ALPIDEX SUP Sitz Kajaksitz Test
Ein SUP Board wird erst mit einem Sitz zum Boot für lange Tage. Wer angelt, fotografiert oder einfach nach zwei Stunden Stehen die Beine entlasten will, braucht keine neue Ausrüstung, sondern nur eine Rückenlehne zwischen den D-Ringen.
Der ALPIDEX SUP Sitz ist genau das: ein gepolsterter Kajaksitz mit verstellbarer Lehne, der über vier Gurte und vier Karabiner auf dem Deck befestigt wird.
Er stammt aus dem Zubehörprogramm der ALPIDEX Boards, passt aber auf jedes Board, das die übliche Anordnung mit vier D-Ösen mitbringt. Das sind praktisch alle aufblasbaren Boards der letzten Jahre.
In diesem Beitrag liest du, worauf es bei der Befestigung ankommt, wo die Grenzen dieser Bauart liegen und für wen sich die knapp 24 Euro lohnen.
Die Besonderheiten des ALPIDEX SUP Sitzes
Der Sitz besteht aus zwei gepolsterten Flächen, die im Winkel verstellbar miteinander verbunden sind. Die Rückenlehne ist mit rund 2,5 cm Schaumstoff etwas dicker gepolstert als die Sitzfläche mit rund 2 cm.
Das Außenmaterial ist Polyester. Es nimmt kaum Wasser auf, trocknet an der Luft schnell und lässt sich mit klarem Wasser abspülen, was nach jeder Fahrt im Salzwasser ohnehin ansteht.
Befestigt wird über vier Gurte mit Karabinern aus rostfreiem Edelstahl. Edelstahl ist hier der Punkt, an dem sich dieses Modell von den ganz billigen unterscheidet: verzinkte Haken rosten am Salzwasser innerhalb einer Saison fest.
Die Gurte sind in der Länge justierbar. Dadurch lässt sich der Sitz auf Boards mit unterschiedlichem Abstand zwischen den D-Ringen spannen, und der Neigungswinkel der Lehne wird über die hinteren Gurte eingestellt.
Der Sitz ist nicht selbsttragend. Er stützt den Rücken über die Spannung der Gurte, nicht über ein Gestell, und ist deshalb leicht und rollt sich für den Transport klein zusammen.
Daten & Fakten
- Bauart: gepolsterter Kajaksitz mit Rückenlehne, ohne Gestell
- Befestigung: vier justierbare Gurte mit Karabinern
- Karabiner: rostfreier Edelstahl
- Material: 100 Prozent Polyester
- Polsterung Sitzfläche: rund 2 cm Schaumstoff
- Polsterung Lehne: rund 2,5 cm Schaumstoff
- Passend für: Boards mit vier D-Ösen, auch anderer Hersteller
- Lieferumfang: Sitz, Gurte, Karabiner
- Preis: 23,99 Euro
Features
- verstellbare Rückenlehne über die hinteren Gurte
- vier Karabiner aus rostfreiem Edelstahl
- rund 2 cm dicke Polsterung auf der Sitzfläche
- rutschfeste Unterseite, der Sitz wandert nicht auf dem Deck
- passt auf Boards aller Hersteller mit vier D-Ringen
- rollt sich für den Transport klein zusammen
- Edelstahlkarabiner statt verzinkter Haken, entscheidend im Salzwasser
- günstigster Weg, ein vorhandenes Board zum Sitzpaddler umzubauen
- Neigung der Lehne über die Gurte einstellbar
- leicht und klein verstaubar, passt in jeden Boardrucksack
- Gurte und Karabiner liegen bei, kein Zukauf nötig
- setzt vier D-Ringen in passendem Abstand voraus, ältere Boards haben nur zwei
- die Polsterung ist dünner als bei den Sitzen der Boardhersteller
- ohne Gestell hängt der Rückhalt allein an der Gurtspannung
- keine Tasche und keine Halterung für eine Trinkflasche
- Sitzhöhe null, das Aufstehen aus dem Sitz braucht Übung
Was in der Praxis zählt
Der wichtigste Punkt ist die Gurtspannung. Ein Kajaksitz auf einem SUP stützt nur so lange, wie die hinteren Gurte straff sind. Werden sie im Lauf der Tour locker, kippt die Lehne nach hinten weg und der Sitz wird zum Kissen.
