedes eingesparte Gramm zum Argument, und hier zahlt sich der Aufpreis am deutlichsten aus.
Wer nur gelegentlich sitzt und ansonsten steht, kommt mit dem wandelbaren Itiwit 100 günstiger weg. Eine Übersicht aller getesteten Paddel steht unter SUP Paddel.
Verarbeitung
Die Carbonlage am Schaft ist gleichmäßig, die Übergänge zu den Blättern sind sauber gesetzt, und der Griffadapter sitzt fest.
Die Steckverbindung in der Mitte ist der Teil, der die meiste Arbeit leistet. Sie hat auch nach mehreren Ausfahrten kein nennenswertes Spiel, und die Winkelraste bleibt dort, wo man sie hingedreht hat.
Die Tropfenringe sind aus Silikon statt aus hartem Gummi. Das klingt nebensächlich, macht aber den Unterschied, ob man sie überhaupt über das Blatt bekommt.
Salzwasser ist freigegeben, sollte aber abgespült werden, sonst setzt sich Salz in der Verstellung fest. Auf das Produkt gibt Decathlon zwei Jahre Garantie.
Anschaffungskosten
79,99 Euro sind für ein Doppelpaddel mit Carbonschaft ein guter Preis. Vergleichbare Paddel von Kajakmarken beginnen meist bei 120 Euro.
Nach unten ist der Abstand ebenfalls klar: Ein Alu-Doppelpaddel gibt es ab etwa 30 Euro, wiegt dann aber rund ein Drittel mehr und hat meist keine stufenlose Winkelverstellung.
Der Aufpreis lohnt sich für alle, die regelmäßig und lange sitzen. Für drei Ausfahrten im Jahr reicht auch das einfachere Paddel.
FAQ
In diesem Teil des Tests beantworte ich noch einige häufig gestellte Fragen zum Itiwit X500 und allgemein zum Thema.
Wenn bei dir darüber hinaus noch weitere individuelle Unklarheiten bestehen, kannst du uns gerne einen Kommentar hinterlassen. Wir versuchen immer, dir möglichst schnell weiterzuhelfen!
Fazit
Das Itiwit Kajakpaddel Carbon X500 ist das rundeste Paddel in dieser Runde: leicht, steif, gut ausgestattet und mit 4,57 von 5 Sternen aus 120 Bewertungen breit bestätigt.
Für aufblasbare Kajaks und für SUP Boards mit Sitz ist es die Empfehlung, sobald man mehr als ein paar Mal im Jahr aufs Wasser geht.
Wer sein Paddel im Rucksack transportieren muss, braucht dagegen ein mehrteiliges Modell, und wer nur selten sitzt, kommt mit einem wandelbaren Paddel günstiger weg.






Erfahrungsberichte
Keine Erfahrungsberichte vorhanden