Bluefin wasserdichte Handyhülle Test
Das Handy ist auf dem Board die einzige Ausrüstung, die einen Sturz nicht verzeiht. Board, Paddel und Leash sind für Wasser gebaut, das Telefon in der Hosentasche ist es nicht.
Die wasserdichte Handyhülle von Bluefin kostet 12,99 Euro und ist die billigste Versicherung gegen den teuersten Schaden, den man beim Paddeln anrichten kann.
Sie passt nach Herstellerangabe auf die meisten Smartphones und hält Wasser, Sand und Schmutz draußen.
In diesem Testbericht erfährst du, was so eine Hülle leistet, was sie nicht leistet und worauf du bei der ersten Benutzung achten solltest.
Die Besonderheiten der Bluefin Handyhülle
Die Hülle ist ein flacher Beutel aus durchsichtiger Folie mit einem Verschluss am oberen Rand und einem Band zum Umhängen. Mehr ist es nicht, und mehr muss es auch nicht sein.
Entscheidend ist der Verschluss. Er wird zugedrückt und verriegelt, und erst dieser mechanische Verschluss macht aus einem Beutel eine dichte Hülle.
Das Telefon bleibt in der Hülle bedienbar. Der Touchscreen reagiert durch die Folie hindurch, weil sie dünn genug ist, um die kapazitive Berührung durchzulassen. Was nicht funktioniert, ist die Entsperrung per Gesichtserkennung, sobald die Folie Falten wirft oder beschlägt.
Bluefin gibt auf sein Zubehör ein Jahr Garantie. Für die Hülle, wohlgemerkt, nicht für das Telefon darin, und genau deshalb ist der Dichtigkeitstest vor dem ersten Einsatz Pflicht.
Daten & Fakten
- Verwendung: wasserdichte Hülle für das Smartphone auf dem Wasser
- Passform: für die meisten gängigen Smartphones
- Schutz: gegen Wasser, Sand und Schmutz
- Bedienung: Touchscreen durch die Folie
- Trageweise: um den Hals über das mitgelieferte Band
- Garantie: ein Jahr auf Bluefin Zubehör
- Preis: 12,99 Euro
Features
- Verschluss am oberen Rand, ohne Werkzeug zu bedienen
- Telefon bleibt durch die Folie bedienbar
- Umhängeband, damit die Hülle nicht auf dem Deck herumrutscht
- flach genug, um unter der Schwimmweste zu verschwinden
- hält auch Sand und Sonnencreme vom Gehäuse fern
- sehr günstig gemessen am Wert des geschützten Geräts
- passt auf nahezu jedes aktuelle Telefon
- Bedienung bleibt möglich
- schützt auch am Strand vor Sand
- wiegt praktisch nichts
- Fotos durch die Folie werden weicher und bei Sonne unbrauchbar
- Gesichtserkennung funktioniert oft nicht
- die Folie beschlägt bei Temperaturunterschieden von innen
- kein Ersatz für eine Trockentasche, wenn mehr als das Telefon mit soll
- der Verschluss verlangt jedes Mal eine Sichtkontrolle
Die Nutzung der Bluefin Handyhülle in 3 einfachen Schritten erklärt (Gebrauchsanweisung)
Der wichtigste Schritt ist der erste, und er wird fast immer übersprungen.
- Vor dem ersten Einsatz ein zusammengefaltetes Stück Küchenpapier statt des Telefons einlegen, die Hülle verschließen und für eine Minute unter Wasser drücken. Bleibt das Papier trocken, ist die Hülle dicht. Dieser Test kostet eine Minute und ersetzt jede Garantiediskussion.
- Das Telefon mit dem Display zur bedienbaren Seite einlegen und so viel Luft wie möglich herausdrücken. Ein Luftpolster lässt die Hülle schwimmen, drückt aber gleichzeitig die Folie vom Display weg und macht die Bedienung schwammig.
- Den Verschluss vollständig schließen, den Sitz mit dem Auge prüfen und das Band um den Hals oder an einer D-Ring-Schlaufe der Schwimmweste befestigen. Auf dem Deck festgeklemmt ist die Hülle beim ersten Sturz weg.
Der Praxis-Test: Die Bluefin Handyhülle auf dem Prüfstand
Im Alltag auf dem Board macht die Hülle genau das, was sie soll, und man merkt sie kaum. Sie liegt flach, das Band ist lang genug, um das Telefon in Bauchhöhe hängen zu lassen, und Spritzwasser perlt ab.
