YEAZ SUP-Leash NUI Test
Die Leash ist das Teil der Ausrüstung, über das niemand nachdenkt, bis es darauf ankommt. Fällt man vom Board, treibt es bei auflandigem Wind schneller ab, als man hinterherschwimmen kann.
Die NUI von YEAZ kostet 38,95 Euro und ist die Standardleine der Marke: ein Spiralkabel mit 5,5 Millimetern Durchmesser, das sich auf bis zu drei Meter dehnen lässt, mit gepolsterter Knöchelmanschette und Drehgelenken aus Edelstahl.
Käufer bei Otto geben ihr 4,5 von 5 Sternen. Damit ist sie das am besten bewertete Einzelteil im YEAZ Zubehör.
In diesem Testbericht steht, was das Spiralkabel im Alltag bringt, warum die Edelstahlwirbel wichtiger sind, als sie klingen, und wann eine Knöchelleine die falsche Wahl ist.
Die Besonderheiten der YEAZ NUI
Das Kabel ist spiralförmig gewickelt. Es liegt dadurch aufgerollt hinter dem hinteren Fuß auf dem Deck, statt im Wasser hinterherzuschleifen, und bremst nicht.
Der zweite Vorteil zeigt sich in engen Gewässern: Eine Spirale bleibt seltener an Schilf, Ästen oder der eigenen Finne hängen als eine gerade Leine. Der Preis dafür ist die Rückstellkraft. Nach einem Sturz zieht sich das Kabel kräftig zusammen und das Board kommt mit Schwung zurück.
Mit 5,5 Millimetern Durchmesser liegt das Kabel im oberen Bereich dessen, was an Allroundboards üblich ist. YEAZ gibt an, dass es sowohl leichte als auch schwere Boards hält, und die Dicke ist genau der Grund dafür.
An beiden Enden sitzen Drehgelenke aus Edelstahl. Sie sind der Teil, an dem billige Leashes zuerst versagen: Ohne frei laufende Wirbel verdrillt sich das Kabel innerhalb einer Tour zu einem Knoten, mit ihnen bleibt es gerade. Dass YEAZ hier Edelstahl statt verchromten Zinkdruckguss verbaut, ist bei Salzwasser der Unterschied zwischen einer und fünf Saisons.
Die Manschette ist mit Neopren gepolstert und wird über Klettband geschlossen. Klett hat gegenüber Schnallen den Vorteil, dass es mit nassen Fingern, kalten Händen und über einem Neoprenschuh funktioniert.
Angeboten wird die NUI in Schwarz sowie in fünf transparenten Varianten mit schwarzem, pinkem, blauem, weißem oder türkisem Akzent.
Daten & Fakten
- Verwendung: Sicherheitsleine für Stand Up Paddle Boards
- Bauart: Spiralleash für den Knöchel
- Kabelstärke: 5,5 mm
- Länge: bis 3 m im gedehnten Zustand
- Kabelmaterial: Urethan
- Drehgelenke: präzisionsgeformter Edelstahl an beiden Enden
- Beschläge: Edelstahl, korrosionsgeschützt
- Manschette: neoprengepolstert, größenverstellbar über Klettverschluss
- Farben: Schwarz, Transparent mit Schwarz, Pink, Blau, Weiß oder Türkis
- Preis: 38,95 Euro
- Bewertung bei Otto: 4,5 von 5 Sternen
Features
- Spiralkabel, das auf dem Board liegen bleibt statt im Wasser zu schleifen
- 5,5 mm starkes Urethan, ausgelegt auch für schwere Boards
- Edelstahlwirbel an beiden Enden gegen das Verdrillen
- Beschläge aus Edelstahl, die im Salzwasser nicht rosten
- gepolsterte Manschette, die auch barfuß nicht scheuert
- Klettverschluss, der mit nassen Händen funktioniert
- dickes Kabel, das nicht nach der ersten Saison Risse zeigt
- Drehgelenke aus Edelstahl statt aus beschichtetem Zink
- kaum Widerstand im Wasser durch die Spiralform
- passt an jedes Board mit Heckschlaufe, nicht nur an YEAZ Modelle
- sechs Farbvarianten, davon fünf transparent
- für strömendes Wasser ungeeignet, dort gehört ein Schnelltrenner an die Hüfte
- das Spiralkabel schnellt nach einem Sturz zurück
- YEAZ nennt weder Gewicht noch die Breite des Rail Savers
- Klett zieht mit der Zeit Sand und Fasern an
- mit 38,95 Euro teurer als vergleichbare Spiralleashes
Die Montage in 3 einfachen Schritten erklärt (Gebrauchsanweisung)
Die meisten Fehler passieren nicht am Bein, sondern am Board.
- Die dünne Schlaufe am Kabelende durch den D-Ring oder die Schlaufe am Heck fädeln, das Kabel durch die eigene Schlaufe ziehen und festzurren. Der Knoten muss flach anliegen, nicht verdreht, sonst reibt er bei jedem Zug an der Kante.
