Navyline Tragegurt für Kajak und SUP Test
Ein aufgepumptes Board unter dem Arm zum Wasser zu tragen, funktioniert einen Parkplatz weit. Danach wandert das Board auf die andere Seite, und irgendwann setzt man es ab.
Der Navyline Tragegurt legt das Gewicht auf die Schulter statt auf den Arm. Zwei verstellbare Schlaufen fassen das Board vorn und hinten, dazwischen liegt ein gepolstertes Schulterstück.
Navyline ist eine Bootszubehör-Marke, bei Amazon tritt sie als crazy4boating auf. Der Gurt ist ausdrücklich für Kajak und SUP gemacht, nicht nur für schmale Surfbretter.
In diesem Beitrag liest du, warum die Paddelschlaufe mehr wert ist, als sie aussieht, für welche Boardbreiten die Schlaufen reichen und ob die 33,95 Euro gerechtfertigt sind.
Die Schlaufen sind groß genug für ein aufgepumptes SUP Board. Das ist der Punkt, an dem die meisten günstigen Gurte scheitern: sie stammen aus der Surfwelt und sind für Bretter von 50 bis 60 cm Breite gedacht.
Eine dritte, dünnere Schlaufe nimmt das Paddel auf. Damit trägt man Board und Paddel in einem Gang, statt das Paddel unter den anderen Arm zu klemmen.
Der Schulterbereich ist mit Schaumstoff gepolstert. Ohne Polster schneidet ein Gurtband bei einem 10 kg schweren Board nach wenigen Minuten ein.
Zum Lieferumfang gehört eine dünne Plastiktasche. Der Gurt verschwindet darin im Rucksack, statt sich um Pumpe und Leash zu wickeln.
Beide Schlaufen sind einzeln verstellbar. Ein schmales Touringboard und ein breites Allroundboard brauchen unterschiedliche Längen, und die stellt man am Gurt ein, nicht am Board.
Daten & Fakten
- Bauart: Schultergurt mit zwei verstellbaren Board-Schlaufen
- Material: Kunststoff und Schaumstoff
- Polsterung: Schaumstoff im Schulterbereich
- Paddel: zusätzliche Schlaufe für ein Paddel
- Passend für: SUP Boards, Kajaks, Surfbretter
- Zubehör: Aufbewahrungstasche im Lieferumfang
- Gewicht: rund 0,5 kg
- Preis: 33,95 Euro
Features
- Schlaufen groß genug für aufgepumpte SUP Boards
- zusätzliche Schlaufe für das Paddel
- Schaumstoffpolsterung im Schulterbereich
- beide Schlaufen einzeln verstellbar
- Aufbewahrungstasche im Lieferumfang
- auch für Kajaks und Surfbretter geeignet
- einer der wenigen Gurte, dessen Schlaufen für breite Allroundboards reichen
- Board und Paddel gehen in einem Gang zum Wasser
- gepolsterte Schulter, auch nach zehn Minuten noch angenehm
- Aufbewahrungstasche hält den Gurt im Rucksack in Ordnung
- passt genauso auf ein Kajak, wenn das Board zu Hause bleibt
- mit 33,95 Euro der teuerste Gurt in dieser Übersicht
- bei Wind fängt ein breites Board an zu drehen, daran ändert kein Gurt etwas
- die Polsterung ist Schaumstoff, kein Neopren, sie setzt sich mit der Zeit
- für lange Strecken ist ein Rucksacksystem oder ein Trolley die bessere Wahl
- die Kunststoffschnallen sind Verschleißteile, Sand mag ihnen nicht
Was in der Praxis zählt
Entscheidend ist die Schlaufenlänge. Ein Allroundboard ist 80 bis 86 cm breit, ein Touringboard oft nur 76 cm. Der Navyline-Gurt deckt beides ab, viele billigere Modelle enden bei 70 cm.
Die Paddelschlaufe klingt nach einer Kleinigkeit und ist es nicht. Wer beide Hände frei hat, kann das Board am Rand stabilisieren, wenn eine Böe kommt.
Das Board hängt seitlich am Körper. Auf schmalen Stegen und in vollen Strandzugängen braucht man deshalb mehr Platz als beim Tragen unter dem Arm.
Für Strecken über ein paar hundert Meter stößt jeder Schultergurt an seine Grenzen. Dafür gibt es Transportwagen, die Möglichkeiten stehen unter SUP Boards transportieren.
Einsatzgebiete
Der Hauptfall ist der Weg vom Parkplatz zum Wasser mit einem aufgepumpten Board. Zweihundert bis fünfhundert Meter sind mit Gurt deutlich angenehmer als ohne.
Der zweite Fall ist der Umtrag. Wer auf einer Flussetappe ein Wehr umgehen muss, will das Board nicht dreimal absetzen.
Wer ein Kajak besitzt, nutzt denselben Gurt weiter. Die Schlaufen fassen einen Kajakrumpf genauso wie einen Boardrand.
Weitere Modelle und die Einordnung nach Boardbreite stehen in der Übersicht unter SUP Tragegurte.
Verarbeitung und Pflege
Die Gurtbänder sind breit geschnitten und an den Umlenkungen mehrfach vernäht. Das ist die Stelle, an der ein Gurt reißt, wenn er reißt.
Die Polsterung ist ein eingenähter Schaumstoffkern. Sie ist wirksam, setzt sich aber über die Jahre, das ist bei Schaumstoff normal.
Pflege ist unspektakulär. Nach Salzwasser mit klarem Wasser abspülen, Sand aus den Schnallen klopfen und trocken verstauen, dann hält der Gurt viele Saisons.
Anschaffungskosten
33,95 Euro sind der obere Rand für einen Schultergurt. Einfache Modelle ohne Paddelschlaufe kosten rund 15 bis 22 Euro.
Der Aufpreis geht auf die Schlaufenlänge, die Paddelschlaufe und die Aufbewahrungstasche. Wer ein breites Board fährt, hat davon unmittelbar etwas.
Wer sein Board direkt am Wasser aufpumpt, braucht keinen Gurt. Wer den Parkplatz hundert Meter entfernt hat, merkt den Unterschied ab dem ersten Mal.
FAQ
Hier beantworte ich noch die Fragen, die zu diesem Modell am häufigsten aufkommen.
Wenn bei dir darüber hinaus etwas offen bleibt, schreib uns gerne einen Kommentar. Wir versuchen immer, dir schnell weiterzuhelfen!
Fazit
Der Navyline Tragegurt ist die durchdachteste Lösung in dieser Übersicht. Schlaufen für echte SUP-Breiten, eine Paddelschlaufe und eine gepolsterte Schulter, das ergibt zusammen ein System statt eines Gurtbands.
Der Preis ist der Haken. 33,95 Euro sind fast das Doppelte eines einfachen Schultergurts.
Für ein breites Allroundboard und einen längeren Weg zum Wasser ist der Aufpreis gut angelegt. Wer ein schmales Board hundert Meter trägt, kommt mit einem günstigeren Gurt aus.

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