Camaro Flex Skin Damen Fullsuit (3 mm / 2,5 mm) Test
Beim Paddeln arbeitet die Schulter den ganzen Tag. Ein Anzug, der dort bremst, kostet Kraft, lange bevor die Kälte zum Thema wird.
Der Camaro Flex Skin ist genau dafür abgestuft: 3 mm Neopren am Körper, 2,5 mm an Armen und Beinen.
Camaro ist ein österreichischer Hersteller von Neoprenbekleidung und baut Anzüge seit über 40 Jahren.
In diesem Beitrag liest du, was die Abstufung im Alltag bringt, wie warm der Anzug wirklich hält und für wen der Preis gerechtfertigt ist.
Die Besonderheiten des Camaro Flex Skin
Die Materialstärke ist abgestuft. Rumpf und Rücken bekommen 3 mm, Arme und Beine 2,5 mm. Das ist der Unterschied zwischen einem Anzug, in dem du paddelst, und einem, in dem du tauchst.
Das Ultraflex-Neopren gibt in alle Richtungen nach. Beim Zug nach vorn arbeitet die Schulter nicht gegen den Anzug.
Windabweisende Einsätze sitzen dort, wo du nass aus dem Wasser kommst. Verdunstungskälte ist beim Stand Up Paddling der eigentliche Gegner, nicht die Wassertemperatur.
Flatlock-Nähte liegen flach auf der Haut. Bei einem Anzug, den du vier Stunden trägst, entscheidet das über den Tag.
An den Knien sitzen verstärkte Pads. Beim Aufknien auf dem Board ist das die Stelle, die als erste durchscheuert.
Daten & Fakten
- Bauart: Fullsuit mit langen Armen und Beinen
- Neoprenstärke: 3 mm am Körper, 2,5 mm an Armen und Beinen
- Material: Ultraflex-Neopren
- Nähte: Flatlock
- Verstärkung: D-KneePads an den Knien
- Extras: windabweisende Einsätze, Glatthautneopren
- Gewicht: rund 1,6 kg
- Preis: 109,95 Euro
Features
- abgestufte Neoprenstärke für freie Schultern
- Ultraflex-Neopren mit hoher Dehnung
- windabweisende Einsätze gegen Auskühlen
- Flatlock-Nähte für langes Tragen
- verstärkte Kniepads
- Verarbeitung eines Neopren-Spezialisten
- sehr gute Bewegungsfreiheit in der Schulter
- wärmt am Rumpf, ohne die Arme zu behindern
- sauber verarbeitete Nähte und Abschlüsse
- Kniepads halten dem Aufknien stand
- hält bei regelmäßigem Einsatz mehrere Saisons
- mit 109,95 Euro einer der teuersten Anzüge dieser Liste
- für heiße Sommertage zu warm
- Rückenreißverschluss braucht eine lange Leine oder eine helfende Hand
- Farbauswahl je nach Größe eingeschränkt
- Vollanzug bedeutet mehr Packmaß im Rucksack
Was in der Praxis zählt
Ein Nassanzug wärmt über den dünnen Wasserfilm auf der Haut. Sitzt er zu locker, wird dieser Film ständig ausgetauscht und die Wärme ist weg. Eng heißt hier richtig.
Die Größe wählst du nach der Herstellertabelle und nicht nach der gewohnten Konfektionsgröße. Bei Neopren weichen die Schnitte deutlich voneinander ab.
Beim Anziehen langsam vorgehen und den Stoff in kleinen Schritten hochziehen. Wer am Neopren reißt, zieht die Nähte auf.
Nach der Tour mit Süßwasser abspülen und im Schatten auf einem breiten Bügel trocknen. Sonne zerlegt Neopren schneller als Salz.
Nie in die Waschmaschine, nie in den Trockner. Beides zerstört die Zellstruktur.
Einsatzgebiete
Der Hauptfall ist die kühle Jahreszeit: Frühjahr und Herbst, wenn Wasser und Wind zusammen auskühlen.
Der zweite Fall sind lange Touren, bei denen du im Wasser landest oder ständig nass bist.
Für Hochsommer bei 25 Grad Wasser ist ein Shorty die bessere Wahl.
Weitere Modelle stehen in der Übersicht unter SUP Neoprenanzüge, für kaltes Wasser gibt es SUP Trockenanzüge.
Verarbeitung und Pflege
Flatlock-Nähte sind flach vernäht und die richtige Wahl für Anzüge dieser Stärke. Wasserdicht sind sie nicht, das ist bei einem Nassanzug aber auch nicht das Ziel.
Die Glatthautabschlüsse an Kragen, Armen und Beinen halten den Wasseraustausch klein. Sie sind gleichzeitig die Stelle, an der ein Fingernagel Schaden anrichtet.
Pflege heißt: ausspülen, im Schatten trocknen, auf einem breiten Bügel lagern und nicht gefaltet.
Anschaffungskosten
109,95 Euro sind in dieser Liste oberes Ende. Die einfachen Vollanzüge liegen bei 70 bis 85 Euro.
Bezahlt wird die Materialabstufung und die Verarbeitung, nicht ein Markenname auf der Brust.
Wer zweimal im Jahr paddelt, braucht das nicht. Wer die halbe Saison im Anzug steht, hat den Aufpreis nach der zweiten Saison verdient.
FAQ
Hier beantworte ich noch die Fragen, die zu diesem Modell am häufigsten aufkommen.
Wenn bei dir darüber hinaus etwas offen bleibt, schreib uns gerne einen Kommentar. Wir versuchen immer, dir schnell weiterzuhelfen!
Fazit
Der Camaro Flex Skin ist der Anzug für Paddlerinnen, die regelmäßig und außerhalb des Hochsommers aufs Wasser gehen.
Die abgestufte Neoprenstärke und die saubere Verarbeitung sind der Grund für den Preis.
Wer nur an heißen Tagen paddelt, ist mit einem Shorty besser und günstiger bedient.

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