- Die Manschette über dem Knöchel schließen. Eine Fingerbreite Luft ist richtig: Sie darf nicht rutschen, aber auch nicht einschnüren.
- Die Leash an dem Bein tragen, das hinten steht, und das Kabel nach hinten abstreichen. Vor dem Ablegen einmal kräftig ziehen und beide Verbindungen prüfen.
Der Praxis-Test: Die NUI auf dem Wasser
Eine gute Leash merkt man nicht. Genau das ist hier der Fall, solange das Kabel hinter dem Fuß liegt und nicht über das Deck wandert.
Der Punkt, an dem sich Spiralleashes unterscheiden, ist die Rückstellung. Bei 5,5 Millimetern Kabelstärke ist der Zug spürbar, das Board kommt also zügig zurück. Nach einem Sturz gehört der Kopf deshalb nicht in die Bahn der Leine, das gilt für jede Spiralleash und ist keine Eigenheit der NUI.
Die Manschette ist der Teil, der bei günstigen Leashes zuerst stört. Die Polsterung ist hier breit genug, dass die Kante nicht in die Haut schneidet, und das Neopren überdeckt die Naht.
Was fehlt, ist ein breiter Rail Saver, wie ihn Leashes mit Klettband am Board-Ende haben. Die NUI wird über eine Schlaufe befestigt, und die verteilt den Zug auf weniger Fläche. Wer ein Board mit dünner Heckschnur fährt, sollte diese Stelle im Blick behalten.
Für strömendes Wasser ist eine Leine am Fuß grundsätzlich das falsche Werkzeug. Bleibt sie an einem Hindernis hängen, kommt man am Knöchel nicht mehr an den Verschluss. Dort gehört eine Hüftleash mit Schnelltrenner hin.
Einsatzgebiete
Der Hauptfall ist der See und die ruhige Küste: Touren, Fitnesspaddeln, Ausflüge mit dem Hund und alles, was auf Flachwasser stattfindet.
Der zweite Fall ist der Ersatz einer alten Leine. Die NUI passt an jedes Board mit Heckschlaufe, also auch an die Modelle in unserer Übersicht der YEAZ Boards und an alle anderen aufblasbaren Boards.
Bei den Sets von YEAZ liegt bereits eine Leash bei. Interessant ist die NUI deshalb vor allem für Besitzer eines Einzelboards wie des YEAZ Nelio EXOTRACE oder des YEAZ Nohea EXOTRACE, die ohne Leine ausgeliefert werden.
Alle von uns getesteten Modelle stehen in der Übersicht SUP Leash.
Verarbeitung
Das Kabel ist dick, die Spirale behält ihre Form auch nach Stunden in der Sonne, und die Beschläge sind der eigentliche Grund für den Preis.
Edelstahl an Wirbel und Karabiner ist bei Leashes in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. An der Ostsee oder am Mittelmeer entscheidet genau das darüber, ob sich das Gelenk nach zwei Sommern noch dreht.
Eine Garantiedauer nennt YEAZ für das Zubehör nicht gesondert. Bei einer Leash zählt ohnehin mehr die Sichtprüfung vor jeder Tour: Risse im Kabel, angerissene Nähte an der Manschette, Spiel in den Wirbeln.
Anschaffungskosten
38,95 Euro sind für eine Spiralleash ein gehobener Preis. Namenlose Leinen kosten zehn bis fünfzehn Euro, sparen aber fast immer an genau den Stellen, die hier gut gelöst sind: dünneres Kabel, Wirbel aus beschichtetem Zink, harte Manschette.
Gegen eine markengebundene Leash von Bluefin oder Decathlon steht die NUI preislich schlechter da, ohne technisch schwächer zu sein. Der Aufpreis geht auf die Edelstahlbeschläge und die Kabelstärke.
Wer ein YEAZ Set gekauft hat, braucht sie nicht. Wer ein Einzelboard fährt oder eine ausgeleierte Leine ersetzt, bekommt hier ein Teil, das länger hält als der Durchschnitt.
FAQ
In diesem Teil des Tests beantworte ich noch einige häufig gestellte Fragen zur YEAZ SUP-Leash NUI und allgemein zum Thema.
Wenn bei dir darüber hinaus noch weitere individuelle Unklarheiten bestehen, kannst du uns gerne einen Kommentar hinterlassen. Wir versuchen immer, dir möglichst schnell weiterzuhelfen!
Fazit
Die YEAZ NUI ist eine überdurchschnittlich gut gebaute Standardleash: dickes Spiralkabel, Edelstahl an allen belasteten Punkten, ordentliche Manschette.
Für Seen, Buchten und ruhiges Wasser ist sie die richtige Wahl, wenn man bereit ist, für die Beschläge etwas mehr zu zahlen als für eine namenlose Leine.
Wer regelmäßig auf strömendem Wasser paddelt, braucht stattdessen eine Hüftleash mit Schnelltrenner. Die Bauart am Knöchel ist dort das falsche Werkzeug, unabhängig von der Qualität.
Ähnlich getestet: YEAZ Nelio EXOTRACE, MOAI SUP Leash, Bluefin SUP Knöchelleine

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