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Blog Chantal Crinquand Interview: Gründerin der ISYA

In diesem Interview spricht unsere SUP Yoga Expertin Anja mit der Gründerin der International SUPyoga academy and association. 

Chantal, was kam zuerst in dein Leben? Yoga, SUP oder Surfen?

Ich bin auf den karibischen Inseln aufgewachsen, wo wir immer im Wasser waren. SUP gab es damals noch nicht, dafür haben wir uns früher auf Windsurfbrettern vergnügt.

Viele Jahre später interessierte ich mich auf Bali mehr für Yoga und fing an, Yoga auf Stand Up Paddleboards zu praktizieren.

Kannst Du uns etwas über die therapeutische Wirkung des Wassers und des Ozeans erzählen? Was ist SUP Yoga für Dich?

SUP Yoga ist eine sehr kraftvolle Form des Yoga, da es hilft, sich mit unserer Umgebung zu verbinden und Selbstbewusstsein und Achtsamkeit zu erzeugen.

Wenn jemand SUP-Yoga praktiziert, konzentriert er sich auf die Yoga-Posen und versucht, sein Gleichgewicht zu halten, um nicht ins Wasser zu fallen.

Wenn man sich so sehr konzentriert, verliert man sich nicht in vielen Gedanken um die Vergangenheit oder macht sich Sorgen um die Zukunft.

Nein, man ist präsent im Hier und Jetzt! Wasser kann extrem beruhigend sein, das Gefühl, vom Wasser sanft geschaukelt zu werden, während man auf einem Brett Yoga praktiziert, ist sehr entspannend und therapeutisch.

Du hast die International SUPyoga Association and Academy (ISYA) gegründet. Erzähle uns von der Idee hinter ISYA?

Wenn man auf die Entwicklung des Surfens zurückblickt, fing alles lässig an. Mittlerweile ist dieser Wassersportbereich aber zu einem anerkannten Sport und auch Beruf mit Standards und Ausbildungen herangewachsen (Surfschulen/Surf instructor/Aufnahme Olympia).

Der SUP&Yoga Sport dagegen ist noch etwas jünger und weniger organisiert, hier gibt es noch wenige Standards. Dies liegt daran, dass die SUP-Organisationen keine Experten für Yoga sind und Yoga Verbände wenig mit Stand Up Paddling anfangen können.

Beispiel: Wenn ein Paddler ohne Yoga Ausbildung auf dem Wasser plötzlich SUPyoga unterrichtet, sind Rückenverletzungen und Fehlhaltungen der SUPyoga Schüler vorprogrammiert.

Jemand, der zwar Yogalehrer ist, aber keine Ahnung von Wassersport, Wetterkunde und Ankertechniken hat, ist ebenfalls ein Sicherheitsrisiko.

Die ISYA hat sich den beiden Disziplinen Yoga und SUP sowie Wassersicherheits- und Trainingsexperten angeschlossen, um gemeinsam SUP-Yoga-Sicherheits- und Ausbildungsstandards zu entwickeln.

Das war dringend nötig, um sicherzustellen, dass SUP-Yoga nicht nur als Modeerscheinung angesehen wird, sondern anderen Wassersportarten gleichgestellt wird. 

Welche Länder engagieren sich mittlerweile bei ISYA?

Die ISYA-Mitgliederzahl ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen, da die Menschen langsam erkennen, dass gewisse SUP-Yoga-Standards gefördert werden sollten und sich vermehrt für die Professionalität und die Sicherheit im SUP-Yoga einsetzen (Stichwort Ankertechniken, Yogaphilosophie oder Anatomiewissen).

Unsere Mitglieder sind in Großbritannien, Frankreich, Italien, Griechenland, den Philippinen, Bali, Australien, USA, Taiwan, Pazifik und Neuseeland. In Deutschland wird die ISYA durch Anja von Behr als Botschafterin vertreten (www.SUP-yogis.com).

