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SUP Interviews » Markus von Penguin Watersports


Vom 21. bis zum 24. November könnt ihr Markus und die Penguin SUP Boards live auf der Boot & Fun in Berlin antreffen.

Hi Markus, bitte stell dir doch als Erstes mal vor. Wie kamst du eigentlich zu Stand Up Paddling?

Ich bin in den Kanusport hineingeboren – seit der Geburt bin ich durch meine Eltern Mitglied in einem Kanu Verein i meiner Heimatstadt. Erst spielerisch, dann später als Jugendlicher beginnend bin ich dann national und international auf höchsten Level gepaddelt.

Ich habe auch immer über den Tellerrand geschaut. Und alles im Kanu Sport gemacht was Spaß macht, ob es die olympische Variante des Kanurennsport war, Surfski auf dem Meer oder auch Drachenboot – ich fühl mich eigentlich in jeder Spielart unseres schönen Sports zu Hause.

Durch Zufall war ich auch ganz am Anfang, sozusagen bei der Geburtsstunde des SUP Sports dabei – erst als internationaler Teamrider, deutscher Meister SUP und dann als verantwortlicher internationaler Geschäftsführer einer der ganz großen Namen im Windsurfsport war es meine Aufgabe diese Traditionsmarke von Windsurf auf Stand up paddling um zu bauen.

Das war ein perfekter Start in unseren SUP Markt, weil ich natürlich sofort von mehreren Blickwinkeln Zugang zu unseren Sport hatte. Was als ganz großes Bonus dazu kam, war die Möglichkeit als Produktmanager und Mitgründer meiner nächsten Marke dann wirklich in unserer asiatischen Produktion meine Ideen aus dem Paddel Sport in SUP Produkte zu verwirklichen.

Da habe ich viel gelernt, vor allem habe ich hautnah erlebt und dann auch mitgestaltet, den Siegeszug der Inflatable / Dropstitch Technologie – die unseren Sport auf einen ganz neuen Level gehoben hat und vor allem hier in Europa den Massenmarkt erst möglich gemacht hat, Stichworte hier Packvolumen, Möglichkeit das Board effektiv zu transportieren und zu lagern, Gewicht, Unempfindlichkeit etc.

Geschuldet den Entwicklungen und auch meinen Kontakten hatte ich nun die Möglichkeit eine ganz neue Art von Sup Brand zu gestalten – ich konnte dieses Jahr Penguin Watersports mitgründen und an den Start bringen.

Und was macht ihr mit eurer Firma im SUP Bereich?

Penguin Watersports ist eine Marke die mit der Hauptzielgruppe „Familie“ in jedem Produkt soweit wie möglich Alleinstellungsmerkmale kreieren will. Schon die Brand an sich hat ein Alleinstellungsmerkmal – versinnbildlich durch unseren Namen und Brand Icon – der Pinguin.

Viele Facetten unserer Idee die hinter der Brand steht, spiegeln sich in diesem Tier – der Penguin ist hochsozial und lebt in Communities – Penguin Watersports will ein soziales Netzwerk durch unsere Brand Ambassadore bilden, die in ihrer lokalen Szene am See, am Fluss oder Strand, den Sup lifestyle nicht nur lebt sondern neue Leute für unseren Sport dazu gewinnt.

Dieses Netzwerk ist durch unser Ambassador Suche nun in vielen Europäischen Ländern im Aufbau – auch der USA Launch ist sehr gut gelaufen und es ist wirklich ein Freude zu sehen welche Synergien hier jetzt schon entstehen und wir sind erst am Anfang.

Dann sieht der Penguin tollpatschig an Land aus – aber in seinem Element, dem Wasser, ist er den Bedingungen optimal angepasst. Auch hier versinnbildlicht der Penguin unsere Botschaft bestens, wir wollen mit Penguin Watersports jeweils das optimalste Board schaffen für die jeweilige Disziplin.

Sei es das reine Spaß board für die Familie, der Cruiser für die langen Ausfahrten, das sup fitness / Yoga board oder das perfekte Wildwasser Board – ich versuche vor allem in meiner Produktentwicklung jeweils das optimale zu schaffen, damit der SUP er das bestmögliche Wassersport Gerät für seine Zwecke erhält.

Mittlerweile gibt es viele SUP Marken und gefühlt werden es jedes Jahr mehr. Was unterscheidet eure Boards von denen anderer Marken?

Was macht uns unterscheidbar zu anderen Brands. Genau diese Frage habe ich mir auch gestellt als wir penguin gegründet haben – keiner braucht noch eine weitere SUP Marke, die mit dem gleichen Ansatz am Markt Anteile abschöpfen will.

