Bluefin Cruise Core Rucksack Test
Die Tasche entscheidet darüber, wie oft ein aufblasbares Board tatsächlich ins Wasser kommt. Passt alles hinein und lässt es sich tragen, fährst du auch zu dem See, bei dem man 300 Meter vom Parkplatz laufen muss.
Der Cruise Core Rucksack ist die große Standardlösung von Bluefin: ein Rucksack, in den nicht nur das Board passt, sondern auch Pumpe, Paddel, Neoprenanzug und der Rest.
Es gibt ihn in zwei Ausführungen. Die Standardversion kostet 75,99 Euro bei einem regulären Preis von 89,99 Euro, die Carbon-Core-Version aus Neopren liegt bei 99,99 Euro, regulär 109,99 Euro.
In diesem Testbericht erfährst du, welche Boards hineinpassen, worin sich die beiden Ausführungen unterscheiden und wann die kleinere oder die flachere Bluefin-Tasche die bessere Wahl ist.
Die Besonderheiten des Cruise Core Rucksacks
Der Core ist bewusst groß gebaut. Er nimmt das gerollte Board auf und hat daneben noch Platz für die Pumpe, die Paddelteile und einen nassen Neoprenanzug.
Genau das ist der Unterschied zu einer reinen Tragetasche. Bei vielen Boards liegt eine Hülle bei, in die das Board passt und sonst nichts, sodass Pumpe und Paddel getrennt getragen werden. Der Core löst das in einem Stück.
Die Aufteilung im Inneren ist der zweite Punkt. Statt eines großen Sacks gibt es Fächer, in denen die Kleinteile bleiben, wo man sie hingelegt hat. Finnen, Leash und Reparaturset verschwinden nicht unter dem Board.
Die Kompatibilität ist breit gefasst. Die Standardversion nimmt alle Cruise Boards bis 12 Fuß auf, dazu das Aura, das Voyage, das Carbon 10’8 und das Carbon 12′ sowie Cruise Lite und Cruise Lite Carbon.
Die Carbon-Core-Ausführung ist aus Neopren gefertigt und deckt zusätzlich die Cruise Carbon Boards ab. Neopren ist unempfindlicher gegen Scheuern und nimmt Stöße besser auf, dafür kostet die Version 24 Euro mehr.
Getragen wird über gepolsterte Schultergurte. Ein voll gepacktes Board mit Pumpe und Paddel wiegt je nach Modell zwischen 10 und 15 kg, und diese Last will auf beide Schultern verteilt sein.
Daten & Fakten
- Verwendung: Transportrucksack für aufblasbare Boards samt Ausrüstung
- Ausführungen: Cruise Core und Carbon Core
- Material Carbon Core: Neopren
- Passend für: alle Cruise Boards bis 12 Fuß, Aura, Voyage, Carbon 10’8, Carbon 12′, Cruise Lite, Cruise Lite Carbon
- Carbon Core zusätzlich für: die Cruise Carbon Boards
- Stauraum: Board, Pumpe, Paddel, Neoprenanzug und Kleinteile
- Tragesystem: Rucksackgurte
- Garantie: ein Jahr auf Bluefin-Zubehör
- Preis: 75,99 Euro, regulär 89,99 Euro; Carbon Core 99,99 Euro, regulär 109,99 Euro
Features
- Hauptfach für das gerollte Board, daneben Platz für Pumpe und Paddel
- eingeteilte Fächer statt eines einzigen großen Sacks
- gepolsterte Schultergurte für längere Wege zum Wasser
- Carbon-Ausführung aus Neopren für höhere Scheuerfestigkeit
- deckt fast das komplette Cruise-Programm bis 12 Fuß ab
- alles in einem Gepäckstück, kein zweiter Gang zum Auto
- Fächer halten Kleinteile an ihrem Platz
- breite Kompatibilität über die ganze Cruise-Familie
- Neopren-Version für Boards, die viel unterwegs sind
- ein Jahr Garantie auf das Zubehör
- groß und im leeren Zustand sperrig, das Volumen lässt sich nicht verkleinern
- nicht wasserdicht, ein nasser Anzug macht den Rest im Fach feucht
- Bluefin nennt weder Maße noch Eigengewicht in Zahlen
- über 12 Fuß Boardlänge passt nichts mehr hinein
- voll gepackt trägt sich der Rucksack nur mit beiden Schultergurten vernünftig
Die Nutzung des Cruise Core Rucksacks in 3 einfachen Schritten erklärt (Gebrauchsanweisung)
Wie man packt, entscheidet darüber, ob sich der Rucksack tragen lässt oder auf dem Rücken kippt.
- Das Board vollständig entlüften und von der Nase zum Heck aufrollen. Je enger die Rolle, desto einfacher der Rest, und desto weniger drückt später eine Kante gegen den Rücken.