Die International SUP Yoga association hat ein schönes Video mit dem Titel „Ahimsa“ gedreht. Könntest du einem Nicht-Yogi erklären, was Ahimsa bedeutet und was die Botschaft dahinter ist?

Ahimsa ist ein yogisches Prinzip, das betont, wie wichtig es ist, unserer Umwelt (Mutter Erde) keinen Schaden zuzufügen.

Da SUP Yoga auf dem Meer oder an anderen Wasserorten praktiziert wird, dient das Video als Erinnerung daran, gewissenhaft mit der Natur umzugehen, keine Spuren zu hinterlassen und ihre Schönheit zu genießen.

Konkret bedeutet das z.B., beim SUPyoga nicht auf Korallen zu treten, nicht in Seerosen zu fahren, einen weiten Bogen um Schilfgürtel und Naturschutzgebiete zu machen. Und das Ökosystem nicht zu belasten, indem man eine halbe Stunde wartet, nachdem man die Sonnencreme aufgetragen hat, da sie sonst die Gewässer zu stark belastet.

 

Welches sind Deine goldenen Regeln für die SUPyoga-Sicherheit und warum?

Mach Dich mit Deinem Revier vertraut, kenne die Wind- und Wettervoraussage, die Strömung, die Gezeiten sowie die Ankervoraussetzungen.

Der Abstand zwischen den Brettern beim SUP Yoga Unterricht ist sehr wichtig, damit man genug Platz hat, wenn man ins Wasser fällt.

Eine gute Ausbildung zum SUP-Yoga-Teacher ist unerlässlich, um zu lernen, wie man SUP-Yoga sicher unterrichtet. Ich bitte jeden, der SUP-Yoga-teacher werden möchte, sich für eine Schulung anzumelden, da es viel zu lernen gibt, bevor man mit seinen Schülern aufs Wasser geht.

Was ist Dein bevorzugtes SUPyoga-Board und warum?

Ich habe viele Boards (aufblasbare und Hard Boards) ausprobiert und habe keine Präferenz, solange sie breit (mindestens 34 Zoll) und stabil sind.

Je flacher das Board, desto besser, Nose und Tail schön rund. Griffe an den Rändern statt in der Mitte sind ideal für Yoga. Ein langes Deckpad macht es zu einem idealen SUP-Yoga-Board, da dies Grip und Stabilität fördert bei den Yoga-Posen.

Covid: Eher ein Booster für die SUPyoga-Branche und alle Outdoor-Sportarten oder ein Fluch?

Mit den vielen Einschränkungen, die uns durch Corona auferlegt wurden, konnte ich eine zunehmende Popularität von SUP-Yoga beobachten.

SUP hat ebenso wie Yoga einen Boom erlebt, da die Menschen dies nicht nur für ihre körperliche Gesundheit, sondern auch für ihr geistiges Wohlbefinden lieben. Im Freien, mit viel frischer Luft und ausreichend Abstand zwischen den SUPyoga Teilnehmern.

Das ISYA hat eine kostenlose SUP Yoga Covid-Sicherheitsbroschüre herausgegeben, um diejenigen zu unterstützen, die in der SUP-Yoga-Branche arbeiten.

Welche SUPyoga-Erlebnisse sind Dir in Erinnerung geblieben?

Vor ein paar Jahren habe ich eine SUP-Yoga-Lehrerausbildung gegeben und eine meiner Schülerinnen war extrem gut darin, auf ihrem Brett zu balancieren.

Es stellte sich heraus, dass sie eine Darstellerin des Cirque du Soleil (Julie Cameron) war und einige erstaunliche Dinge wie Handstände und andere beeindruckende Akrobatik auf ihrem SUP vollbringen konnte.

Es gab auch mal Fische, die über mein Brett sprangen oder Delfine und Seelöwen, die uns Gesellschaft leisteten.

Vielen Dank für das spannende Interview!

Das Interview mit Chantal Crinquand (Gründerin der ISYA International SUPyoga academy and association) führte unsere SUPyoga Expertin Anja von Behr.

Weitere spannende Infos: 


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