Der zweite Punkt ist die Sitzposition. Der Sitz gehört genau auf den Standbereich in der Mitte, sonst taucht das Board vorne oder hinten ein. Wer mit einem Kajakpaddel fährt, sitzt einen Handbreit weiter hinten als beim Stehen.
Nass wird man in jedem Fall. Im Sitzen liegt das Gesäß direkt auf dem Deck, auf dem sich das Wasser sammelt, und die Polsterung saugt sich zwar nicht voll, ist aber auch keine Trockenzone. Eine Neoprenhose gehört zu diesem Zubehör dazu.
Für das Paddeln im Sitzen braucht es außerdem ein längeres Blattgefühl. Wer dauerhaft sitzt, kommt mit einem Kajakpaddel deutlich besser voran als mit dem verkürzten SUP Paddel.
Einsatzgebiete
Der klassische Fall ist die lange Tour. Nach zwei bis drei Stunden im Stehen ist eine Stunde im Sitzen eine echte Erholung, und der Sitz wiegt so wenig, dass er die Entscheidung nicht vorwegnimmt.
Der zweite Fall ist das Angeln vom Board. Im Sitzen ist der Schwerpunkt tiefer, das Board liegt ruhiger, und beide Hände sind frei.
Auch für Kinder auf dem Board vor den Eltern ist eine Lehne sinnvoll. Sie gibt Halt, wo sonst nur das nasse Deck ist.
Wer sein Board dauerhaft als Kajak fahren will, ist mit einem kompletten Umbausatz besser bedient. Der bringt neben dem Sitz auch das Doppelpaddel mit. Die Übersicht über alle Modelle steht unter SUP Sitz.
Verarbeitung und Pflege
Die Nähte an den Gurtdurchführungen sind mit Riegeln gesichert. Das ist die Stelle, an der ein Sitz zuerst aufgibt, weil dort die gesamte Zugkraft ankommt.
Der Schaumstoff ist eingenäht und wandert nicht in seiner Hülle. Nach dem Einsatz gehört der Sitz aufgehängt und im Schatten getrocknet, damit die Polsterung nicht klamm bleibt.
Die Edelstahlkarabiner sind Schnappkarabiner ohne Verschlusssicherung. Sie halten zuverlässig, springen aber beim Zusammenlegen gern in die D-Ringe zurück, was mit etwas Routine kein Thema mehr ist.
Anschaffungskosten
23,99 Euro sind der untere Rand dessen, was ein brauchbarer SUP Sitz kostet. Die Sitze der Boardhersteller liegen zwischen 40 und 90 Euro und bringen dafür dickere Polster und teilweise Taschen mit.
Der Aufpreis lohnt sich, wenn du dauerhaft im Sitzen paddelst. Für ein paar Stunden Erholung pro Tour reicht dieses Modell aus.
Wer noch keine vier D-Ringe auf dem Board hat, muss diese Rechnung anders aufmachen. Nachrüstbare Klebepads kosten zusätzlich und brauchen 24 Stunden Aushärtezeit.
FAQ
Hier beantworte ich noch die Fragen, die zu diesem Modell am häufigsten aufkommen.
Wenn bei dir darüber hinaus etwas offen bleibt, schreib uns gerne einen Kommentar. Wir versuchen immer, dir schnell weiterzuhelfen!
Fazit
Der ALPIDEX SUP Sitz ist der günstigste sinnvolle Weg, ein vorhandenes Board um eine Sitzposition zu erweitern. Die Edelstahlkarabiner heben ihn über die ganz billigen Angebote.
Die Polsterung ist dünn und der Rückhalt hängt an der Gurtspannung. Wer täglich stundenlang sitzt, wird auf Dauer zu einem gepolsterteren Modell greifen.
Für alle anderen ist das ein Stück Zubehör, das wenig kostet, wenig wiegt und an dem Tag, an dem die Beine müde sind, den Unterschied macht.

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