- Die Rolle aufrecht ins Hauptfach stellen, sodass sie am Rücken anliegt. Pumpe und Paddelteile kommen daneben oder davor, das schwerste Teil immer möglichst nah an den Rücken.
- Kleinteile in die Fächer, Reißverschluss schließen, Gurte anziehen. Vor dem Verstauen zu Hause den Rucksack offen stehen lassen, damit Restfeuchte aus dem Board und aus dem Gewebe entweichen kann.
Der Praxis-Test: Der Cruise Core Rucksack auf dem Prüfstand
Das Einpacken gelingt beim ersten Mal selten auf Anhieb. Wer das Board zu locker rollt, bekommt den Reißverschluss nicht zu, und das ist keine Eigenheit dieses Rucksacks, sondern gilt für jede SUP-Tasche.
Ist die Rolle eng genug, bleibt tatsächlich Platz für Pumpe und Paddel. Das ist der eigentliche Wert des Core: ein Gang vom Auto zum Wasser statt zwei.
Auf dem Rücken sitzt der voll gepackte Rucksack ordentlich, solange das Board am Rücken anliegt und nicht die Pumpe. Wandert das Gewicht nach außen, zieht der Rucksack nach hinten und die Schultern arbeiten dagegen.
Wasserdicht ist der Rucksack nicht, und das behauptet Bluefin auch nicht. Ein nasser Neoprenanzug gehört in einen eigenen Beutel, sonst ist auf der Rückfahrt alles klamm.
Die Neopren-Ausführung fühlt sich griffiger an und steckt Scheuern an Kanten besser weg. Wer das Board nur zwischen Kofferraum und Ufer trägt, braucht diesen Unterschied nicht.
Einsatzgebiete
Der Core ist die richtige Tasche, wenn du ein Board aus der Cruise-Familie bis 12 Fuß fährst und alles in einem Stück tragen willst. Für Wege von mehreren hundert Metern vom Parkplatz zum Wasser ist er gebaut.
Fährst du ein Cruise Lite und willst eine kompakte, wasserdichte Lösung mit verstellbarem Volumen, ist der Cruise Lite Rucksack die passendere Wahl. Er ist als Rolltop gebaut und lässt sich auf dem Wasser klein zusammenrollen.
Geht es dir dagegen nur um das Board und nicht um die komplette Ausrüstung, oder fährst du ein Tandem mit 15 Fuß, greifst du zur flacheren Cruise ProBoard Tragetasche.
Welche Boards überhaupt in Frage kommen, siehst du auf der Markenseite von Bluefin. Alle von uns getesteten Taschen und Rucksäcke stehen in der Übersicht unter SUP Rucksack.
Verarbeitung
Die Nähte an den Gurtansätzen sind der kritische Punkt jeder Boardtasche, weil dort das gesamte Gewicht hängt. Beim Core sind sie mehrfach vernäht und wirken für die Last ausgelegt.
Die Reißverschlüsse laufen stramm. Das ist bei einer prall gefüllten Tasche eher Vorteil als Nachteil, verlangt aber, dass man sie sauber hält: Sand im Zahn ist der übliche Grund für einen aufgerissenen Schlitten.
Auf Zubehör gibt Bluefin ein Jahr Garantie.
Anschaffungskosten
75,99 Euro für den Cruise Core und 99,99 Euro für den Carbon Core sind für Boardrucksäcke dieser Größe im üblichen Rahmen. Vergleichbare Taschen anderer Marken liegen meist zwischen 70 und 130 Euro.
Wer die Originalhülle seines Boards noch hat und nur zwei Schritte vom Auto zum Wasser braucht, kommt auch ohne aus. Sobald die Wege länger werden, ist eine Tasche mit Rucksackgurten die Anschaffung, die den größten Unterschied macht.
FAQ
In diesem Teil des Tests beantworte ich noch einige häufig gestellte Fragen zum Cruise Core Rucksack und allgemein zum Thema.
Wenn bei dir darüber hinaus noch weitere individuelle Unklarheiten bestehen, kannst du uns gerne einen Kommentar hinterlassen. Wir versuchen immer, dir möglichst schnell weiterzuhelfen!
Fazit
Der Cruise Core Rucksack ist die Tasche für alle, die ihr Board samt Pumpe und Paddel in einem Gang zum Wasser bringen wollen.
Für 75,99 Euro bekommst du reichlich Platz, brauchbare Fächer und Rucksackgurte, die auch mit 15 kg funktionieren. Wasserdicht ist er nicht, und über 12 Fuß hört die Kompatibilität auf.
Wer sein Board oft transportiert, legt die 24 Euro für die Neopren-Ausführung drauf. Wer ein Cruise Lite fährt, schaut sich stattdessen den Lite Rucksack an.






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