Die logische Konsequenz war dann Penguin! Ich habe alle Bereiche einer traditionellen SUP Brand, die ich ja zu genüge aus meiner Vergangenheit kenne, mir angeschaut und mir überlegt, was fehlt vlt oder ist nach meiner Meinung falsch oder unnötig.

Und vor allem, was soll Penguin anders – und dadurch einzigartig machen – das Zauberwort auch hier – und darum dreht sich alles bei Penguin – sind Alleinstellungsmerkmale zu schaffen.

Ich fing mit den Produkten natürlich an, darauf basiert alles. Diese müssen sich natürlich zuerst von der Konstruktion und dem Shape an die Zielgruppe richten – nicht vergessen, der Pinguin ist ein absolut soziales auf die Familie und Gemeinschaft ausgerichtetes Tier.

Also haben wir die Family line kreiert. Drei Boards – die alle Bedürfnisse von Familien, Freundeskreisen etc abdecken – vom Allrounder zum Spaß haben über den Cruiser bis zum langen Tourer der gemeinsame Ausflüge zum Vergnügen macht, umfasst unsere family line.

Penguin Family Line

Das Alleinstellungsmerkmal ist hier ganz klar der Preis – die Family line ist in der, für mich besten Konstruktion überhaupt gebaut: Die „one layer stringer technology“. Grade diese Bauweise bringt die größten Vorteile der unterschiedlichen Wege Inflatable boards zu bauen perfekt zusammen. Extreme Steifigkeit des Board Körpers bei geringsten Gewicht – und dazu einen VK der weit unter dem Marktdurchschnitt liegt – das ist das Erfolgsrezept für die Family Line.

Die drei boards der Performance line sind in der Konstruktion mehr als High End. Zum ersten mal wurde die Fusion Board Bauweise kombiniert mit Carbon – Faser Stringern. Das Ergebnis sind Boards die von der Performance unschlagbar sind.

Es gibt bestimmt von den Mitbewerbern Boards die in der Performance vlt gleichwertig sind – aber sie erreichen das Ziel auf anderen (Konstruktions-) Wegen und natürlich zu einem deutlich höheren VK – und wir sprechen hier von bis zu 700 Euro mehr im Handel…

Dann haben wir uns den Aufbau einer Brand und ihre Verkaufskanäle angeschaut – vor allem ist hier die Frage interessant, wie kommt ein Preis im Handel für ein Sup Board zustande. Aus meiner Erfahrung mit meinen vorherigen Brands ist das grob beschrieben ganz einfach, die Produktion verkauft mit Aufschlag von x% (je nach Abnahmemenge) die Boards / Produkte an die Marke.

Die Marke verkauft mit einem Aufschlag von sagen wir mal 20% an den jeweiligen Landes – Distributor – der wiederum schlägt 30% darauf und beliefert damit den jeweiligen Händler und der nimmt diesen Betrag, multipliziert ihn ca. mit 1,7 bis 2,0 und schlägt 19% USt darauf.

Das ist die Wertschöpfungskette die ein Board natürlich immens verteuert, für meine Hauptzielgruppe, die Familie natürlich schwierig weil finanziell die Anschaffung von 2 bis 4 Boards so eine echte Belastung darstellt. dann passiert häufig das schlimmste – sie gehen auf Amazon und holen sich irgendeinen billig Quatsch der ihnen den Spaß an unserem tollen Sport versaut.

Mann paddelt auf Penguin Performance Line.

Die Lösung für mich war hier die Straffung der Wertschöpfungskette unter Auslassung so vieler Akteure wie möglich – und hier kommt zum ersten mal der Penguin watersports Ambassador ins Spiel. Der wichtigste Akteur für uns überhaupt – er übernimmt die wichtigsten operativen Rollen in unserem Geschäftsmodell – hier den fachkundigen Berater direkt am Wasser.

Damit ersetzt er uns den klassischen Händler der fachkundig den Kunden berät beim Kauf eines Boards. Unser Brand Ambassador macht das aber noch viel intensiver – er trifft sich mit dem interessierten möglichen Kunden, geht mit ihm Paddeln berät ihn aufs allerbeste und ist nicht nur daran interessiert ihn ein Board mit dem größtmöglichen Gewinn zu verkaufen – bei – er möchte ihn für den Sport begeistern und am besten den Neu -Penguin in einem Netz von Sup begeisterten integrieren. Da haben wir dan die auch uns so wichtige soziale Komponente.