Die Bedienung durch die Folie funktioniert für Wischen, Tippen und das Annehmen eines Anrufs. Bei präzisen Eingaben mit nassen Fingern auf nasser Folie hört die Genauigkeit dagegen auf.
Fotografieren ist der Punkt, an dem jede Hülle dieser Bauart an ihre Grenze kommt. Die Folie sitzt vor der Linse und streut das Licht, gegen die Sonne entstehen Schleier, und der Autofokus greift bei Falten daneben. Für ein Erinnerungsbild reicht es, für mehr nicht.
Beschlagene Folie ist kein Defekt, sondern Physik: Die Feuchtigkeit, die beim Einpacken mit hineingekommen ist, schlägt sich am kalten Beutel innen nieder. Wer die Hülle im Schatten packt, hat davon deutlich weniger.
Was die Hülle nicht ist, ist eine Tauchhülle. Solche Beutel sind für Spritzwasser und für den kurzen Sturz gebaut, nicht für Druck in mehreren Metern Tiefe.
Einsatzgebiete
Der Hauptfall ist die normale Tour auf dem Board, bei der das Telefon aus einem einzigen Grund dabei ist: um im Notfall jemanden anrufen zu können. Dafür ist die Hülle die richtige Lösung, weil das Telefon am Körper bleibt und nicht in einer Tasche am anderen Ende des Boards liegt.
Der zweite Fall ist der Strand. Sand ist für ein Telefon auf Dauer gefährlicher als Wasser, weil er in Lautsprecher und Buchsen wandert.
Soll mehr mit als nur das Telefon, also Schlüssel, Geldbeutel und ein trockenes Shirt, ist die Bluefin Dri-Tide Trockentasche das passende Teil. Sie ist die klassische Rolltasche mit mehreren Litern Volumen, während die Handyhülle nur das Telefon aufnimmt und dabei bedienbar hält.
Weiteres Zubehör dieser Art steht in unserer Übersicht SUP Zubehör, die Boards und das restliche Sortiment der Marke findest du unter Bluefin.
Verarbeitung
Die Folie ist der Teil, der über die Lebensdauer entscheidet. Sie ist bei diesem Preis weich und klar, wird durch Sonne und Salz mit den Jahren aber trüb und spröde, und genau dann fängt eine Hülle an undicht zu werden.
Der Verschluss ist sauber gearbeitet und schließt spürbar. Man fühlt, wenn er sitzt, und das ist wichtiger als jede Materialangabe, weil hier die Dichtigkeit entsteht.
Die Schweißnähte an den Seiten sind gleichmäßig und ohne Blasen, das Umhängeband ist einfach gehalten und für das Gewicht eines Telefons mehr als ausreichend.
Behandeln solltest du die Hülle wie jedes andere nasse Ausrüstungsteil: mit Süßwasser abspülen, offen trocknen lassen, nicht in der prallen Sonne liegen lassen.
Anschaffungskosten
12,99 Euro sind ein üblicher Preis für eine wasserdichte Handyhülle mit Verschluss und Band. Nach unten gibt es Beutel für unter fünf Euro, nach oben Modelle mit Hartrahmen und geprüfter Schutzart für über dreißig.
Gegen ein Telefon im Wert von mehreren hundert Euro gerechnet, bezahlt schon ein einziger vermiedener Wasserschaden die Hülle vielfach.
FAQ
In diesem Teil des Tests beantworte ich noch einige häufig gestellte Fragen zur wasserdichten Handyhülle und allgemein zum Thema.
Wenn bei dir darüber hinaus noch weitere individuelle Unklarheiten bestehen, kannst du uns gerne einen Kommentar hinterlassen. Wir versuchen immer, dir möglichst schnell weiterzuhelfen!
Fazit
Die wasserdichte Handyhülle von Bluefin ist kein spannendes Produkt, aber eines, das auf jedem Board dabei sein sollte.
Für 12,99 Euro bekommst du einen Beutel, der das Telefon trocken hält, es bedienbar lässt und am Körper bleibt. Erwarte keine guten Fotos durch die Folie und keine Tauchtauglichkeit, und mach vor dem ersten Einsatz den Test mit dem Küchenpapier.
Wer mehr als das Telefon trocken transportieren will, greift zusätzlich zur Dri-Tide Trockentasche. Beide zusammen decken alles ab, was auf einer Tagestour mitkommt.


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