Als nächstes haben wir ein System von Auslieferungslagern hier in Europa und in den USA genutzt die unser Nestors schon seit Jahren für andere Produkte nutzt. Dieses System gibt uns die Möglichkeit durch unseren Ambassador jeden Neukunden direkt nach Bestellung innerhalb von 2-3 Tagen das Board nach Hause anzuliefern, damit nehmen wir den Distributor aus der Wertschöpfungskette.

Der größte Vorteil für unsere Idee ist das die wohl innovativste und Qualitativ hochwertigste Produktion gleichzeitigig in unserem Projekt involviert ist, somit hat die Penguin Brand viel kürzere Wege als in einem normalen Brand – Supplier Verhältnis.

Als Ergebnis reduziert sich unsere Wertschöpfungskette auf 2 Playern – 1) die Brand Penguin – Watersports und 2) der Penguin – Brand Ambassador. Das ist der Grund warum wir High End Wassersport Produkte für viel geringer und fairere Endpreise am Markt anbieten können.

Kommen wir nun zum wichtigsten Allein Stellungsmerkmal von Penguin Watersports – der Brand Ambassador, er übernimmt nicht nur wie eben beschrieben die Schlüsselstellung im Verkauf, sondern ist auch in anderen Kernaufgaben einer Wassersport Brand unersetzbar bei uns:

Entwicklung, der Ambassador testet alle Neuentwicklungen zuerst, dank seines Backrounds als begeisterter Sup er gibt es keine besser geeigneten Testimonials als ihn. Er gibt die wichtigsten Impulse für neu zu entwickelnden Produkte direkt aus seiner Erfahrung und seiner lokalen Sup Paddel Community.

Kommunikator, der Ambassador ist das Sprachrohr, das Gesicht, sprich die Penguin DNA der unsere Idee verbreitet und den Fixpunkt in seiner lokalen Community bildet Marketing, der Ambassador stellt sich und somit unsere Idee vor allem in den sozialen Netzwerken dar und ist somit auch virtuell unser Aushängeschild für unser Penguin-watersports.

Natürlich müssen wir auch Geld verdienen – alles andere wäre ja auch gelogen und da setzt auch unsere Idee von der gelebten Partnerschaft mit dem Ambassador an. Er ist in unserem Plan / System die wichtigste Schlüsselfigur also soll er auch so behandelt werden.

Natürlich wird er bestmöglich supported mit Produkten, bekommt Spezial Rabatte etc – aber das wichtigste in einer hoffentlich lange währenden Beziehung ist die Herstellung einer Win / Win Situation. Über die eben beschriebenen Aufgaben kommt die Selbstverwirklichung in unserem Sport, in einer Gemeinschaft und mit bestmöglicher Unterstützung unsererseits ganz nach oben, aber natürlich muss das Finanzielle nicht nur stimmen sondern auch ein Alleinstellungsmerkmal sein – dafür kann unser Ambassador an allen durch ihn nur eingeleiteten Verkäufe mit einem sehr hohen Anteil partizipieren. – und das ohne irgendwelchem finanziellen Risikos, keine Vorleistung, Ware auf Lager legen etc, etc.

Ein Beispiel:

Der Ambassador steht auf unserer Website im Penguin Locator – damit machen wir ihn auch überregional sichtbar, gibt ein interessierter Kunde nun seine Postleitzahl etc in den Locator tauchen die in der nähe gelisteten Ambassadore auf und er kann mit ihnen in Kontakt treten und sich zum Testen verabreden.

Wo seht ihr Stand Up Paddling in 2020? Wird SUP 2020 noch beliebter oder wohin zeigt euer Meinung nach der Trend?

Ich glaube das der Trendsport Stand up Paddling hier in Deutschland noch weiter wachsen wird, wir sehen grade wie selbst die grossen Discounter inflatable boards in ihrem Programm mit aufnehmen. Also wird eine gesteigerte Nachfrage da sein. Große Potentiale, wie z.B. Die Kanuvereine sind noch gar nicht richtig auf dem Zug aufgesprungen. Nach meine Meinung wird da noch einiges kommen!

Was ist eure Sicht auf die neuen Unterdisziplinen wie SUP Yoga, Wave SUP, WindSUP oder Wildwasser SUP? Werden die noch beliebter? Welche gefallen euch davon und wo seht ihr die besten Aussichten für die nächsten Jahre?

Nach meiner Meinung ist das größte Wachstumspotential im Sup Yoga / Fitness. Einige Faktoren beeinflussen diese Unterkategorie extrem positiv. zum einen der allgemeine Fitness Trend in der Gesellschaft zum anderen das vor allen Frauen sich sehr für SUP Yoga Fitness interessieren und wir immer mehr auch in den Gesamtzahlen sehen das der Frauenanteil in unseren Sport steigt.

Markus, ich danke Dir für das interessante Gespräch!